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Eine kleine Teleskopgeschichte.

 

Meine Beobachtungsvorlieben liegen bei Deepsky von Weitfeld bis Mini-PN, Mond, Planeten, Kometen und Sonne.

Das ist echt schwierig unter einen Hut zu bringen, was nach vielen Irrungen, Wirrungen und Annäherungen zur Idee und Umsetzung meines 12“ f/5,3 Dobsons mit einspiegelbarem 6“ f/4,8 führte. Das Teleskop ist unter der Rubrik Equipment zu sehen und derzeit wirklich für alle meine Beobachtungswünsche die beste Wahl, wenn es darum geht, mit einem Teleskop an den Start zu gehen. Immer wieder schenkt mir dieses wandelbare Teleskop schöne Beobachtungen.

 

Daneben eignet es sich gerade durch diese Wandlungsfähigkeit innerhalb von Sekunden auch, um mal den verschiedenen und doch sehr verbreiteten Optikmythen in der Praxis auf den Grund zu gehen.

 

 

Hier mal die Kenndaten zur Erinnerung:

Newton mit zwei Hauptspiegeln, durch Einschubmöglichkeit des kleinen Spiegels im schnellen Wechsel anwendbar, in Volltubusbauweise mit 2“ OAZ auf Rockerbox. Tubusisolation und regelbare Lüftung durch großen Langsamläufer hinter dem HS im Dauerbetrieb, also durch den Tubus absaugend.

HS 1 - 300/1600 mm, f/5,3 – etwa 0,8 Strehl, knapp beugungsbegrenzt

HS 2 - 154/739 mm, f/4,8 – etwa 0,9 Strehl

FS    -  54 mm kleine Achse

 

 

 

Große Teleskope sind seeinganfälliger als kleine Teleskope

ist eine sehr alte und sehr häufig aufgestellte Behauptung und die entsprechenden Beobachtungsbelege dienen als Nahrung für eine Vielzahl von theoretischen Erwägungen mit physikalischem und optischem Hintergrund, die als Erklärungsversuche herangezogen werden.

Da habe ich ja nun optimale Voraussetzungen, kann ich doch in Sekundenschnelle, im gleichen Tubus, am gleichen Ort von 6“ auf 12“ umschalten.

In der Folge geht es um atmosphärisches Seeing, denn mein Teleskop ist ausgekühlt und thermisch wie mechanisch beherrscht. Dass man schon durch die Standortwahl einen weiteren Bestandteil des Seeings sehr stark beeinflussen kann, ist ebenfalls klar.

Ich gehe also abends bei recht brauchbaren Seeing raus und nutze dem 6“ Spiegel um mich am Mond oder auch am Planeten an die Seeinggrenze heranzutasten und beobachte dann in einer Einstellung, bei der das Seeing als Zittern, als Schlieren im Bild, als Detailaufweichung spürbar ist, aber das Bild in guten Momenten steht, wenn auch manchmal nur für Sekundenbruchteile. Wichtig ist, sich wirklich die beste Detailauflösung in den ruhigen Momenten zu sichern. Im Beispiel soll das mal bei 150fach, erreicht mit 5 mm Okularbrennweite bei 1,04 mm AP der Fall sein.

Okay.

Nun wird mit zwei Handgriffen der kleine Spiegel aus dem Strahlengang gezogen und in Parkposition gebracht. Wichtig ist, dass jeder Spiegel für sich gut justiert ist und beide Spiegel so, dass sie zumindest näherungsweise auf den gleichen Punkt am Himmel zeigen, um den sofortigen Vergleich zu haben.

Puh, ich sehe gnadenloses Seeing. Das Bild ist unzumutbar und das ist auch völlig logisch, denn anstatt 150fach liegen nun 320fach bei 0,94 mm AP an. Erheblich mehr Vergrößerung und Auflösung, aber das Seeing wird eben mit aufgelöst und das ergibt in der Summe Matsch.

Um mich der Ausgangsfrage anzunähern sollte ich also die Vergrößerung auf 150fach absenken, was dann auch mit 10,5 mm Okularbrennweite möglich ist. Da kommen mir wieder mal meine Zooms zugute, die können auch in solchen Fällen geforderte „krumme“ Werte, wobei man sich auch bei Festbrennweiten nicht allzu sehr auf die aufgedruckten Nennwerte verlassen sollte. So mancher beobachtete Unterschied zwischen zwei Okularen liegt mehr an solchen tatsächlichen Abweichungen davon als an vermuteten Unterschieden im Transmissions- oder Streulichtverhalten, aber das nur am Rande.

Ach herrje, nun hab ich aber ein gnadenlos helleres Bild, bei 2mm AP (also eine glatte Verdoppelung der Austrittspupille) eine logische Konsequenz. Ich werde geblendet und kann überstrahlte Details nicht erkennen, die mir der 6-Zöller bei der gleichen Vergrößerung zeigte. Das Bild ist auch deutlich verwaschener, unruhiger, wie ein Rückvergleich durch Einspiegeln des „Kleinen“ zeigt. Da wabbelt ein konturloser und strukturschwacher Fladen im Bild, gerade Mars oder auch Jupiter mit ihren eher feinen, schwachen Kontrasten zeigen das sehr deutlich.

Hier spielt nun tatsächlich die deutlich höhere Lichtsammelleistung der größeren Öffnung einen Streich, das Licht muss zwingend gedämpft werden. Das passiert z.B. sinnvoll mit einem neutralen Graufilter, im speziellen Testfall kann man das mit einem Doppelpolfilter besser und sehr genau, weil stufenlos einstellen.

Ich stelle also die erforderliche Dämpfung mit meinem variablen Polfilter ein, vergleiche mehrfach, bis es passt und siehe da, ich komme zu einem nahezu identischen Anblick mit zwei völlig unterschiedlichen Hauptspiegeln. Vergrößerung, Bildhelligkeit, Detailauflösung, Seeingeinflüsse, ich bekomme im Wechsel keine fassbaren Unterschiede mehr hin. Der Wechsel für diesen Test geht allerdings nicht mehr ganz so schnell, es ist nicht damit getan, den kleinen Spiegel ein- und auszuspiegeln, das Okular mit dem Filter muss auch noch gewechselt werden.

Große Teleskope sind NICHT anfälliger für Seeing als kleine Teleskope

Und zwar so lange nicht, wie man mit dem großen Teleskop die Vergrößerungswerte bei denen schon das kleine Teleskop ins Seeing läuft, sinnvoll erreichen kann.

Es stellt sich schon die Frage, ob man mit einem 20-Zöller 150fache Vergrößerung bei 5 mm AP und entsprechender Lichtdämpfung am Jupiter braucht oder ob man da lieber mal wartet, bis das Seeing wenigstens mal 300fach zulässt, Lichtdämpfung braucht man dann immer noch oder man weicht auf Beobachtungen in der Dämmerung bzw. unter Vermeidung der Dunkeladaption durch Kunstlicht aus, was sich allerdings auf Beobachtungswiesen und Beobachtungstreffen als fataler Fauxpas erweisen dürfte.

 

Die Überleitung zum nächsten leicht zu überprüfenden Mythos drängt sich geradezu auf:

Unter hiesigen Bedingungen sind Teleskope über 4“ bis 5“ Öffnung so gut wie sinnlos,

da das Seeing nie mehr Vergrößerung und Auflösung zulässt als mit solchen Teleskopen möglich ist.

Dieser Mythos gehört ERSATZLOS gestrichen, schon mit meinem 6-Zöller erreiche ich sehr häufig Vergrößerungen zwischen 200fach und 250fach und bin dann schon mit 0,6 mm AP in einem Bereich der bei meinen (gesunden) Augen dazu führt, dass ich Beugungsunschärfen erkenne, die Detailverlust bedeuten. Allein schon von daher ist es für mich, von ganz speziellen Beobachtungen wie z.B. Trennung passender Doppelsterne anhand der Beugungsscheibchen abgesehen, unsinnig, diesem, wie auch jedem anderen Teleskop welches ich kenne, höhere Vergrößerungen als etwa 1,5 x D-Öffnung abzuverlangen. Selbst wenn die Qualität der Optik dies zuließe und die Bildhelligkeit noch passen würde, meine Augen lassen es nicht zu.

Die Zusammenhänge sind eindeutig und sie haben absolut nichts mit der Möglichkeit zu tun, dass man das Bild eines hellen Objets darüber hinaus, aber ohne Detailgewinn noch aufblasen kann, soweit das Seeing mitspielt. Harte Kontraste zeigen dann Beugungsunschärfen und wenn das Bild zu dunkel wird, gehen wieder Details verloren, Spass macht es manchmal trotzdem.

 

     

 

Bereits ab 180 bis 200fach lohnt der Umstieg auf den 12-Zöller, da Teleskop und Augen die Details einfach lockerer rüber bringen und bis zu 300fach konnte ich schon häufiger mit dem 12-Zöller anlegen. Unter gutem Seeing konnte ich ein oder zwei Mal Mondbeobachtungen bei ca. 350facher Vergrößerung mit Detailgewinn an Kleinstkratern und den Triesnecker Rillen durchführen. Dabei spielen allerdings verstärkt ein guter Standort und die Ausschaltung von Tubusseeing als entscheidende Faktoren mit.

Bis hier hin ging es nur um maximale Detailerkennung an hellen Objekten, wo man (Objekt)Licht in so großer Fülle hat, dass es sogar störende Auswirkungen haben kann und dann gedämpft werden muss. Bei lichtschwächeren und ganz schwachen Objekten, also der Mehrzahl von Deepsky Objekten ist der Blick auf diesen unsinnigen Mythos unausweichlich mit der Tatsache verbunden, dass mehr Öffnung mehr Lichtsammelleistung, mehr Auflösung und auch mehr Vergrößerungsfähigkeit bedeutet.

Der 6-Zoll Spiegel zeigt mir einen wunderbaren M 13,

 

 

schon mit Einzelsternchen und Sternketten, aber da wo sein Auflösungsvermögen endet und das Bild dunkler/matt wird, lange bevor Seeing zuschlägt, fängt der

 

 

12 Zoll Spiegel erst an und genau dafür und unendlich viele weitere Objekte bei denen es sich ebenso verhält habe ich dieses Teleskop so gebaut.

Ich möchte nicht versäumen einen Sonderfall in der Betrachtung dieses Mythos zu erwähnen, der häufig zu jedweder Beweisführung herangezogen wird, den ich aber mit der Mythossäge nicht sinnvoll darstellen und austesten kann.

Man nehme ein Teleskop mit gegebener Öffnung und Brennweite, sagen wir mal 120/1200, stelle eine Vergrößerung her bei der merkliche, das Bild verschlechternde Seeingeinflüsse zu sehen sind und blende dann die Öffnung ab. Beispielhaft und häufig in der Praxis mit solchen Teleskopen anzutreffen, nehmen wir 170fache Vergrößerung an.

Sinnvoller Weise nimmt man da ein unobstruiertes Teleskop, um die sich durch Abblendung ergebenden Veränderungen des Obstruktionseinflusses zu vermeiden, ich gehe auch ungern mit einem Newton auf Off-Axis um entsprechenden Unkenrufen vorzubeugen.

Um das wirklich augenfällig zu machen, blenden wir auf 80 mm ab und erkennen eine deutliche Beruhigung des Bildes.

Damit ist der Beweis des Mythos NICHT erbracht, allerdings ein Körnchen seiner vielfältigen Ursprünge gefunden. Das Teleskop „sieht“ immer noch das gleiche Seeing wie zuvor, allerdings haben wir sein Auflösungsvermögen durch die Öffnungsreduzierung deutlich herabgesetzt und was bei 170fach einer Öffnung von 120 mm nicht unbedingt jedem Beobachter ersichtliche Probleme bereiten muss schlägt bei 80 mm Öffnung schon etwas deutlicher ins Kontor. Wichtiger ist allerdings, was in diesem Fall unseren Augen, unserem Visus geboten wird. Lagen wir mit 120 mm Öffnung noch bei 0,7 mm AP kommen wir mit 80 mm Öffnung nur noch auf unter 0,5 mm AP und ein entsprechend deutlich dunkleres Bild.

Es ist zwar für die Beobachtungspraxis geradezu unsinnig, sich das 170fach vergrößerte Bild bei schon grenzwertiger AP von 0,7 mm mit 120 mm Öffnung auf die Helligkeit mit 80 mm Öffnung abzudunkeln, aber diese Maßnahme zeigt eindeutig auf, dass die kleinere Öffnung eben nicht weniger von Seeing beeinflusst wird, sondern schlicht weniger Auflösung und Licht ans Auge liefert, wodurch unser Visus Details nicht mehr erkennen kann und dazu gehören auch Seeingstörungen. Der Unterschied ist bei Abblendung auf 100 mm deutlich geringer, aber die relevanten Mechanismen sind dieselben.

Wenn ein Teleskop zum Beispiel in der Lage ist, mir die Terrassierung eines Mondkraters zu zeigen, dies aber durch Seeing vereitelt wird, weil die Terrassierung im Seeing verschwimmt, kann es mir bei Abblendung ein scharfes Bild des Kraters liefern, allerdings ohne die Terrassierung des Kraterrandes. Genauso gut kann ich das Bild ohne Abblendung so weit abdunkeln, dass meine Augen ein scharfes Bild des Kraters sehen, allerdings wieder ohne Terrassierung des Randes.

Das geht am Jupiter mit GRF oder feinen Ovalen, es funktioniert am Saturn, je nach Teleskop z.B. mit der Cassiniteilung, ja es funktioniert sogar zur Ruhigstellung eines durch Seeing leicht tanzenden Planeten (oder Sterns), den man einfach in der Helligkeit so weit reduzieren kann, dass der Tanz zum Stillstand kommt und wir nur noch den näherungsweise ruhenden Mittelpunkt der Lichtquelle sehen.

 

Meine Beobachtungen zeigen mir zweifelsfrei auf, dass der Mythos des seeingresistenten Kleinteleskops sich nicht bestätigen lässt, da man selbst ein Teleskop mit doppelter Öffnung ohne Abblendung so konditionieren kann, dass es die Bildruhe und -detailqualität des kleineren Teleskops zeigt. Das größere Teleskop lässt allerdings den Möglichkeiten, unter besseren Bedingungen mehr Detailauflösung zu erreichen, viele Spielräume offen, die dem kleinen Teleskop verwehrt sind.

Die Entscheidung, welche Teleskopöffnung man wählt, ist also eine Entscheidung der gewünschten Spielräume und des in jeder Beziehung gewollten/machbaren Aufwandes und nicht durch irgendwelche Einflüsse von Seeing vorbestimmt und aufgezwungen.

 

Zu dem ebenso unsinnigen, wie unausrottbaren Mythos vom Refraktor als Planetenteleskop und Spiegel als Lichtsammler habe ich schon in der Rubrik Theorie und Praxis mit den Beiträgen Spiegel/Linse und Obstruktion als Leistungskiller gestützt auf meine Beobachtungen und Erfahrungen Stellung bezogen.

Mit der Mythossäge lassen sich allerdings nochmal sehr praxisrelevante, allgemeingültige Beobachtungen machen. Das Teleskop verfügt in der „Normalkonfiguration“ über einen beugungsbegrenzten 12 Zoll Hauptspiegel mit 18% Obstruktion, während der von der Qualität her deutlich bessere 150 mm Spiegel mit dem 54er Fangspiegel immerhin auf 35% durchmesserabhängige Obstruktion kommt und der flächenabhängige Wert liegt immerhin bei beachtlichen 13%. Das macht beim 12-Zöller mal gerade 3,2% aus.

 

Wir sehen also am Beispiel der Mythossäge, dass es für den immer wieder beschworenen Lichtverlust durch den Fangspiegel schon recht hohe Obstruktionswerte braucht.

Wenn ich die Bildhelligkeit meines 12-Zöllers mit der anderer 12-Zöller, die es schon mal auf 23% Obstruktion durchmesserabhängig und 5,5% Abzug an Lichtsammelleistung über die Fläche bringen, bei gleicher AP betrachte, will mir kein Unterschied auffallen. Einen unobstruierten 12-Zöller hatte ich noch nicht am Start.

Beim 150er Spiegel wären die 13% gegenüber einem unobstruierten Refraktor wohl eher auffällig, Im Vergleich mit meinem sehr guten 6“ f/6 solo Spiegelteleskop, dessen 36 mm Fangspiegel nur 5,8% Licht kostet will mir kein Unterschied der Helligkeit auffallen, der über eine Ahnung von Einbildung an sehr lichtschwachen Objekten hinaus geht.

Deutlich spannender ist hier dann schon der Vergleich über den durchmesserabhängigen Prozentwert, der dann von 35% auf 27% sinkt und die entsprechenden Einflüsse auf das Kontrastverhalten der Teleskope.

Da beide Spiegel von sehr ähnlicher Qualität sind, einen Strehl von etwa 0,9 aufweisen und beide Fangspiegel ebenfalls gut sind ist die grundsätzlichste Voraussetzung für die praxisrelevante Aussagekraft des Testvergleichs erfüllt. Auch die thermische und mechanische Beherrschbarkeit beider Teleskope liegt auf gleichem Niveau, eventuell geht es diesbezüglich dem 150er Spiegel im völlig überdimensionierten Tubus der Mythossäge sogar etwas besser.

Ich war erstaunt darüber, dass der hoch obstruierte 6“ f/4,8 mindestens genau so nadelspitzenfeine punktförmige Sternchen liefern kann wie der f/6 mit deutlich kleinerem Fangspiegel und das bleibt auch bei mittleren Vergrößerungen so, ja selbst bei 150facher Vergrößerung ist nichts von dicken Sternen oder einem Kontrastverlust am Planeten festzustellen.

Dies war bei dem f/6, als er noch seinen originalen 50 mm Fangspiegel hatte, deutlich anders. Spätestens ab 150fach wurde die Abbildung unübersehbar weicher, wenn auch noch nicht unbrauchbar. Die Qualität des FS war, im Gegensatz zu der des HS, schlecht.

Dem f/4,8er merkt man den Kampf mit dem deutlich überdimensionierten 54mm Fangspiegel erst ab etwa 170/180facher Vergrößerung an und das auch nur, wenn der f/6 zur Kontrolle direkt daneben steht.

Ganz offensichtlich ist eine gute Qualität aller Komponenten, hier speziell Hauptspiegel und Fangspiegel von weitaus größerer Wichtigkeit als ein möglichst geringer Obstruktionswert. Ich musste sogar feststellen, dass ein zu klein gewählter Fangspiegel nicht nur Ausleuchtung kosten kann sondern auch Öffnung, Auflösung und Bildqualität. Darüber hinaus sind die häufigsten Fehler von Fangspiegeln eine abfallende Kante (das Ding ist am Rand nicht mehr plan) und zu große, raue ungeschwärzte Fasen am Rand der verspiegelten Fläche. Bei zu kleinen Fangspiegeln vom Strahlengang getroffen, trägt sowas zur Abbildung bei und kann zu dramatischen Leistungsverlusten führen. Der schlechte 50 mm FS am 12-Zöller der Mythossäge getestet war ohnehin schon übel, dann noch zu klein und flog sehr schnell wieder raus.

Qualitätsbetrachtungen sind untrennbar mit dem diesem Absatz vorangestellten Mythos verknüpft und man traut dem Spiegelteleskop, insbesondere dem simpelst aufgebauten Newtonteleskop einfach nicht, während man beim Refraktor nur allzu gerne und allzu oft irrtümlicher Weise von der bestmöglichen Erfüllung der zugrunde liegenden Optikrechnung als Tatsache ausgeht.

Die Praxis zeigt, dass es in den für Hobbyastronomen relevanten Größen dem guten Newton genügt etwa ein Zoll Öffnung gegenüber einem guten und sehr farbrein abbildenden APO-Refraktor zuzugeben, um bei näherungsweise gleicher Teleskopqualität vergleichbare Abbildungsqualität zu erzielen. Der Mythos fußt in erster Linie auf dem gängigen Verfahren, gute Refraktoren mit schlechten Newtons zu vergleichen und davon gibt es leider reichlich Beispiele, denn das simple Prinzip lädt geradezu dazu ein, einen Newton billig und/oder wenig funktionell zusammenzuschustern. Auch der fotovisuelle Kompromiss mit letztlich doch mangelnder Tauglichkeit für beide Anwendungen ist ein gängiges Erfolgsrezept für Verkäufer und billiges, aber herausragendes Beispiel für Mythologen.

Im Umkehrschluss wird dann gerne dem Newton ein exorbitant hoher Strehlwert abverlangt um die Zweifler zu bekehren, was letztlich zur explosionsartigen Vermehrung von Teleskopspiegeln aller Größen mit zertifizierten Strehlwerten über 0,975 führt. Diese Zettel mit bunten Bildchen und Diagrammen sind nur leider zu oft nicht das Papier wert auf dem sie stehen, weil Mist messende Hersteller sie achtlos erstellen oder Händler solche Zertifikate ordern und es immer jemanden gibt, der für Geld Erwartungshaltungen erfüllt. Einen Prüfer zu überprüfen erscheint dann zumindest diesen Beteiligten paradox.

Einige wenige unabhängige Hobbytester leisten hier vertrauenswürdige und nachprüfbar gute Arbeit, sind es aber längst leid, gegen die Machenschaften der Papiertiger anzutreten und sich mit ihnen zu streiten. Immerhin gibt es inzwischen Leute genug, die erkennen können, was an diesen „Waschzetteln“ nicht stimmt und in der zunehmend aktiven und zahlenmäßig stärker werdenden Hobbyschleifergilde verbreiten sich gute Messapparaturen die reproduzierbare, stimmige Ergebnisse liefern, immer mehr. Die Hochzeit der Waschzettel nähert sich wohl ihrem wünschenswerten Ende und schon weicht das Marketing auf höhere Reflektionsgrade bei Verspiegelungen und weniger gut messbare Parameter wie „Superglätte“ als angeblich wichtige Parameter aus. Allein der Beweis der unterstellten Eigenschaft und ihres Nutzens schwankt in der Praxis zwischen marginal bis nicht zu erbringen.

Sicher kann man z.B. einen astigmatischen Spiegel, der aufgrund dieses Fehlers nur 0,8 Strehlpunkte erreicht, sehr glatt polieren. Ein sehr guten Spiegel mit 0,95 Strehlpunkten hingegen ist nahezu automatisch auch sehr glatt, hätte er die Form für diesen hohen Strehlwert aber nicht die erforderliche Glätte, würde er bei einer Messung auf heutigem Stand den hohen Strehl nicht erreichen. 

Nun gut, unser 16“ f/4,5 Spiegel ist z.B. so ein mit buntem, diagramm- und bildreichem Waschzettel auf 0,975 Strehlpunkte zertifizierter Überspiegel der in den Sterntests (auch mit unterschiedlichen Fangspiegeln) so eben an der Beugungsgrenze knabbert, also die 0,80 Strehlpunkte wohl kaum überschreitet, eher etwas darunter liegt. Es ist gar nicht so leicht, mit einem 16-Zöller einen aussagefähigen Sterntest zu machen, denn ungestört von Seeing auf wenigstens 600fach, besser 800fach zu vergrößern, ist extrem selten möglich, aber mit Erfahrung und vielen Anläufen kann man klar erkennen, dass der zertifizierte Wert reine Fantasie ist.

Ohne jahrelange Erfahrung mit unterschiedlichsten Spiegeln ist es absolut nicht einfach, einen solchen Betrug zu erkennen. Dies gelang dem Erstbesitzer des Spiegels z.B. nicht, allein schon weil er gar nicht zweifelte.

Auch der 12 Z oll f/5,3 in der Mythossäge stammt zwar aus angeblich besserem Hause, der Spiegelträger ist aus Pyrex und versprochen wurde eine exzellente Qualität, deutlich besser als beugungsbegrenzt. Er hält wohl knapp die Beugungsgrenze, besser ist er allerdings nicht.

Das ist aber auch nur durch umfangreiche Sterntesterei mit ähnlichen Tücken wir beim 16er und mit viel Erfahrung wirklich zu erkennen, denn so seltsam es auf den ersten Blick scheint, ein 12-Zöller mit 0,8 Strehlpunkte knackt immer noch mühelos einen wirklich guten10-Zöller mit 0,9 + X Strehlpunkten in den allermeisten praktisch sinnvollen Beobachtungsdisziplinen.

Es gibt durchaus erfahrene Deepsky Beobachter, die zwar jahrelang unbestimmte Zweifel am eigenen 12 Zoll Teleskop hegten, aber nicht erkannten, dass sie da einen NULL-Strehler hatten.

Der 12 Zoll Spiegel der Mythossäge fällt in der Beobachtung eigentlich nur dadurch auf, dass er schon recht früh, also bei mittleren Vergrößerungen, zunächst beinahe unmerklich anfängt dickere Sterne zu zu produzieren, was vor allen Dingen und zuerst die helleren Sterne betrifft. Auch könnten m.E. schwache Kontraste am Planeten, also z.B. in den Jupiterbändern, etwas knackiger und farbiger kommen, aber bis zu 350fach versagt das Teleskop keinesfalls und mehr war für mich in den letzten beiden Jahren seeingtechnisch noch nicht so sauber drin, um in Richtung 450fach (0,7 mm AP) ein finales Urteil abzugeben.

Ich hatte mal einen 8“ f/6 Newton/Dobson der 0,8 Strehl ans Auge lieferte. Der konnte 0,7 mm AP (300fach) sehr gut und ließ auch das Aufblasen des Bildes (ohne Detailgewinn) bis 400fach klaglos zu, warum also nicht, wir werden sehen!?

Die Jagd nach dem Spiegel mit 0,99 Echtstrehl ist extrem teuer, mit zunehmender Spiegelgröße schwieriger und rentiert sich in der Beobachtungspraxis nur, wenn man sich auch den passenden Fangspiegel, eine perfekte Mechanik und thermische/optische Beherrschung auf die „Abschussliste“ setzt. Das geht sogar für die meisten Beobachtungen billiger, wenn man akzeptiert, etwas mehr Öffnung als für den seltenen perfekten Idealfall zwingend notwendig durch die Gegend und an den passenden Beobachtungsort zu schleppen.

Der Fall, dass die Mythossäge mit dem wirklich nicht perfekten 12 Zoll Spiegel oder auch mit dem deutlich zu hoch obstruierten, aber guten 6 Zoll Spiegel gegen bessere Spiegel in anderen Teleskopen besser aussieht ist gar nicht mal selten, denn allzu oft scheitern gute Hauptspiegel an ungenügenden anderen Komponenten des Teleskops oder schlicht an schlampiger Justage.

Ich meine feststellen zu können, dass wirklich schlechte Hauptspiegel unter 0,8 Strehlpunken zumindest in der gängigen Klasse zwischen 6 Zoll und 10 Zoll inzwischen seltener sind als Leistungsvernichtung durch andere Fehler am Teleskop.

Abschließend kann ich aus meiner Praxis heraus feststellen, dass ein sehr guter Hauptspiegel mit über 0,9 oder gar über 0,95 echten Strehlpunkten, die grundsätzlich die Basis für ein wirklich gutes Teleskop ist. Man hat damit auch eine Basis die mehr Fehler verzeiht als z.B. ein Hauptspiegel der gerade mal 0,8 Strehlpunkte erreicht. Diese höhere Fehlertoleranz ist allerdings weitaus kleiner, als vielfach geglaubt wird.

Ab 12 Zoll, allerspätestens ab 16“ aufwärts lohnt es sich zwar sicherlich immer noch, wenn ein Spiegel einen möglichst hohen Echtstrehl hat und das Teleskop auch entsprechend gut zu bauen, es ist aber weitaus wichtiger, dass so ein Spiegel, besser gesagt das ganze Teleskop, in etwa die Beugungsgrenze hält. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass man sehr selten die Gelegenheit bekommen wird, vom Seeing ungestört so hohe Vergrößerungen an einem passenden Objekt anzulegen, dass das dann erst sichtbare tatsächliche Auflösungsvermögen von einem perfekteren Spiegel(teleskop) nach unten abweicht.

Wer bis hier hin gelesen hat um nun den Widerspruch zur Entzauberung des Mythos vom seeingresistenten Kleinteleskop und seiner besseren Eignung für hiesige Bedingungen erkennen zu wollen, der hat einfach ein Problem mit der Tatsache, dass die Lichtsammelleistung eines brauchbaren 16-Zöllers geeignet ist, ein vorhandenes, schwaches Objekt hell und klar dort zu zeigen, wo ein perfekter 6-Zöller genau nichts außer schwarzen Himmel zeigt.

 

Wo ich gerade bei den großen Teleskopen bin wende ich mich mal dem noch gar nicht so alten Mythos zu, dass man mit einem guten Spiegel wenig bis gar nicht gegen Streu-/Störlicht unternehmen muss.

Es gab schon immer wieder mal Teleskope, die leicht, luftig und transportabel gebaut wurden. Einarm- und Skelettbauweise, Teiltuben und Stangen zwischen Spiegelzelle und Hut.

Gerade der Trend zu immer größeren Spiegelteleskopen als Dobsons erfordert Zerlegbarkeit und Gewichtsersparnis zwecks besserer Transportierbarkeit.

Die Mythossäge als 12-Zöller in Volltubusbauweise mit solider und wegen des fast mittigen Drehpunkts entsprechen hoher Bauweise bringt es auf über 40 Kilogramm, wovon nur schlappe 10 Kilo auf den integrierten 6-Zöller und die erforderlichen Anbauten entfallen.

Es gibt geniale Leute, die bauen 20-Zöller und unterschreiten die 30 Kilo Marke dabei locker. Das geht nur mit leichten, dünnen, perfekt gelagerten Spiegeln und in ausgeklügelter Skelettbauweise.

Um solche Teleskope vor Stör-/Streulicht zu schützen kommen so genannte „Socken“ zum Einsatz, also möglichst lichtdichte und gleichzeitig leichte Stoffhüllen.

Die Idee von Leuten, die so etwas für unsinnig halten ist dann, dass Streif-, Stör- und Falschlicht ja gar nicht in den Fokus gelangen kann, weil der Spiegel ja nur Licht unmittelbar aus dem Strahlengang, also senkrecht von oben empfängt und verwertet, gerne wird auch noch der Vorteil des luftigen und damit für die Temperaturanpassung günstigen Aufbaus verknüpft.

Eher ungewollt, weil auf einem Fehler basierend, lieferte die Mythossäge eines Nachts sehr anschauliche Beweise und Einsichten gegen solche Ansichten.

Wie es so ist, konnte es gar nicht schnell genug gehen, das Teleskop fertig zu stellen und unter den Himmel zu bringen. Es funktionierte dann auch so gut, dass zunächst mal nur noch beobachtet wurde, Restarbeiten wurden vertagt.

Eines Nachts, auf der ordentlich dunklen Wiese war es dann so weit, Jupiter kam in beobachtenswerte Höhen über dem Horizont und sollte mit dem Zoom auf Basis des 7er Nagler T6 doch einen erbaulichen Anblick in stattlicher Größe bieten können.

Das Seeing war gut genug, 5-6 mm Okularbrennweite zuzulassen, mit Geduld für gute Momente auch mehr. 250 bis 300fach, da geht schon was. Also stellte ich mich auf eine längere, detailreiche und genussvolle Jupiterbeobachtung ein. Ein Okular mit großen Eigengesichtsfeld ist am Dobs dafür bekanntlich nicht schlecht, wobei auch das größte Feld den recht kleinen Bereich beugungsbegrenzter Abbildung in der Mitte des Felds kaum größer macht, man hat halt mehr Zeit und Ruhe den Planeten, immer wieder neu ansetzend, durch eben diesen Bereich laufen zu lassen.

Ich fuchse mich also ein wenig rein und ein versierter Mitbeobachter kommt auch mal zum Zuge. Ihm fällt dann zuerst auf, dass Jupiter beim Durchlauf auf einer Seite wesentlich bessere Details zeigt, als auf der anderen. Wir finden heraus, dass es in der Mitte des Feldes mitten durch den Planeten eine Diagonale gibt. Auf einer Seite ist die Abbildung wesentlich kontrastreicher als auf der anderen. Ich kann machen was ich will, Jupiter läuft von rechts oben in den guten Feldbereich hinein, zeigt in ruhigen Momenten scharfe Details, um schon ab der Feldmitte nach links unten wieder deutlich flau zu werden. Das ist eindeutig nicht Seeing, da läuft eine Linie durchs Feld, ab der die Abbildung wieder schwächer wird. Ich habe sie unten mal eingezeichnet.

 

 

 

Aua, was ist das? Justage wird überprüft, der Sitz des Okulars, alles passt. Das Zoomset kommt wegen Verkippung und Streulichtproduktion in Verdacht, aber an einem anderen Teleskop ist es in Ordnung. Ein anderes Okular zeigt ähnliches, Wechsel auf den kleinen Spiegel bringt Besserung, aber da ist auch viel weniger Auflösung im Spiel. Wo klemmt es im Strahlengang, das ist die Frage der ich dann nachgehe und ich will es abkürzen.

Im Kern handelt es sich beim Tubus um einen ausrangierten, serienmäßigen GSO Blecheimer.

Der Tubusüberhang ab Mitte OAZ zur Öffnung hin beträgt 130 mm. Ich habe dann festgestellt, dass ich bereits beim gar nicht mal sehr schrägen Blick durch den Okularauszug aus dem Tubus herausschauen kann. Die ohnehin geplante, aber eben auf die Schnelle noch nicht gefertigte Tau-/Streulichtkappe (1,5 x D-Tubus über obere Fangspiegelkante) beendete das Spiel, das Bild ist nun mit jedem Okular homogen, scharf und kontrastreich.

Dieses Teil aus alukaschierter Schaummatte mit Veloursinnenverkleidung parkt nunmehr immer unten am Tubus und wird bei nächtlicher Beobachtung an der Öffnung aufgesteckt.

 

  

 

Dazu sei noch bemerkt, dass der Fehler ohne diese beinahe als scharfe Trennlinie zu bezeichnende Zweiteilung des Jupiterbildes wohl kaum aufgefallen wäre, denn es gab auf der schwächeren Seite auch schon genug zu sehen, was da fehlte kann man ohne den Vergleich durchaus auch als gute Abbildung bezeichnen oder halt auf Seeing schieben.

Eventuell war das Erkennen des Sachverhalts sogar von der konsequent durchgeführten Innenschwärzung des Tubus abhängig, eine wirklich extrem helle Störlichtquelle konnten wir gar nicht ausmachen. Es war halt der normale Landhimmel mit etwa 6 Mag, im Zenit etwas mehr, am Horizont mit einigen Aufhellungen und direkt sichtbare künstliche Beleuchtung gibt es dort in Form einiger weniger Straßenlampen und erleuchteter Fenster vom Dorf deutlich unterhalb des Platzes und genügend großem Abstand. Winzige Lichtkleckse deren direkten Anblick man bei Deepsky Beobachtungen vermeiden kann und sollte, die aber bei der Planetenbeobachtung nicht stören, da hier die Dunkeladaption ohnehin weder möglich noch nötig ist.

Diese Erfahrung aus Unwissenheit oder auch nur Unbedachtheit hat noch einige Versuche nach sich gezogen und so konnte klar erkannt werden, dass z.B. ein sehr offen gestalteter 8“ Gittertubus selbst an diesem recht guten Standort massive Einbußen an Seherlebnis, hauptsächlich Kontrast brachte.

Hier war z.B. auch die Annäherung einer Person mit eingeschalteter, „astrotauglicher“ Rotlicht-Stirnlampe schon aus 10 Metern Entfernung durch einen rötlichen Komplettschein oder auch Streiflichter und bei weiterer Annäherung sogar durch harte, rote Reflexe erkennbar. Zwei leichte, gut angepasste Halbschalen aus Isoschaummatte machten dem Spuk ein Ende. Streu-/Störlicht schlägt auch nicht, wie z.B. Seeing oder auch ein Qualitätsdefizit erst bei höherer Vergrößerung zu. Nein, das beginnt schon bei großer AP und geringer Vergrößerung, ja es wirkt sich bei ohnehin schon schlechten Bedingungen und einen durch Lichtsmog grauen Himmel zusätzlich deutlich verschlechternd aus. Fehlender Streulichtschutz wird hier nicht unbedingt einem 20-Zöller die Schau gegenüber einem 10-Zöller stehlen, aber ein diesbezüglich gut gerüsteter 10er sieht eventuell gegen einen ansonsten gleichwertigen12-Zöller ziemlich gut aus und der Unterschied bei gleicher Öffnung und Qualität ist geradezu fatal.

Die Mythossäge ist, wie eingangs bereits erwähnt, für schnelle, spontane Transporte unzumutbar schwer und so wird der 12“ Spiegel sein zweites, leichtes, transportables Gitterrohrkleidchen für den Feldeinsatz bekommen. Ohne Socke geht da bei mir aber gar nichts und die Minimalausstattung wird, selbst an dunkelsten Standorten, noch einen großen Störlichtschild gegenüber dem OAZ sowie eine einstellbare Irisblende direkt vor dem OAZ beinhalten. Der Mehraufwand ist für mich im Vergleich zum Nutzen gering.

Der Trend zum großen Teleskop als möglichst steifem, zerlegbarem und leichtem Gitterrohrkonstrukt ist konsequent und logisch. Ich sehe die Schmerzgrenze für den häufigen Transport von Volltuben bei 8-10 Zoll Öffnung f/6 bis f/5 erreicht und ich weiß durch die Mythossäge auch den Mythos vom starken, belastbaren Mann einzuschätzen.

Zwar kann ich das Teleskop mittels einer eigens angepassten Sackkarre auf der ich es sicher verzurre locker bewegen ohne je mehr als 20 Kilogramm zu heben, man kann so sogar Treppen überwinden, aber ich brauche schon 15-20 Minuten um das Teil vom Haus auf die Terrasse zu schaffen. Auch die Autoverladung des Dobsons (am Stück in den Altea XL) dauert 15 Minuten und lange Strecken auf unebenen Wiesen, Steigungen und Gefälle fahren sich trotz großer Luftbereifung nicht sehr komfortabel. Für eine Stunde Beobachtungszeit tu ich mir das nicht an, ich wäge schon bei zwei Stunden ab und erst drei Stunden, besser noch eine ganze Nacht oder ein mehrtägiges Treffen machen die Entscheidung zugunsten des Monsters leicht. Es gibt halt noch einen überaus leckeren, leichten und schnell einsatzbereiten 6“ f/6 und einen wirklich überraschend leistungsfreudigen 114/660er Dobson im Haus sowie einen 16-zölligen Gitterdobs mit Socke in erreichbarer Nähe der direkt an einem wesentlich dunkleren Standort parkt.

 

 

Auch der hat inzwischen eine Vollsocke und ein großes Störlichtschild gegenüber dem Okularauszug.

 

 

 

........Fortsetzung folgt