25/26.05.2020 - Komet Panstarrs, M 81/82, ISS ...........

 

Nachdem ich die gute Nacht mit der größten Annäherung des Kometen C/2017 T2 (PanSTARRS) an M 81/82 verpasst hatte ergab sich in der gestrigen Nacht nochmal aufklarender Himmel und ein gutes Beobachtungsfenster.

So wurde der 12 Zöller auf der Terrasse flott gemacht.

 

Bei 303 mm Öffnung mit 1600 Brennweite kriege ich M81/82 und die kleine NGC 3077 schön ins Feld des 28er UWA und auch des 20er Lunt. Das 38er SWA mit leichter Über-AP für diese Bedingungen und nur wenig mehr Feld blieb im Koffer.
Für den Kometen musste ich also das Feld oval machen, immer in Richtung NGC 3077, bei der ich die Beschriftung vergessen habe, ziehen und dann kam der Komet rein. Daher kann es sein, dass ich den Abstand etwas zu gering geschätzt habe.

Aber egal, der Anblick war sehr nett. Der 12er ist schon ein mächtiges DS-Rohr. Das hab ich jetzt wieder richtig bemerkt, nachdem ich längere Zeit ausschließlich mit dem 6-Zöller unterwegs war.  Der ist auch sehr nett, aber Öffnung......,......okay fünf Euro ins Phrasen-Schwein.

 

  

Um 23.15 Uhr, als die Straßenlampen aus waren ging schon was, aber richtig gut wurde es erst eine halbe Stunde später. Der Schweif kam dann erst als Stummelchen (ist ja auf Fotos viel länger) und erst mit Augenverbiegen und dem 20er Lunt sicher. Ähnlich verhielt es sich mit den etwas besser greifbaren dunklen Binden der Zigarre (M 82).


Wenn M 97 ohne Filter hell ist und Andeutung von Augen zeigt, dann ist es von den äußeren Bedingungen her wirklich okay und das war dann auch so. Ich mag den Anblick gemeinsam mit der Spiralgalaxie M 108 in einem Feld sehr gerne.

Der fernen Welteninsel, schauen wir schräg auf die Kante, was sie langgestreckt erscheinen lässt und sogar leichte Variationen im hellen, schmalen Kern sind mit höheren Vergrößerungen schemenhaft drin.

Der planetarische Nebel zeigt mir seine Sternleiche nicht, allerdings ist er nahezu perfekt rund und dem ausdauernden Beobachter, der auch mal indirekt schaut, offenbaren sich zwei dunkle, ungleich große Stellen, in der ansonsten homogenen Nebelhelligkeit, eben die Augen der Eule.

 

  

 

Ein Schwenk zu Messier 51, die Whirlpoolgalaxie bringt ebenfalls recht Erbauliches. Die große GX zeigt nicht nur den sehr hellen Kern, sondern auch einige helle Stellen der äußeren Spiralstruktur sowie die Andeutung einer Brücke zur eng benachbarten NGC 5195.

Das geht bei Weitem nicht immer. Schon gar nicht zu Zeiten der "weißen Nächte" ohne volle astronomische Dunkelheit aus dem eigenen Garten, auch nicht mit 12 Zoll Öffnung. Eventuell wenigstens ein kleiner Vorteil der derzeit mangelnden (Flug)Mobilität und sonstiger Einschränkungen.

 

  

 

 

Das bringt mich auf die Idee, nochmal nach der Sombrerogalaxie zu schauen.

M 104 leidet besonders häufig unter Dunst und Lichtsmog, weil sie bei uns nie so arg hoch über den Horizont kommt. Ich wollte sie schon immer mal mit diesem prägnanten, Schürhaken ähnlichen Sternmuster zusammen zeichnen, welches mir so häufig den rechten Weg weist, wenn ich mich beim Peilen über das gleichschenklige Dreieck von Spica und Gamma Virgo mit der GX als Spize auf dreiviertel Weg zum Raben mal etwas verschätze.

 

    

 

Schon mit dem 20er Lunt bei 80fach ist das Glimmen der oval länglichen Galaxie von einer haarfeinen Verdunklung, dem Staubband, durchzogen und der "Schürhaken" ist mit im Feld. Was will man mehr, ein schöner Abschluss mit zugehöriger Skizze für zwei Stunden erfreulicher Beobachtungen.

 

Erwähnenswert ist noch ein ISS-Überflug irgendwann um Mitternacht oder etwas später. Die Raumstation fiel mir zufällig früh genug auf, sodass ich mit dem 20er Okular und eingeschobenem Baader O III Filter leicht vorhalten und dann noch ein Stück weit nachführen konnte. Den O III hatte ich mal bei einem früheren Versuch zufällig drin. Die Lichtdämpfung war und ist ideal, man kann die Sonnensegel und den Stationsrumpf klar erkennen und von der Farbe her erinnert sie mich dann ein wenig an meine früheren Vorstellung von den Schiffen der Frogs aus "Raumpatrouille Orion".