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		<title>Equipment</title>
		<description><![CDATA[Günther's neue private Seite ]]></description>
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		<lastBuildDate>Sun, 14 Sep 2025 16:31:16 +0000</lastBuildDate>
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			<title>Teleskope</title>
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			<description><![CDATA[<p>Aktuell am Start sind in 90% aller Fälle drei Teleskope.</p>
<p>Zum Ersten der extrem transportable, schnell und aus dem Stand einsetzbare 6 Zoll f/4,8 Dobson. Ein sehr gutes Weitfeldteleskop, sehr gute Optik mit gut 3,5° erreichbarem Feld auf der einen und sauberen Hochvergrößerungsmöglichkeiten bis 200/250fach auf der anderen Seite. Da hilft schon mal, auch bei nur 150 mm Öffnung, die gute Tubusisolierung und der regelbare saugende Lüfter. <em>Dieser Newton produziert wegen seiner (selbst)gebogenen Fangspiegelspinne keine Spikes, was aber so gut wie niemandem (auch versierten Beobachtern nicht) auffällt. Das Thema Spikes wird, wie auch das Thema Obstruktion, in Forendiskussionen oft hochgekocht. Auf den Wiesen, mit dem Auge am Okular, das Objekt der Begierde im Blick, spielt es kaum eine Rolle.</em></p>
<p>Aktuell Ende Juli 2020 bekommt das Teleskop einen neuen, flachbauenden Okularauszug aus dem 3 D Drucker von Dennis, Schaun wir mal, was die Tests ergeben.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/OAZ_mit_Spinnendurchfhrung.jpg" alt="" width="186" height="105" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/Hhenunterschiede.jpg" alt="" width="184" height="103" />&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/Bino_Fokuslage.jpg" alt="" width="184" height="103" /></p>
<p>Bis jetzt siehts gut aus, mehr Ausleuchtung und ein etwas länger ausgezogener Tubus. Genaueres findet sich am Ende der fortlaufend die Entwicklungen spiegelnden Bildergeschichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Zweiten der noch handliche und für mich allein noch leicht transportable 12 Zoll f/5,3. Mit guter Optik und Öffnung für Deep-Sky prädestiniert, aber auch sehr leistungsstark an allen Objekten des Sonnensystems. Bei mir das unverzichtbare Beobchtungsgerät für ALLE Fälle und wann immer es geht erste Wahl mit Isotubus, Filterschieber regelbarer Belüftung und Tau-/Störlichtkappe.</p>
<p>Zum Dritten unser Gemeinschafts Dobson, mit 16 Zoll Öffnung immer eine Zusammenkunft wert. Inzwischen mit Stör-/Streulichtsocke, Fangspiegelheizung, Belüftung und Filterschieber.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/6er3.jpg" alt="" width="161" height="287" />&nbsp;&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/12_f_5_3_dobs.jpg" alt="" width="162" height="289" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/p1090079.jpg" alt="" width="218" height="291" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eine flug-/handgepäcktauglicher 8 Zoll Reisedobson ist neu hinzu gekommen und hat uns im Juni 2021 nach La Palma begleitet. </strong></p>
<p>Eine ausführliche Baubeschreibung zu dem, ausschließlich mit Heimwerkermitteln durchgeführten, Projekt habe ich inzwischen <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/22-teleskope/103-8-zoll-reisedobson" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> eingestellt, da ist bereits ein erstes Tuning enthalten. An dieser Stelle ein paar Bilder des Teleskops.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_5281.jpg" alt="" width="232" height="199" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_5288.jpg" alt="" width="163" height="202" />&nbsp;&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/mit_fettem_Okular_klein.jpg" alt="" width="151" height="201" /></p>
<p>In <strong>"<span style="font-size: 12pt;">astronomie</span> - DAS MAGAZIN"</strong>, Ausgabe 19, ist schon ein Bericht zu lesen.&nbsp; Der HP-Bericht <strong><a href="https://localhost/astrozoom/index.php/beobachtungsberichte/35-la-palma21/99-la-palma-im-juni-2021" target="_blank" rel="noopener noreferrer">La Palma im Juni 2021</a></strong> ist&nbsp; fertig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In Der Folge nun die Entwicklung bis hier hin. </strong></p>
<p>Im letzten Teil anhand eines 8 Zoll f/5 Dobsons auch sehr ausführlich, viele Telskope, viel Bastelei, eben ein spannendes Hobby.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser <strong>8" f/6 Dobson</strong> war nach dem 114/900er und einem völligen&nbsp; GoTo Fehlkauf die Initialzündung fürs Hobby an sich und für die im ersten Bild bereits an kleineren Veränderungen erkennbaren Versuche, Mängel abzustellen, Verbesserungen zu erzielen und schließlich das Optimum aus gegebener Öffnung und Qualität herauszuholen. Die alten Bilder zeigen die Entwicklung vom annähernden Urzustand, zum Aufsatteln des 70 mm Richfielders der schließlich durch einen 100 mm Richfielder ersetzt wurde. Schön aussehen geht anders, aber zum Durchsehen war er schon sehr gut.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/200_1200_GM.jpg" alt="" width="291" height="468" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Kopie-von-G1.jpg" alt="" width="256" height="469" />&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/atb08_dobtuningtotal.jpg" alt="" width="570" height="583" /></p>
<p>&nbsp;----------------------------------</p>
<p>Die Baustelle des <strong>114/660er Newtons</strong></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/img_2264.jpg" alt="" width="571" height="381" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/img_2263.jpg" alt="" width="570" height="380" /></p>
<p>auf der RB des 150/900ers schon voll funktionsfähig,</p>
<p>unten fertig mit eigener Box und Stummelstativ, welches auch als Hocker dienen kann</p>
<p>&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Newtondobs2.jpg" alt="" width="278" height="494" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Newtondobs1.jpg" alt="" width="278" height="494" /></p>
<p>und dann die endgültige Version mit der Standard-Unterstellkiste auf dem Balkon. Mit dem geänderten Frontbrett bietet die Box nun für Testzwecke Tuben bis 150 mm Durchmesser Platz.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/114er2.jpg" alt="" width="279" height="497" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/114er3.jpg" alt="" width="278" height="495" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unten der 150/900er Newton/Dobson im Einsatz auf dem Balkon. Mit Bino und Astrosolar Sonnenfilterfolie visuell zur gefahrlosen Sonnenbeobachtung. Ein IR-Sperrfilter ist im Binoansatz integriert.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/img_0957.jpg" alt="" width="581" height="874" /></p>
<p>inzwischen musste er wegen der Nähe zum 200/1000er Dobson, der ihn auch ohne Planetenoptimierung einfach in allen Disziplinen überflügelte, der kürzeren, transportableren und weitfeldtauglichen Variante mit dem 6 Zoll f/4,8 Spiegel aus der Mythossäge weichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/6er3.jpg" alt="" width="281" height="500" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/6er4.jpg" alt="" width="281" height="501" /></p>
<p>Der ist richtig handlich, sehr schnell einsatzbereit und auch in Hochvergrößerung wirklich nicht schlecht, was er ja schon in der Mythossäge mit viel zu großem Fangspiegel bewiesen hat.</p>
<p>Das Restteleskop der Mythossäge wurde darauf hin mechanisch runderneuert, die Box deutlich niedriger und auch der Tubus leichter, sodass sich Transport und Handhabung deutlich leichter und angenehmer gestalten.</p>
<p>Es blieb bei der bewährten Ausstattung mit Isotubus und zuschaltbarer, regelbarer Belüftung.&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/20190815_200510_2.jpg" alt="" width="357" height="399" /></p>
<p>Hier ein Bild direkt nach dem Umbau mit Isotubus, angebauten Ablagen für Okulare und Filter sowie dem taugeschützten Kartenfach darunter. Die Suchereinheit ist im Bild schlecht zu erkennen, es ist die bekannte Kombi aus 9x50 Winkelsucher mit beleuchtetem Doppelfadenkreuz und Rigel-Quickfinder, welche weiter unten im Bild gezeigt wird.</p>
<p>Der 300/1600er Newton/Dobson mit integrierten 150/739er Großfeldspiegel unten rechts ist also inzwischen Geschichte und wartet auf ein Update durch Gewichtsreduzierung und Modernisierung.</p>
<p>Daneben zusammen mit den 150/900er Dobson zum Vergleich</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/hpim3425.jpg" alt="" width="281" height="377" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/hpim3098.jpg" alt="" width="281" height="377" /></p>
<p>Das Ding mit dem Doppelspiegel geht so:</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/hpim3428.jpg" alt="" width="281" height="210" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/hpim3429.jpg" alt="" width="281" height="210" /></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/hpim3427.jpg" alt="" width="281" height="209" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/hpim3360.jpg" alt="" width="281" height="210" /></p>
<p>Schublade (mit dem kleinen Spiegel) raus oder rein, großer saugender Lüfter, starke Federn</p>
<p>und Flügelmuttern zur einfachen und stabilen Hauptspiegel-Justage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;Der <strong>400/1800er</strong> als Neuzugang kurz vor dem Erwerb,</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/p1090079.jpg" alt="" width="571" height="760" /></p>
<p>Der 400/1800er als Neuzugang kurz vor dem Erwerb, das ist nun auch schon wieder Jahre her. Mir gehört ein Fünftel, womit auch</p>
<p>klar ist, dass ich nicht nur alleine sondern sehr häufig in einer kleinen Gruppe von Freunden</p>
<p>beobachten kann</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/kopie-von-img_8351.jpg" alt="" width="570" height="380" /></p>
<p>Es ist angerichtet, die Nacht kann kommen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2017 bis 2018 entstand die Idee aus Restbeständen einen<span style="font-size: 12pt;"> <strong>8" f/5 Dobson</strong></span> aufzubauen, das Ergebnis kann sich sehen lassen</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Tubusverlngerung-8-zoll--039.jpg" alt="" width="571" height="321" /></p>
<p>und <strong>kommt mit Lüfter, Tubusisolierung Taukappe, visueller Optimierung&nbsp; pp sehr meiner Idee von Ausnutzung gegebener Öffnung und Leistung durch geeignetes Tuning entgegen</strong>.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Tubusverlngerung-8-zoll--044.jpg" alt="" width="280" height="498" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Tubusverlngerung-8-zoll--043.jpg" alt="" width="280" height="498" /></p>
<p>Die Sucherkombination in ihrer Anordnung und die Unterstellkiste schonen den Rücken. Solche Überlegungen werden zusehends wichtiger.</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Für Interessierte kommt im Anschluss ein etwas längerer Bericht zur Entstehung:&nbsp;</strong></span></p>
<p>Die Idee dazu kommt mit einem plötzlich in der Astrogruppe verfügbaren <br /><strong>-8 Zoll f/5 Hauptspiegel</strong> <br />und der Blick in die Resteecke fördert einen<br />-zu kurzen <strong>Walzblechtubus</strong> von einem 8 Zoll f/5 "Konus"-Kugelspiegel ohne Spiegel und Zelle mit <br />-<strong>Tubusabschlussringen aus Guss</strong> und <br />-fetter FS-Spinne aus Guss im vorderen Ring<br />eine<br />-<strong>FS Spinne von einem 6-Zöller</strong><br />einen<br />-<strong>2 Zoll Skywatcher OAZ</strong> schwergängig und geräuschvoll eiernd <br />einen <br />-<strong>56er FS und einen 52er FS</strong> unbekannter Herkunft <strong>zur Wahl</strong><br />-eine <strong>Selbstbaurockerbox</strong> vom 6 Zoll f/6 Newton die auch einen schlanken 8-Zöllter zwischen die Wangen nehmen kann zu Tage.<br /><br />Damit lässt sich sehr viel anfangen, wenn die Teile okay oder ans Laufen zu kriegen sind.</p>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;"><span style="font-size: 10pt;"><b>Der Hauptspiegel </b></span><span style="font-size: 10pt;"><b><br /></b></span></div>
<p>ist das Herz des Ganzen. Bevor nun aus der Idee ein echter Plan wird nehme ich also mal diese Hauptkomponente unter die Lupe.<br />Der Parabolspiegel stammt aus einem Selbstbauteleskop, wurde hauptsächlich fotografisch mit sehr großem FS, also annähernd 40% Obstruktion genutzt und zeigte trotzdem auch visuell gute Abbildungsleistung. Es liegt sogar ein belastbares und überprüfbares Zertifikat vor, welches 0,84 Strehlpunkte auswirft, wobei der Strehl fast ausschließlich durch einen recht massiven Zentralberg gedrückt wird. Verschwindet der hinter einem FS ausreichender Größe geht der Strehl auf über 0,9 hoch.<br />Dieser geprüfte Spiegel mit sicherer Qualität wurde zuvor mehrfach (auch online) zum Verkauf angeboten, es wollte ihn aber niemand haben, zumindest nicht für einen angemessenen Preis und verschenken wollten wir ihn auch nicht. Offensichtlich hoffen viele Leute unsinniger Weise auf 100 Punkte beim China-Qualitätslotto und/oder die handselektierte Ausnahmequailtät vom Onlinehändler wobei natürlich der Originalkarton auch noch original verschlossen sein muss, da man ja ansonsten sicherlich Retouren angedreht bekommt.<br />Das ist nun mein Glück, das gute Schätzchen blieb im Fundus bis wir nunmehr das Potenzial als Gemeinschaftsteleskop, zusätzlich zum 16-Zöller und zu meinem 12-Zöller, erkannt haben.<br /><br />Mit<br /><br />200 mm Öffnung und<br />1000 mm Brennweite<br />also ~ 8 Zoll f/5 und von<br />30fach bei 7 mm AP und 2,5° Feld bis<br />300fach bei 0,7 mm AP<br /><br /> ist alles drin, wenn es denn gut läuft. Das konnte das Spiegelchen ja schon mal recht gut zeigen als es noch in einem Fotonewton mit 70ger Fangspiegel werkelte, also warum nicht.<br /><br /></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Hauptspiegel-in-Fassung-8-zoll.jpg" alt="" width="569" height="1011" /></p>
<p><br /><br /></p>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;"><span style="font-size: 10pt;"><b>Der Okularauszug</b></span></div>
<p>macht mir da schon eher Sorgen, obwohl er eigentlich ganz gute Eckdaten aufweist.<br />Es ist ein <br />Skywatcher Crayford mit<br />justierbarer Basis, <br />Untersetzung, <br />69 mm Bauhöhe eingefahren, <br />40 mm Verstellweg.</p>
<p>Die zugehörigen 2 Zoll und 1,25 Zoll Verlängerungsadapter (unten ist das 2 Zoll Teil noch mit im Bild) mit immerhin 40 mm Weg fallen von Anfang an aus der Verlosung, das kann man ganz locker einsparen, zumindest wenn man rein visuell unterwegs ist.</p>
<p>So sieht das auf den ersten Blick gar nicht mal schlecht aus, aber<br />das Rohr ragt bis zu 40 mm in den Tubus,<br />die Okularklemmung erfolgt über 2 Rändelschrauben direkt<br />auf die Steckhülsen der Okulare,<br />das Auszugsrohr steht erkennbar schräg zur Basis,<br />er rutscht entweder durch oder er knarzt und ächzt schwergängig.<br /><br /></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/hpim3016.jpg" alt="" width="280" height="209" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/hpim3012.jpg" alt="" width="280" height="209" /></div>
<p><br />Das letzte zuerst, <br />-der OAZ war mies zusammengeschraubt, ein Stellrad war press auf/an das Wellengehäuse gequetscht, was Widerstand und geräuschvolle Reibung brachte.<br />Auf der Wellenplatte sind immerhin 8 Einstellschrauben und eine Feststellschraube zu sehen, auch da war alles verstellt und die passende Einstellung zu finden, dauerte etwas, war aber schließlich machbar.<br />-Die beiden Metallschrauben zur Okularklemmung wurden durch Kunststoffrändelschrauben&nbsp; ausgetauscht und weil die Passung bei allen mir verfügbaren Okularen und Reduzierungen gut ist, sehe ich da mal kein Problem mehr.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_8-zoll_OAZ1.jpg" alt="" width="571" height="321" /><br /><br />-Damit ist der OAZ den Versuch wert, ob sich eine <strong>Rohrkürzung</strong> machen lässt.<br />Am OAZ Tubus findet man gegenüber der Welle eine der Rundung angepasste Platte montiert, die sich über zwei Schrauben lösen lässt.<br />Daran sind, oben und unten kopfseitig kleine Kugellagerrollen verschraubt, die das OAZ Rohr führen und zentrieren.<br />Die unteren beiden Rollen sind auch am absoluten unteren Ende angebracht, was dann zwangsläufig dazu führt, das das so geführte OAZ-Rohr bei 40 mm Verstellweg auch 40 mm in den Tubus fährt. <br />Ich habe dann die Rollen so weit nach oben gesetzt wie es möglich war, ohne den Verfahrweg einzuschränken.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_8-zoll_OAZ2.jpg" alt="" width="571" height="321" /></p>
<p><br />Das Bohren und Gewinde schneiden von Hand in dem weichen Aluguss ist recht unproblematisch.<br />Damit war eine Kürzung des OAZ-Tubus um 24 mm möglich. <br />Da ragen nun keine 20 mm mehr in unterster Stellung in den Tubus. Wenn ich bei der Festlegung der Fokuslage noch ein wenig aufpasse, ist das kein Problem mehr.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_8-zoll-OAZ3.jpg" alt="" width="571" height="321" /></p>
<p><br />Ich sehe keine Beeinträchtigung der Stabilität. Die Schieflage des Rohres im OAZ-Tubus wurde nicht schlimmer und sie ist über die justierbare Basis auszugleichen. Das Kontrollloch im Tubus ist schon gebohrt.<br />Außerdem werde ich den OAZ eventuell mit der Wellenplatte nach oben am Fernrohrtubus anbringen. Wenn dann schwere Okulare im OAZ sind wirkt das der Schräglage (außen in Richtung Wellenplatte, innen entgegengesetzt) entgegen, zumindest wird sie nicht noch verstärkt, was zu Reibung des OAZ-Tubus an seinem Gehäuse führen könnte.<br /><br /></p>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;"><span style="font-size: 10pt;"><b>Der Tubus</b></span></div>
<p>ist aus dem üblichen Walzblech mit gefalzter Naht.&nbsp; 233 mm Innendurchmesser sind schon recht eng, aber in der Hauptsache ist er mit 830 mm Länge wohl zu kurz für eine vernünftige visuelle Auslegung. <br />Leider (oder auch nicht) ging die Spiegelzelle als Bastelprojekt mit dem f/5 Spiegel an einem Selbstschleifer, der letztlich auch die Kugelgestalt vermessen und nachgewiesen hat. Jedenfalls hatte auch dieses Teil nicht nur einen viel zu kurzen vorderen Überhang, sondern es war durch die Kürze des Tubus auch ein extrem hohen OAZ Turm erforderlich.<br /><br />Erste, wichtige Berechnungen für die Konfiguration des Teleskops <br />müssen nun erfolgen.<br />Wir wissen:<br />Der 8 Zoll Hauptspiegel hat 1000 mm (Nenn)Brennweite das wird später noch genau gemessen. <br />Der Tubus hat 233 mm Durchmesser und mit der geplanten Dämmung 3-4 mm Wanddicke.<br />Der OAZ baut eingefahren 69 mm über Tubus, hat 40 mm Weg, sodass wir den mittleren Fokus bei 90 mm über Tubus liegen haben.<br /><br />Daraus ergibt sich, zu errechnen oder auch mittels einer Zeichnung auszumessen, aber auch einfach mit dem <strong>Programm MyNewton</strong> zu ermitteln, dass<br />-der Hauptspiegel 781,5 mm hinter dem FS sitzen muss, der Tubus gibt maximal 740 mm her<br />-der 56 mm FS bei 28% Obstruktion üppige 15 mm Feld zu 100% ausleuchtet<br />-der optionale 52 mm FS&nbsp; bei 26 % Obstruktion immer noch über 10 mm liegt<br /><br />Wegen des ausgeprägten Zentralberges sind allerdings die 2% mehr Obstruktion gegenüber der Strehlverbesserung durch dessen vollständige Abdeckung absolut zu vernachlässigen. Der Wechsel zwischen den FS wird gegebenenfalls mal ein Experiment für die beobachtende Praxis und es kommt ja auch sehr auf die grundsätzliche Qualität der Fangspiegel an.<br /><br />Immerhin steht auch fest, dass der Tubus hoffnungslos zu kurz ist, zumal durch meine Umbauten am OAZ der möglich Maximalabstand&nbsp; zusätzlich schrumpft.<br />Im Original hatte der Tubus einen OAZ-Turm nötig um den etwa 140 mm über dem Tubus liegenden mittleren Fokus zu erreichen.<br />Ein solcher Aufbau ergäbe mit dem 56er Fangspiegel bei der Ausleuchtung schon einen Wert im Minus, also Öffnungsbeschneidung und mit dem für 10 mm zu 100% ausgeleuchteten Feld erforderlichen&nbsp; 63 mm FS üppige 31,5% Obstruktion. <br />Das ist selbst mit Zentralberg völlig unnötig und damit auch völlig unakzeptabel.<br /><br /><br />Für die fällige Verlängerung des Tubus passt, nicht nur in diesem Fall, sondern auch bei anderen günstigen 8-Zöllern aus Fernost <br /><br /><b>KG Rohr DIN 250 (Abflussrohr)</b><br /><br /></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Rophrabschnitt-din-250.jpg" alt="" width="147" height="261" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverlngerung-und-HS-8-zoll.jpg" alt="" width="411" height="231" /></div>
<p><br />Es hat 250 mm und 6,2 mm Wandstärke, also 237,6 mm Innendurchmesser.<br />Der laufende Meter Rohr wiegt allerdings schon 6 Kilogramm, m.E. meistens zu viel für Kompletttuben.<br /><br />Das bedeutet:<br /><br />- KG 250&nbsp; ist für Tubusverlängerungen an 8 Zoll Newtons ideal<br />- Die Spiegelzellen, zumindest die vom "Konus" lassen sich mit 237 mm Außendurchmesser recht passgenau einschieben. Dadurch sind sie variabel zu befestigen, man kann hier auch nachträglich noch den Abstand zwischen Hauptspiegel und Fangspiegel verändern, wenn man die Tubusverlängerung etwas großzügiger bemisst.<br /><br /><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/8Zoll-Baustelle.jpg" alt="" width="570" height="1012" /><br /><br />Die Tubusverlängerung mit KG-Rohrabschnitten ist primitiv und variabel machbar. Ein genügend langes Stück KG für 100-250 mm Aufstecktiefe mit einer Lage Isolierung und Velours passgenau auffüttern und über Schrauben die aus dem Tubus ragen in Langlöchern (3-5 cm) variabel verschraubbar machen.<br />Dann kann man Spiegelzelle hinten fest montieren und eventuell den Lüfter anbringen.<br /><br />Das mit den Langlöchern muss nicht sein, ist auch etwas Aufwand, hat aber den Vorteil, dass der Selbstbauer&nbsp; auch hier vor (eigenen und fremden) Messfehlern geschützt ist oder auch leicht auf extremes (neues) Zubehör reagieren kann. <br />Wenn man die Tubusverlängerung innen so aufgefüttert hat (oder den Originaltubus außen), dass er schmatzend passt, braucht man so eine Langlochverschraubung eigentlich nicht und es reicht auch weniger Aufstecklänge (5-10 cm).<br />Man setzt das Ding, schiebt halbwegs passend, schaut ob man mit allen Okularen in den Fokus kommt, schiebt so lange bis es absolut passt, bohrt dann durch im Stecktubus vorbereitete Löcher den Originaltubus an und setzt Blechschrauben oder Madenschraubenmit geringfügig größerem Duirchmesser als das Loch. Die fressen sich ihr gewinde selbst und Madenschrauben haben den Vorteil, dass sie komplett im Loch verschwinden.</p>
<p>Man kann übrigens auch sehr einfach und sehr günstig mit einer Rohrmuffe oder Rohrmanschette aus dem Klimabau auskommen, die es unter 10 Euro (nicht das erste 40 Euro Angebot aus der Bucht fischen) in allen möglichen genormten Durchmessern gibt.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/81CiAEA0BcL._SX355_.jpg" alt="" width="313" height="286" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/s-l300.jpg" alt="" width="293" height="285" /></p>
<p>Muffe&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Manschette</p>
<p><br /><br />Sollte eine <b>Umlackierung </b>geplant sein ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Ich habe den Tubus mit Sprühgrundierung und Sprühlack aus dem Baumarkt weiß lackiert. Bei genauem Hinsehen etwas wolkig und auch nicht sehr glatt, aber für mich ganz akzeptabel.<br /><br /><span style="font-size: 12pt;"><strong>Die Hauptspiegelzelle</strong></span></p>
<p>war ja leider nicht mehr vorhanden, nur noch die beiden Tubusabschlussringe. Aus dem vorderen Ring habe ich unten im Bild schon die fette Fangspiegelspinne herausgesägt. Zur Fangspiegelhalterung später mehr, aber hier ist ganz klar für Viele sicher der Punkt erreicht an dem sie zweckmäßiger Weise vorhandene Originalteile nutzen und gegebenenfalls nur etwas modifizieren. Bei mir wird&nbsp; aber munter weitergebastelt.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/8Zoll-vorderer-Abschlussring-Baustelle.jpg" alt="" width="611" height="343" /></p>
<p>Hinten lässt sich der Ring recht passgenau in die Tubusverlängerung schieben und so muss nur noch eine gut justierbare Hauptspiegellagerung an den Tubusabschlussring adaptiert werden. Einige Profilreste von Gardinenstangen kommen da gerade recht um mit ein wenig über den Amboß gebogenen Winkeln zu einem Dreieck vernietet zu werden.</p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;">Zur Justierung werden lange Schlosserschrauben in den inneren Ecken des Dreiecks angebracht. Die Anbringung erfolgt drehbar gekontert, zwischen Beilegescheiben.Den Spiegel halten seitliche Krallen, die nicht auf Berührung mit dem Spiegel angepasst werden, sondern mit einer feinen Silikonnaht als Zwischenraum, den Spiegel ohne Spannung und Druck halten.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Spiegelzelle-8Zoll-2.jpg" alt="" width="299" height="168" />&nbsp; &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Spiegelzelle-8Zoll.jpg" alt="" width="302" height="170" /></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;">Der Spiegel liegt auf drei Korkplättchen. Das ist für die 25 mm dicken Glasklötze, die es gemeinhin in dieser Größe gibt, bei Weitem als Lagerung ausreichend. Als Verbindung zwischen der Spiegelhalterung und dem Tubusabschlussring dienen drei Multiplex Brettchen. Durch diese Holzklötzchen ist je ein Loch gebohrt und mit dem, für die verwendeten Schlosserschrauben passenden, Gewinde versehen.</span></p>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;"><span style="font-size: 10pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/fertige-HS-Lagerung-02.jpg" alt="" width="200" height="113" /></span></div>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;"><span style="font-size: 10pt;">&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/fertige-HS-Lagerung.jpg" alt="" width="206" height="116" /></span></div>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;">&nbsp;
<div style="display: inline; font-size: 12pt;"><span style="font-size: 10pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/8Zoll-HS-Zelle-in-Tubusverlngerung-01.jpg" alt="" width="203" height="114" /></span></div>
</div>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;">&nbsp;</div>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;">&nbsp;</div>
<div style="display: inline; font-size: 12pt; text-align: justify;">
<p align="LEFT"><span style="font-size: small;">Mittels der mit Rändelköpfen ausgestatteten Schrauben kann nun die Hauptspiegel Justage im Einhand Betrieb und werkzeuglos erfolgen.</span>&nbsp;</p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: 10pt;">Eine Konterung ist nicht erforderlich. Hier nochmal das Ganze als Einsatz in der Tubusverlängerung. Extrem primitv aber absolut funktionstüchtig und funktionsgerecht. Die Justage ist sehr feinfühlig und genau möglich, hält auch bei holprigen Transporten und durch die sehr offene Bauweise kann Luft sehr gut durch den Tubus zirkulieren. Dennoch gibt es auch eine optionale Zwangslüftung.<span style="font-size: 8pt;"> <br /></span></span></p>
</div>
<div style="display: inline; font-size: 12pt;">&nbsp;</div>
<p><b><span style="font-size: 10pt;"><span style="font-size: 12pt;">Die Isolierung des Tubus</span> </span></b></p>
<div style="display: inline; font-size: 12pt; text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt;">sollte eher Dämmung genannt werden, da es nur darum geht, Temperaturunterschiede des Rohres an sich, die zwischen Ober- und Unterseite bei nächtlicher Beobachtung eigentlich immer und teils recht massiv auftreten, nicht bis an die Innenseite des Rohrs vordringen zu lassen und damit von Strahlengang fern zu halten.</span></div>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 10pt;">Ich habe mich, weil vorhanden, für Blasenschaumfolie in 1,5mm Stärke entschieden, die an der&nbsp; einfach mit Pritt-Stift eingestrichenen Tubusinnenseite vollflächig angedrückt wurde. Überstände werden mit dem Teppichmesser abgeschnitten, ein scharfer Schnitt mittig über den inneren Überstand lässt zwei Streifen abfallen, nach deren Entfernung sich die Naht fast unsichtbar schließt.</span><br /><span style="font-size: 10pt;">Weitere Dämmung und auch Stabilität für die Folienröhre bringt eine Lage schwarze, selbstklebende Veloursfolie, welche zugleich auch Streu- und Störlicht wirksam unterdrückt. Nachdem ich mich bei einigen Tuben extrem mit ganzen Bahnen quälte, habe ich hier mit mehreren überlappenden Bahnstreifen gearbeitet. Das verarbeitet sich wesentlich leichter und die labile Blasenschaumfolie hätte auch kaum mehrfaches Kleben und Lösen, zurecht ziehen zugelassen.</span><br /><br /></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubus-8-zoll-Prit-reicht_klein.jpg" alt="" width="262" height="466" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Sandwich_B_klein.jpg" alt="" width="348" height="464" /><br />&nbsp;</div>
<p><br />So habe ich&nbsp; den Tubus noch etwas enger gemacht, aber ich hätte wegen der Enge und trotz der offenen&nbsp; Selbstbauzelle für den HS ohnehin einen Lüfter benötigt und der kurze vordere Überhang bringt keine Vignettierung, wobei die engste Stelle ohnehin der Abschlussring des Tubus ist. <br />Die Tau- Störlichtkappe (später) braucht ordentlich Überhang und deutlich größeren Durchmesser.<br /><br />Bei der Verlängerung aus 250er KG Rohr reicht eine Lage Veloursfolie zur Dämmung aus, da das Rohr in dieser Größe und Wandstärke einen geschäumten Kern hat. Metallrohrmuffen und ähnliche Materialien sollten eine zusätzliche Dämmschicht erhalten,&nbsp; wie der komplette Tubus auch.</p>
<p>Dazu noch eine funktionierende <span style="font-size: 10pt;"><strong>saugende Lüftung</strong></span> und die Probleme mit dem&nbsp; Tubusseeing sind ebenso schnell wie effizient beherrschbar.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverlngerung-8-zoll--014.jpg" alt="" width="618" height="347" /></p>
<p>So ein Quirl, übrigens ein Langsam- und Leiseläufer mit sehr guter Lagerung, der zudem nicht fest mit der Montageplatte verbunden wird, sondern nur in den beigefügten Silikonnippeln sitzt, um jegliche Übertragung von möglichen Vibrationen zu verhindern, braucht Abstand zum Hauptstpiegel um zu wirken und einen gleichmäßigen, laminaren Luftstrom aufzubauen.</p>
<p>Zufällig passt gerade der Lüfter vom 6-Zöller, der in einem 6" Tubusabschlussdeckel Platz findet, mit einer kleinen Ringadaption als Stecksystem auch am 8-Zöller. So sieht das fertig aus.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_8-zoll_Lfter.jpg" alt="" width="619" height="348" /></p>
<p>Es wird wohl höchst selten passieren, dass ich mit beiden Teleskopen gleichzeitig draußen bin und dann noch gleichzeitig Hochvergrößerung angehe. Das kann mal aus Testgründen sein, ansonsten eigentlich nie. Okay, dann muss ich halt umstecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine solche saugende Lüftung ist zur Auskühlung, besser gesagt zur Temperaturanpassung des Hauptspiegels sehr wichtig. Ist der Spiegel kälter oder wärmer als seine Umgebung findet immer eine Anpassung statt und weil dasTrägermaterial, also das Spiegelsubstrat sich dabei verspannt, verzieht, ausdehnt oder auch zusammenzieht, liefert es in dieser Zeit, bis zum Ausgleich keine gute Abbildungsleistung, was man sofort bemerkt, wenn man in den höheren Vergrößerungsbereich vordringt.</p>
<p>Das ist bei einfachem Float_Glas besonders extrem, bei BK 7 kaum merklich besser. Pyrex oder vergleichbare Borsilikate sind dann schon sichtbar besser, dafür auch teurer. Ab Duran, Zerodur und Co kann man das dann vernachlässigen........oder auch nicht, denn der warme Glasklotz erzeugt ja trotzdem noch Tubusseeing.</p>
<p>Ein gutes Lüftersystem saugt diese chaotischen Luftverwirbelungen im günstigsten Fall ab und sorgt für eine schnellere, gleichmäßige Temperaturanpassung des Hauptspiegels.</p>
<p>In einem gedämmten Tubus kommen über die Tubuswandung keine zusätzlichen thermischen Probleme ins System.</p>
<p>So bleibt in einem belüfteten und isolierten Volltubus der Hauptspiegel ganz nebenbei auch grundsätzlich frei von Taubeschlag, ja sogar der Fangspiegel profitiert von solchen Maßnahmen. Gibt es dann noch eine Tau-/Störlichtkappe mit ausreichender Länge und man nimmt den Tubus bei Nichtgebrauch aus dem Himmel (Waagrechtstellung oder Deckel drauf) bleibt auch der Fangspiegel in meiner Praxis stets taufrei, ganz ohne zusätzliche Heizung.</p>
<p>Ah ja, da musste ja eine neue <span style="font-size: 10pt;"><strong>Fangspiegelhalterung</strong></span> her. Solche dicken Gussstreben wie sie da verbaut waren sorgen doch für recht heftige Beugungserscheinungen, das geht mit simplen und sehr dünnen Blechstreifen besser. Um sie auf Spannung zu halten enden sie in Gewindestiften die durch Löcher im Tubus hindurchragen und dann von außen verschraubt werden. Außerdem kann man über diese Verschraubungen die Spinne zentrieren. Um die Gewindestifte an den Blechstreifen zu befestigen muss man winzige Löcher durchbohren und sie dann mittig mit einer feinen Metallsäge einschlitzen. Das ist ziemlich fummelig und ich habe sechs Stifte für vier passende Ergebnisse verbraten.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/FS-Einheit-komplet-8-zoll.jpg" alt="" width="199" height="354" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_8Zoll_FS-Halter2.jpg" alt="" width="404" height="228" /></p>
<p>Zunächst mal habe ich die übrig gebliebene Spinne von einen 6 Zöller genommen und die Arme verlängert. Das passt soweit aber da werde ich später wohl nochmal rangehen, denn</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverlngerung-8-zoll_Fangspiegelhalter_1.jpg" alt="" width="304" height="171" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_-8-zoll_FS_Halter3.jpg" alt="" width="304" height="171" /></p>
<p>es gibt einfachere und von der Funktion her besser Konzepte mit nur zwei Einstellmöglichkeiten anstelle Rotation über Mittelschraube und Verkippung über drei Einstellschrauben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oben sehen wir übrigens zwei mal von vorne in den Tubus und auf die vordere Fangspiegelkante. Man sieht, der Tubusüberstand ist sehr kurz und schräg durch das OAZ-Loch geschaut sieht man locker über den Tubusrand hinaus. Alle moderenen Tuben für Newtons sind grundsätzlich zu eng und viel zu kurz. Das geringere Packmaß, weniger Materialverbrauch und nicht die Anforderungen an ein gutes Teleskop stehen hier bei den Herstellern im Vordergrund.</p>
<p>Das begünstigt einerseits Taubildung am FS und andererseits ist das ein riesiges Einfalltor für Streu- und Störlicht.</p>
<p>Eine <span style="font-size: 10pt;"><strong>Taukappe</strong></span> als Abhilfe ist allerdings sehr günstig und einfach herzustellen. War es beim 8-Zoll f/6 eine alte Iso-Matte, habe ich beim 8-Zoll f/5</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_8zoll_taukappe.jpg" alt="" width="618" height="1099" />&nbsp;&nbsp;</p>
<p>einfach ein Stück der Blasenschaummatte innen mit Veloursfolie beklebt und Randverstärkungen aus Vorlegeband angebracht. Tubusseitig innen für die exakte Passung und vorne außen verklebt. Solche runden Teile aus zwei Materialien kann man leicht verkleben indem man eine Lage über den Tubus wickelt und die zweite Lage dann der Rundung folgend aufklebt. So ist die spätere Form schon annähernd vorgegeben und wenn man den Stoß mit unterschiedlicher Überlappung der beiden Materialien klebt wird das nahezu unsichtbar. Das gelbe Band dient nur der besseren Erkennbarkeit beim Aufstecken im Dunkeln.</p>
<p>Ich baue meine Taukappen so, dass sie aufgesteckt etwa 1,5 x D-Tubus über die vordere Fangspiegelkante hinausragen und außerdem über diese Länge dann vorne mindestens 2-3 cm mehr Durchmesser haben als die engen Tuben. So ist Vignettierung der Öffnung ausgeschlossen, kommt kein Stör-/Streulicht bis in die Fangspiegel-/OAZ-Ebene und der FS bleibt bisher immer taufrei wenn ich zusätzlich den Lüfter durchlaufen lasse.</p>
<p>Bei Linsenteleskopen oder auch Schmidtnewtons pp würde ich wegen der vorderen Vollverglasung immer mindestens 2xD-Tubus nehmen.</p>
<p>Die Parkposition der Taukappe hält sie übrigens gut in Form und beugt auch Beschädigungen oder Verlust vor.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_8-zollkomplett2-.jpg" alt="" width="281" height="499" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Tubusverlngerung-8-zoll--008.jpg" alt="" width="281" height="499" /></p>
<p>Nur wenn sie nass geworden ist, sollte man sie zum Trocknen erst mal solo hinstellen, das beugt wiederum Staunässe und Schimmelbildung vor.</p>
<p>Die beiden Bilder oben zeigen den Newton auf einer Rockerbox vom 6 Zöller, die schmaler und niedriger ist, als die zu Beginn gezeigte, endgültige Lösung. Es ging, war aber von der Standfestigkeit her grenzwertig.</p>
<p>Der komische schwarze Hammer im Bild ist übrigens mein <span style="font-size: 10pt;"><strong>Rigel Quickfinder</strong></span>, ebenfalls mit Taukappe und zwar in Parkposition als Staub-/Beschlagschutz für die Sichtscheibe.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Kopie-von-Rigel_Finder2.jpg" alt="" width="280" height="498" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Rigel_Finder1.jpg" alt="" width="281" height="499" /></p>
<p>Offen auch noch mit einer kleinen Gehäuseverlängerung vorne und hinten als Einblickhilfe und Taubremse. Als Taukappe dürfte sie vorne etwas länger sein. Der Rigel ist übrigens mit verschiedenen Basen an diversen Teleskopen unterwegs.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 20:36:08 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Okulare, Filter, Zubehör - Update 4.2022</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/okulare-filter-zubehoer</link>
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			<description><![CDATA[<p><strong>Der neue/alte Okularkoffer</strong></p>
<p>Inzwischen, 2022, sind schon wieder einige Jahre ins Land gegangen und mein alter Okularkoffer hat den Geist aufgegeben. Er fiel mir buchstäblich an der Hand auseinander und ich hatte Glück, dass nichts beschädigt wurde. Das Material zeigte nach Jahrzehnten des Gebrauchs Ermüdungserscheinungen und das Ding war gnadenlos überladen.</p>
<p>Es fand sich ein gebrauchter, sehr solider Delsey Akten-Koffer, der deutlich größer als der alte silberne Fotokoffer ist und daher dem langsamen Zuwachs an Ausrüstung, auch langfristig, gewachsen erscheint. Das Zubehör liegt unten auf einer 35 mm dicken, nachgiebigen Schaumstofflage. Für die Okulare gibt es keine Einzelfächer oder Behälter. Das restliche Zubehör liegt in angepassten Teilen der Innenausstattung des alten Koffers. Hier geht, wie immer bei mir, praktischer Nutzen vor Schönheit. Wenn ich mal schöneres, besseres Material für diese Einteilung finde, wird getauscht.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Okukoffer/Koffer_neu_1a.jpg" alt="" width="348" height="262" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Okukoffer/Koffer_neu_2b.jpg" alt="" width="347" height="262" /></p>
<p>Im Kofferdeckel finden Atlanten und das Zeichenbrett ein großes Fach, kleinere Fächer nehmen Zeichenutensilien und Werkzeug auf und eine Möglichkeit, ein Band mit einigen roten LEDs anzubringen bietet sich auch. Es ist für mich sehr praktisch, endlich diese häufig genutzten Sachen im Okular-/Zubehörkoffer zu haben und nicht separat transportieren zu müssen.</p>
<p>Die Moosgummi-Zwischenlage verhindert Beschädigungen. Sie ist gerade dick genug, dass bei geschlossenem Deckel so viel Druck ausgeübt wird, dass alles an seinem Platz bleibt. Das ist sehr wichtig. Ist der Koffer offen verschwindet sie im Deckel und geht so auch auf windigen Plätzen nicht verloren, wie das häufig bei so leichten, lose herumliegenden Teilen der Fall ist.</p>
<p>Ganz nebenbei findet das Teil in kalten Nächten als eine gut isolierende und wärmende Sitzauflage Verwendung und damit für mich von nahezu unschätzbarem Wert.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Okukoffer/Koffer_neu_4_b.jpg" alt="" width="701" height="550" /></p>
<p>Hier mal oben der Deckel mit Karten und Werzeug in Großaufnahme.</p>
<p>Unten dann die Okulare und das sonstige Zubehör.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Okukoffer/Koffer_neu_5_a.jpg" alt="" width="701" height="542" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die bereits bekannte Standardausrüstung wird etwas weiter unten näher beschrieben und erklärt, hier nur die Neuerungen.</strong></p>
<p>Okulartechnisch sind im Wesentlichen nur der 2 Zoll Komakorrektor (da bin ich noch mit 'Tests im Verzug) und das 30 mm WA hinzu gekommen, welches zusammen mit der 2 Zoll Barlow eigentlich nur Testzwecken dient oder auch mal an Einsteiger verliehen wird.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ----------------------------</p>
<p><em>Das<strong> 30 mm WA</strong> ist in ein Zoomset integriert und kommt, wenn man dort das 2 Zoll Barlowelement direkt einschraubt, auf etwa 22 mm Brennweite in unterster Zoomstellung, gezoomt dann auf 17 mm. Setzt man dann noch das Gehäuse des Barlowelements dazwischen geht es bis 12 mm Brennweite runter. Man braucht dann nur noch ein zweites, welches bei 10 bis 12 mm Brennweite ansetzt und hat dann die komplette Bandbreite von der Übersicht bis in die Hochvergrößerung. Die Abbildungsqualität ist in Ordung, den einfachen Bauteilen angemessen. Das genügt zu Testzwecken, um einem Einsteiger Freude zu bereiten und zu zeigen, in welchem Brennweitenbereich er Okulare braucht.&nbsp;</em></p>
<p><em>Man muss im Übrigen nicht unbedingt ein Zoomset haben. Schon mit dem Okular alleine plus Barlowelment direkt oder mit Gehäuse erreicht man drei deutliche Brennweitenstufen. Man muss zudem nicht zwingend die Okularsteckhülse komplett in die Okularaufnahme der Barlow versenken, sondern kann auch 20 mm vorher klemmen. Der größere Abstand zum Okular bringt bei sochen kurzbauenden Barlowelementen einen höheren Verlängerungsfaktor.</em></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ---------------------------</p>
<p>Das <strong>Concenter Justiertool</strong> fehlt im Koffer, weil es im Okularauszug des 12-Zöllers steckt.</p>
<p>Solche <strong>Rotlichtbänder</strong> mit den LEDs gibt es z.B.im Tierbedarf als Leuchthalsband in unzähligen Varianten. Das kann man leicht anpassen, z.B. mit Klettband verlängern. Die Lichtfarbe meines Bandes liegt laut Messung mit dem Astromedia Spektrometer bei</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Okukoffer/Koffer_neu_6a_mittel.jpg" alt="" width="700" height="533" /></p>
<p>600 bis 650 nm, das stört die <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/39-grundsaetzliches-zur-dunkeladaption-aus-der-praxis" target="_blank" rel="noopener">Dunkeladaption</a> nur noch im Extremfall. Dazu sind die LEDs so schwach, dass ich mir im Garten fast etwas mehr Leistung wünschen könnte, während die Leuchtkraft bei guter Dunkeladaption sehr gut passt. &nbsp;</p>
<p>Dazu kommt noch ein <strong>Ronchi Okular</strong> mit dem man Aussagen über die grundsätzliche Fernrohrqualität ein wenig besser absichern kann.</p>
<p>Ein wirklich interessanter Neuzuwachs ist der <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/113-aufsuchhilfe-winkelmesser" target="_blank" rel="noopener">digitale Winkelmesser</a>. Damit kann ich die exakte azimutale Höhe am Himmel, auf die das Fernrohr ausgerichtet ist, feststellen. Das hilft bei kniffligen Bedingungen/Objekten schon mal weiter.</p>
<p>Das komplette Equipment für den <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/binoansatz-mit-zubehoer" target="_blank" rel="noopener">Binoansatz</a> bleibt im eigenen Koffer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Meine Standardausrüstung für alle im Gebrauch befindlichen Teleskope, also den 100/600er Weitfeldrefraktor und die Dobsons 114/660er, 154/739er, 203/1000er, 304/1600er, 400/1800er &nbsp;</strong> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/FTT_Bilder/jpg/20200425_170822_Gre2MP.jpg" alt="" width="750" height="422" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<em>Obere Reihe von links</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><b>38er WA in der Ausführung von TS</b></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ein günstiges fünflinsiges Erfle dessen Eigengesichtsfeld mit 70° angegeben ist. 67° kommen wohl eher hin, und von f/8 in Richtung f/5 wird der mitlere, scharfe Feldbereich zusehends kleiner. Ich nutze es sehr gerne bis f/6 für große AP, aber ab und an unter gutem Himmel auch noch am 12-Zöller mit f/5,3 für die Aufsuche oder für ausgedehnte Objekte, weil es eben das größte Feld bietet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Insbesondere mit Nebelfiltern bestückt tritt die aus Newtonkoma, Okularasti und Bildfeldwölbung zusammengesetzte Randunschärfe selbst an f/5 so deutlich in den Hintergrund, dass der Gewinn an Beobachtungsgenuss für mich überwiegt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Man kann das sogar noch einen Schritt weiter treiben, auch wenn man so ein Okular dafür nicht extra kaufen sollte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Weil es schon mal da ist setzen wir es in der Gruppe auch z.B. an meinem 6 Zoll f/4,8 oder auch am 16-Zöller mit f/4,5 ein, wenn es um helle Objekte und möglichst großes Feld geht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">So liefert es am 16-Zöller bei 47fach knapp 1,5° Feld ab, allerdings bei einer AP von 8,5 mm. Das bedeutet, dass wir selbst mit 7 mm Pupillendurchmesser am Auge satte 1,5 mm abschneiden, was nichts anderes als entsprechenden Öffnungsverlust bedeutet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Man kann das wissen und akzeptieren, gerade wenn das Objekt genügend Licht bietet, weil man im geringen Vergrößerungsbereich ohnehin die volle Auflösungsleistung der kompletten Öffnung nicht abruft. Die Entspannung des Öffnungsverhältnisses durch Abblenden auf kleinere Öffnung bei gleichbleibender Brennweite kommt sogar der Abbildungsleistung des Okulars entgegen, weil die oben genannten Abbildungsfehler zum Teil gemildert werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Natürlich funktioniert ein Übersichts- und Aufsuchokular, welches z.B. mit schnellen Teleskopen, sprich mit größen Öffnungsverhältnissen klar kommt und auch noch die passende AP liefert besser und es sollte auch vorhanden sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><b>28er William Optics UWA (inzwischen unter Skywatcher Nirvana und anderen Lables) <br /></b></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;">Als dieses Okular heraus kam löste es mein altgedientes 30er BW mit ebenfalls 82° Feldangabe ab, da es eine deutlich bessere Rand- und Achschärfe brachte, auch die Transmission, die Brillianz des Bildes, all das ist eine andere Welt. Es kommt da nahe an die damals wie heute führenden 31er Nagler T5 heran, nur preislich lag und liegt es eben sehr weit darunter.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;">Heute würde ich das Okular sofort gegen ein 30 mm Explore Scientific (82°) eintauschen. Dieses Okular ist nochmal deutlich näher an den Nagler dran und kostet nicht viel mehr als die heute verfügbaren UWAs. Damals gab es das ES noch nicht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;">Okay, unzufrieden bin ich mit dem UWA nicht. Die Randunschärfe ist bis f/5 für mich sehr akzeptabel, da sie bei normalem, geradem Einblick noch außerhalb des bewusst wahrgenommenen Feldes bleibt. Ich bemerke sie nur beim bewussten Blick in Richtung des Feldrandes als störend. An f/4,8 wird das grenzwertig, an f/4,5 unübersehbar. Eventuell werde ich hier noch einen Komakorrektor (der ES sollte passen) anschaffen, denn damit kommt das Okular im Direktvergleich bezüglich der Randunschärfen auf Nagler-Niveau (ohne Komakkorrektor).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;">Je nach Teleskop ist es mal Aufsuch- und Großfeldokular, mal bereits erste Vergrößerungsstufe danach, wobei ich da inzwischen oft genug gleich auf 20 mm springe.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;">Es ist ein dicker Klotz, mit 1000 Gramm mein schwerstes Okular und mit der großen, harten, drehbaren Augenauflage gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert, tut was es soll.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><b>20er Lunt XWA (inzwischen ist die Serie unter APM HDC gelabled)<br /></b></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Meine jüngste Errungenschaft. Es hat das noch vorhandene und sehr gute 22er LVW weitgehend verdrängt, weil 100° Feld in dem Bereich einfach der Hammer sind und die geringfügig schlechtere Randschärfe gegenüber dem LVW mit 65° Feld nur in den äußeren 15% des riesigen Feldes für mich tatsächlich relevant wird.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Okular liefert z.B. am 12 Zoll f/5,3er Dobs immerhin 1,2° Feld bei 80fach mit 3,8 mm AP.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Damit ist es nicht nur als Steigerung der Vergrößerung und Auflösung zum 38er oder 28er Okular tauglich sondern auch noch gut zur Aufsuche zu gebrauchen. Das nicht nur, aber besonders bei kleineren Objekten denen gleich etwas mehr Vergrößerung und damit Fläche gut tut. Das sind z.B. PNs die dann erst Fläche zeigen oder kleine aber helle GX.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auch unter aufgehelltem Himmel sorgt es für einen dunklen Himmelsgrund und bringt dem Objekt der Begierde damit erst den nötigen Kontrast. Sogar mit dem harten Baader O III Filter kommt man an manchen Objekten noch hin, wenn auch ein weicherer O III oder ein UHC unter 5 mm AP oft die bessere Wahl sind.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Für mich war die mitgelieferte Gummiaugenmuschel etwas knapp als Augenauflage. Kontaktaufnahme damit führte zu Kidney-Beaning und Blackouts, Abstand halten hingegen zu unruhigem, nervösem Einblick, Feldverlust und auch seitlicher Störlichteinfluss nervte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Lösung aller Probleme brachte mir die auf dem Bild sichtbare asymmetrische Augenmuschel von Baader, welche ein Freund erübrigen konnte. Insbesondere gefällt mir die seitliche Fahne, welche Störlicht komplett aussperrt. Manche Mitbeobachter fühlen sich davon irritiert und klappen sie nach unten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>13,5 - 8 mm Zoom auf Basis eines 12er Nagler T2</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #99cc00;"><strong><em>Dieses "Zoom"-Okular, wie auch die folgenden, gibt es so nicht zu kaufen, es sind Relikte aus meiner Zoomset Zeit. </em></strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Binoansatz/Zoomset2.jpg" alt="" width="241" height="161" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Binoansatz/Zoomset_1.jpg" alt="" width="242" height="162" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Binoansatz/Zoomset_3.jpg" alt="" width="241" height="160" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #99cc00;"><strong><em>Zoomsets von mir sind nicht mehr verfügbar, die Produktion wurde eingestellt. Gute Leistung war durchaus gegeben, aber Eingriffe am "offenen Herzen" von Speers Waler über Televue bis Pentax bergen doch auch ein nicht unerhebliches Risiko für Kunden und/oder Anbieter. So kam die Sache nie über den Status eines wenig rentablen Nischenproduktes hinaus, war auf lange Sicht zu aufwändig, arbeits- und zeitintensiv. Es war dennoch eine sehr schöne, spannende und lehrreiche Zeit die ich nicht missen möchte und es gibt auch immer noch Leute, die ihr Zoomset nicht missen möchten.<br /></em></strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nun gut, das 13,5 mm - 8 mm Okular deckt an allen Geräten den wichtigen mittleren Vergrößerungsbereich ab. Es ist mein am häufigsten genutztes Okular nach der Aufsuche und ganz kleine PNs suche ich, im Zielgebiet angekommen, sogar damit auf.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Rund 120fach bei 2,8 mm AP ergeben sich z.B. an meinem 12 Zöller und das geht dann bei gleichbleibendem Eigengesichtsfeld und ohne jede Qualitätseinbuße stufenlos etwa bis 215fach bei 1,4 mm AP runter.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Randunschärfen sind sehr moderat, vor allen Dingen zeigen die Nagler Okulare so gut wie keinen Okularastigmatismus, sodass sich an den schnelleren Newtons hauptsächlich mit einem Komakorrektor noch Verbesserungen erziele ließen, bisher komme ich ohne aus.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wichtiger als das ist, immer wieder an verschiedensten Objekten zu sehen, die Möglichkeit, sich stufenlos den besten Anblick, die beste AP, die sinnvollste Vergrößerung zu holen. Wer z.B. von 13 mm auf 8 mm springt verpasst oft genug sehr viel und verschenkt vorhandenes Potenzial. Da ist es vollkommen egal ob er das mit Plössls oder mit Ethos-Okularen tut.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ohne Zoom gehört mindestens noch ein 10 mm Okular dazwischen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>7 - 4 mm Zoom auf Basis des 9 mm Nagler T6</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dieses Okular kann auch auf 8 - 5 mm eingestellt werden, aber ich habe es auf exakte Übernahme vom vorher besprochenen Okular eingestellt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Von den Eigenschaften her unterscheiden sich beide Zooms nur marginal, das T6 bleibt halt meistens der monokularen Mond- und Planetenbeobachtung oder Mini-PNs vorbehalten. Manchmal kommt es noch an KS oder zwecks Doppelsterntrennung zum Einsatz. Hier ist der größte Vorteil des Zooms, dass man sich stufenlos an die Seeinggrenze herantasten kann um das maximal Mögliche herauszuholen. Allerdings ist das Beobachten am absoluten Limit, das Warten auf die ruhigen Momente im brodelnden "Kessel" so anstrengend, dass ich dann gerne den Zoom nutze um einen Gang zurück zu schalten. Gerade so viel, dass es entspannter, angenehmer, genussvoller wird. Weniger ist oftmals mehr.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>6 - 3,5 mm Zoom aus 12,5 mm Genuine Ortho + 2,8 mm Klee Barlow</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Letzte Rille an Mond, Planeten und Doppelsternen. Die Klee Barlow ist komakorrigierend und sie verhilft dem Ortho auch am schnellen Newton zu hervorragender Abbildungsleistung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Es ist sicher nicht Ziel der Beobachtung, aber schon beeindruckend, nadelspitzenfeine, makellos runde Sternchen unverändert durch das komplette Gesichtsfeld laufen und dann über die Feldblende "fallen" zu sehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Ortho Feld ist klein, aber durch die Komakorrektur ist der tatschächlich beugungsbegrenzte, also absolut saubere innere Bildfeldkreis mit bester Abbildungsleistung deutlich größer als bei jedem Weitwinkelokular gleicher Brennweite ohne Komakorrektor.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ohnehin ist es ratsam, sich ein paar Gedanken zu machen, bevor man Orthos oder Plössls wegen ihres kleinen Eigengesichtsfeldes kathegorisch ablehnt. Sicher geht es auch mir so, dass 6 mm Okularbrennweite am 16 Zöller angelegt mit 82° Eigengesichtsfeld und resultierenden 0,32° tatsächlichem Feld am Himmel nicht nur am Dobson wundertbar nachzuführen sind und die aus 42° Eigengesichtsfeld resultierenden 0,17° der Ortho Kombi schon etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Es ist durchaus glaubhalft, dass Manchem das dann nicht mehr gelingt und/oder dass es zu viel Konzentration kostet und so der Beobachtungserfolg leidet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">An einem kleineren Teleskop, z.b. einem 6-Zöller mit 900 mm Brennweite liefert aber schon das Ortho knappe 0,3°, kann also auch für weniger Geübte durchaus eine gute Option sein.&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Mittlere Reihe von links</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Barlowlinse mit 2 Zoll Steckdurchmesser</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Selten genutzt, immer dabei, weil nochmal Faktor 2 und nur mit dem Barlowelement Faktor 1,5 für Testzwecke, für Fremdokulare, oder auch für Übervergrößerung beim Sterntest oder der Justage am Stern immer mal wichtig werden kann, ohne dass man dabei nun Wert auf allerbeste Abbildungseigenschaften legen will oder muss. Auch die 2 Zoll Verlängerungshülse (ohne das optische Element) kann man manchmal brauchen und ich habe sogar zwei optische Einheiten. Zweilinsiges Design, lt Bewerbung mit ED-Element, aber etwas färbeln tut sie schon, "you get what you pay for".</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Oft ist sie auch mit einem 30er WA und einem 20er Widescan und/oder einem 9er Planetary unterwegs, wenn ich z.B. den kleinen Weitfeldrefraktor, den 114er oder den 150er Dobs im näheren Umfeld ausleihe um nach Möglichkeit aus einem am Hobby Interessierten einen Einsteiger zu machen. Mit diesen Leihpaketen kommt der Interessent dem Hobby m.E. deutlich besser näher als mit den gängigen, meist grottenschlechten Kaufhaus-/Spielzeugteleskopen.&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die fette 2 Zoll Ausstattung sieht an den kleinen Geräten schon mal monströs aus,</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/114er4.jpg" alt="" width="364" height="648" />&nbsp; &nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/6er2.jpg" alt="" width="363" height="646" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">ist aber locker auch für Ungeübte zu händeln.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Filter</strong> stellen einen wesentlichen Teil meiner Ausrüstung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dabei geht es hier, meinen Neigungen enstprechend, vorrangig um Linien- und Bandpassfilter für die Beobachtung von verschiedensten Emisionsnebeln. Das Thema "Grundsätzliches zu Nebelfiltern" findet sich im Menüpunkt Theorie und Praxis.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Farbfilter nutze ich zwar auch, z.B. sparsam an Planeten und bei der Sonnenbeobachtung im Weißlicht <em>(Vorsicht, nur mit geeignetem Objektivschutzfilter, Erblindungsgefahr)</em>, aber dazu gibts mehr wo es um die Nutzung des Binoansatzes geht. Da ich Mond- und Planeten fast ausschließlich mit dem Binoansatz beobachte sind auch die Faerbfilter und ihre Wirkung Im Artikel <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/binoansatz-mit-zubehoer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Binoansatz mit Zubehör</a> beschrieben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Hier geht es um die Nebelfilter für Deepsky und da ist vom kompletten sichtbaren Spektrum wiederum nur ein sehr kleiner Bereich relevant.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Fun/Linien_DS_Filter_mittel.png" alt="" width="750" height="529" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Diese drei Linien gilt es möglichst wenig zu beeinträchtigen und den Rest des Spektrums mehr oder wenioger stark und eng zu blocken bzw zu dämpfen. Dadurch erscheinen Objekte die hier verstärkt Emissionen emittieren, also Strahlung aussenden, heller, weil das Umfeld abgedunkelt wird. Nichts kann diese Linien verstärken, man kann nur deren Umfeld mit Filterung schwächen.&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Fun/Meine_Filter_mittel.png" alt="" width="750" height="409" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>H-Beta Filter in 2 Zoll von Thousant Oaks</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ein sehr guter, aber auch sehr spezieller Filter für wenige ausgewählte Objekte wie den Pferdekopfnebel, California oder die Region um Sadr, den Bruststern des Schwans, auch an einigen PNs bringt er Gewinn.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sogar an großen hellen Nebeln, wie z.B. M 42 brigt er was und das ist eben ein anderes als das gewohnte Bild. Ob das dann nun besser oder schlechter ist, liegt im Auge des Betachters und ist eigentlich nicht objektiv zu bewerten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Jedenfalls ist der Filter extrem eng, macht ein dunkles Bild, "frisst" jede Menge Sternenlicht und tut damit eben genau das, was er soll. Er lässt fast ausschließlich und gezielt die ausgewählten Emmissionslinien eines Nebels durch, soweit sie denn vorhanden sind. Dazu kommt dann noch, dass unsere Augen in dem Bereich nicht besonders empfindlich sind.&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich kenne hier keinen anderen Filter mit vergleichbarer Leistung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Bader O III in 2 Zoll Ausführung</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Filter ist ebenso eng und hart an seinen Linien wie der Thousant Oaks H-Beta und damit unter lichtverschmutzten Bedingungen und/oder für ansprechende grenzwertige Nebel oft genug entscheidend für den Sichtungssrfolg.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Er dunkelt Sternenlicht heftig ab und bleibt in der Regel großer AP oberhalb 4 mm vorbehalten. An Nebeln mit großer Helligkeit lässt er allerdings schon mal feine Details in der Lichtfülle verschwinden, alles hat nun mal mindestens zwei Seiten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ohnehin sollte man grundsätzlich jeden mit Filter aufgefundenen Nebel auch mal ohne Filter betrachten, so schwach er dann eventuell auch erscheinen mag.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Benötigt man aufgrund der Bedingungen einen guten, qualitätssicheren, aber nicht ganz so extremen Filter, bietet sich m.E. z.B. ein Astronomik O III an.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Castell O III in 2 Zoll Ausführung </strong>alter Ausführung, die neuen Castell-Filter sind etwas breitbandiger.<br /></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das ist nun ein O III mit deutlich breiterem Durchlass als beim Baader, Lumicon oder Astronomik. Im Prinzip schon nahe an härteren UHC Filtern, aber für mich unter dem harten Baader die Idealbesetzung für ein sternreicheres Feld bei immer noch sehr deutlicher Nebelsichtbarkeit. Prima unter gutem, dunklem Himmel und/oder für kleinere AP, also höhere Vergrößerungen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Hier scheiden sich immer wieder mal die Geister, da Castell Filter preislich deutlich günstiger liegen als vergleichbare Filter von "Premiumherstellern".</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Da gibt es viel Schund auf dem Markt, auch noch für deutlich mehr Geld, aber meine Castell sind alle in Ordnung und tun bei mir genau das, was sie sollen. Das ist nicht nur beobachtet sondern auch getestet. Sie werden m.W. hierzulande nur von Teleskop Austria angeboten und da ist mir z.B. in bleibender Erinnerung, dass diese Firma mal eine ganze Charge schlechter Qualität eingestampft hat anstatt sie zu verhökern. Sie verschwanden dann sogar mangels Masse für einige Zeit komplett aus dem Angebot.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wer nicht vertraut und/oder nicht testen kann/will, findet sicher z.B. bei Baader und Astronomik Alternativen. Sehr gut gefällt als Einzelfilter unter ordentlichen bis guten Rahmenbedingungen auch ein Lumicon UHC. Es gibt auch Firmen die Transmissionskurven mitliefern, da sollte man aber auch genau hinschauen soweit die meist grobe Skalierung solcher Bildchen das möglich macht und ob ein Filter davon besser wird.......!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Castell UHC in 2 Zoll Ausführung </strong>alter Ausführung, die neuen sind etwas breitbandiger<br /></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wie der O III ein weicher Geselle in seiner Gattung und genau deswegen in meiner Abstufung goldrichtig um z.B. auch noch unter allerbestem Himmel einen Gasnebel etwas präsenter zu machen, ohne zu viele Sterne zu verschlucken, oder mal einen PN mit Innenleben in Hochvergrößerung noch etwas zu kitzeln.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auch hier gilt es wieder, die Charakteristik an die anderen Filter anzupassen, sodass sich alle ergänzen. Ein knochenharter O III und ein ultraweicher UHC ergänzen sich nicht, da gehört noch was dazwischen. Als Einzelfilter für mäßig Interessierte bietet sich sicher ein mittlerer O III oder harter UHC an. Näheres gibts im oben erwähnten Spezialbeitrag über Nebelfilter</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>No Name UHC in 2 Zoll Ausführung</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das ist so ein Billigteil, irgendein Marketinglable. Der Filter wurde als brauchbar getestet ausselektiert und blieb zurück, z.B. um mit dem Verleihteleskop auf Reisen zu gehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das sind die Einzelfilter in 2 Zoll. <strong>Der Filterschieber</strong> im 12-Zöller ist mit Baader O III, Castell O III und Castell UHC bestückt. Den H-Beta schraube ich wegen der selteneren Nutzung nur bei Bedarf direkt ins Okular.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/DS_2022/Rosettennebel_klein.jpg" alt="" width="700" height="442" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die untere Reihe zeigt das für meine Newtonjustage unentbehrliche</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Concenter Justiertool</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">in der Selbstbauvariante. Ich komme damit sowohl bei der Grundjustage als auch bei der schnellen Kontrolle und eventuellen Nachjustage über den Hauptspiegel im Feld bestens klar und brauche kein weiteres Hilfsmittel. Ich schreibe bewusst keine ausführliche&nbsp; Justieranleitung die über die im Beitrag&nbsp;<a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/32-1-voraussetzung-fuer-einen-guten-newton" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1. Voraussetzung für einen guten Newton</a> im Bereich Theorie und Praxis enthaltene einfache Anleitung zur Concenter-Justage hinaus. Es gibt im Netz wirklich genügend, auch gute Anleitungen mit jeder Art Hilfsmittel.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Energizer Stirnlampe</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sie ist uralt und erfüllt ihren Zweck.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Mitte Null, rechts weiß, links Rotlicht, so ist der Schalter belegt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sie ist allerdings auch im Rotlichtmodus recht hell. Nach meinen Tests für mich auch zu hell zum Kartenlesen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wenn man sich auf Beobachtungsplätzen unter anderen Leuten bewegt, sollte man auch das Rotlicht auf den Boden vor sich richten, also da hin wo man es selbst braucht. Andere Leute brauchen das nicht ins Gesicht und auf die Augen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Rotlicht Schwanenhals Leselampe</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In meinem Fall die zweistufige Klemmleuchte von Astrogarten. Mit dem Handspektrometer habe ich&nbsp; 600-650 nm gemessen. Das ist exakt die passende Lichtfarbe und Stärke. Irgendwo an der Rockerbox oder am Teleskop findet sich immer eine passende Stelle für die große, stabile Klemme.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Fun/Rotlicht_mittel.png" alt="" width="702" height="370" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Sat, 25 Apr 2020 19:55:11 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Binoansatz mit Zubehör</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/binoansatz-mit-zubehoer</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/binoansatz-mit-zubehoer</guid>
			<description><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In der Folge geht es um den Inhalt dieses Koffers</strong></p>
<p><strong><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Binoansatz/Binokoffer.jpg" alt="" width="680" height="434" /></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>in dem so manches Teil seine Besonderheiten, Veränderungen und Umbauten aufweist. Teils ist das recht simpel umzusetzen aber oft wird eben erst durch diese Maßnahmen der Zweck ganz oder teilweise, immerhin zumindest besser erfüllt.</p>
<p>Ich nutze den Binoansatz nahezu ausschließlich für die <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/sonne-weisslicht-aktuell" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sonnenbeobachtung</a> (Vorsicht nur mit geeignetem Objektivschutzfilter - Erblindungsgefahr) und für Mond- und Planetenbeobachtungen. Hier stört mich wegen der vorhandenen Lichtfülle dessen Aufteilung auf zwei Kanäle durch den Lichtteiler im Binoansatz nicht. Im Gegensatz zur Deepsky Beobachtung, wo mir die Helligkeit extrem fehlt, ist diese Aufteilung hier von Vorteil, wirkt einer mögliche Blendung und Detailüberstrahlung natürlich entgegen, wodurch auf eine Filterung oft verzichtet werden kann.</p>
<p>Daher muss es kein Großfeld sein, auch keine Weitfeldokulare und so bleib der finanzielle Aufwand in einem für mich vertretbaren Rahmen.</p>
<p>Da diese Beobachtungsziele erst ab mittleren bis hohen Vergrößerungen (also kleiner AP) wirklich spannend werden, kann ich z.B. am Newton-Teleskop auf Umbauten des Teleskops zum Lichtwegausgleich der Baulänge des Binoansatzes verzichten und diesen Wegausgleich mittels eines Korrektors erreichen.</p>
<p>Hier das Ganze mal übersichtlicher und besser erkennbar aufgereiht:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Binoansatz/Binoausrstung_komplett.jpg" alt="" width="681" height="454" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Binoansatz</strong></span></p>
<p>Es handelt sich um einen alten Binokularansatz für Mikroskope von Zeiss, den ich bereits auf astronomischen Einsatz umgebaut, also mit 1 1/4 Zoll Aufnahmen für Okulare und mit entsprechendem teleskopseitigem Anschluss kaufte.</p>
<p>Er wurde mit einer zwei Zoll Steckhülse mit intern verschiebbarem 1 1/4 Zoll Adapter auf der Ansatzseite und 1 1/4 Zoll Barlow-/Korrektoraufnahme teleskopseitig versehen, was zwecks Spielraum bei der Fokuslage am Teleskop und/oder zum geringfügigen Zoomen/Wegausgleich verwendet werden kann, dazu im nächsten Punkt mehr. Außerdem ist hier noch ein 2 Zoll Filtergewinde nutzbar.</p>
<p>Wichtig ist die solide, wackelfreie zwei Zoll Steckverbindung des doch recht schweren, ausladenden Teils mit dem Teleskop bzw dem Okularauszug, spielfrei und ohne weitere Adapter. Das Teil wiegt 700 Gramm, mit zwei Orthos/Plössls, Barlow und Filtern kommt man schnell auf 900 bis 950 Gramm.</p>
<p>Der Ansatz ist von sehr guter optischer Qualität, wobei ich ihn bei der ersten Ansicht auf einer Messe nicht erwarb, da er sehr zum Ärger des integeren Händlers dejustiert war. Der Ansatz hatte wohl im Rahmen der Präsentation einen ordentlichen Schlag abbekommen. Im zweiten Anlauf, eine Messe später, wurde er gekauft, da sehr gut justiert und bis heute blieb das, dank pfleglicher Behandlung, auch so.</p>
<p>Justage und passende Einstellmöglichkeiten auf Augenweite und Pupillenabstand sind beim Binoansatz extrem wichtig. Vor dem Kauf haben wir das Ding mit vier Leuten getestet. Keiner hatte Doppelbilder, Verzerrungen, Unschärfen oder einseitige Aussetzer, das ist keinesfalls immer selbstverständlich.</p>
<p>Auch andre Eltern haben schöne Kinder. Wichtig ist nur, dass man SEINEN Binoansatz für SICH entsprechend testet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>2,7fach APM-Barlow - komakorrigierend</strong></span></p>
<p>An Newtonteleskopen ist i.d.R. ohne Umbauten mit einem Binoansatz nicht in den Fokus zu kommen, auch wirken sich die üblichen Öffnungsverhältnisse vom f/6 und größer und die damit einhergehenden stumpfen Strahlenkegel nicht unbedingt förderlich auf die Abbildungsleistung vieler Ansätze aus.</p>
<p>Man greift also zu Korrrektoren mit Verlängerungsfaktor oder auch entsprechenden Barlowlinsen um den Glasweg auszugleichen und den Strahlenkegel schlanker zu machen.</p>
<p>Die APM-Barlow gleicht mit einem optischen Weg von 120 mm bei Nennfaktor den optischen Weg meines Binoansatzes nahezu exakt aus. Darüber hinaus ist er mit Faktor 2,7 (im Endergebns dann 3,0) und durch die Korrektur der Newtonkoma auch für meine Mond- und Planeten-Teleskope die Idealbesetzung, zumal man das Barlowelemet einzeln und ohne Steckhülse erwerben kann. Für die bei Bedarf anzuwendenden Filter (die später vorgestellt werden) verfügt das Barlowelement über ein 1 1/4" Filtergewinde.</p>
<p>Endgültig eingebaut und vermessen kommt die Barlow im Ansatz auf einen Faktor von 3,0 und so kann ich an allen Teleskopen alle Okulare problemlos fokussieren. Die leichte Erhöhung des Faktors liegt im Rahmen der Toleranzen und bringt keinerlei negative Auswirkungen auf die Abbildungsleistung. Auch entsprechende Verringerung des Faktors wäre bei Bedarf (an anderen Ansätzen) absolut akzeptabel.</p>
<p>Ich habe sie getestet und finde im Bereich zwischen Faktor 2,2 bis 3,5 keine negativen Veränderungen der Abbildungsleistung. Meine "normal" eingestellte Konfiguration bringt etwa Faktor 3 und über die beiden Hülsen der 2 Zoll Adaption kann ich eine leichte Steigerung des Faktors auf bis zu 3,3 erzielen.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/equipment/Binoansatz_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/equipment/Binoansatz_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></p>
<p>Die Barlow hat eine freie Öffnung von 22 mm. An ihrer Position direkt vor dem Binoansatz im Okularauszug kommt es damit, an keinem meiner Newtons, auf der Achse zu einer Vignettierung oder Öffnungsbeschneidung. Solche Sachverhalte kann man z.B. mit dem Freeware-Programm "MyNewton" recht einfach überprüfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><span style="font-size: 10pt;"><strong>Okulare </strong></span>im obigen Bild von außen nach innen<br /></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Zwei 30er Plössl - Vixen NPL - 50° Feld<br /></strong></span></p>
<p>Auch wenn sie nicht mehr so aussehen, es ist die neueste Plössl Generation von Vixen. Ich habe die klobigen drehbaren Augenmuscheln aus Vollplastik entfernt, weil am Binoansatz etwas im Weg war und weichen musste. Wahlweise meine Nase oder diese dicken Teile.</p>
<p>Mittels verschiebbarer Plastikhülsen auf beiden Okularen habe ich dann ermittelt, bei welchem Augenabstand ich mich zur Vermeidung eines unruhigen Einblicks mit der Augenhöhle "anlehnen" und dabei bequem das komplette Feld überblicken kann ohne so nahe an die Augenlinse heran zu gehen, dass ich mir Abschattungen und "Kidney-Beaning" einhandele. Dabei steckten die asymmetrischen Augenmuscheln schon auf den Röhren. Anschließend wurden die Röhren passend abgelängt und mit dem Okulargehäuse verklebt. Der Abstand der Augenmuschel zur Augenlinse beträgt 16 mm.</p>
<p>Die Augenmuscheln bieten perfekten Störlichtschutz (auch tagsüber) und eine sehr bequeme Einblickposition. Da stört nichts. Die Barlow setzt den Plössls nicht nur Komakorrektur, sondern auch an schnellen Newtons den schlanken Strahlenkegel eines kleinen Öffnungsverhältnisses vor, den diese mühelos und sauber verarbeiten können. Dem nicht allzu üppigen Eigengesichtsfeld steht ein sehr großes beugungsbegrenztes Feld mit optimaler Bildqualität bei einer resultierenden Brennweite von 10 mm gegenüber. Das bringt z.B. am 12 Zoll f/5,3 Newton runde 160fach bei 1,9 mm AP.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Zwei 26er Plössl Taiwan multicoated</strong></span></p>
<p>Diese gängigen Plössl aus der mittleren Fernost-Preislage wurden ebenfalls mit einer Hülsenverlängerung über den Augenmuscheln mit seitlicher Störlichtfahne ausgestattet. Der Einblick hinter dem Binoansatz schwebend war, was mir nie behagt. Ich brauche einen Halt um die beste Position zu halten. Hier liegt die Augenmuschel 15 mm über der Augenmuschel.</p>
<p>Es resultieren 8 mm Brennweite</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Zwei 18er Baader Classic (Orthos)</strong></span></p>
<p>Diese Okulare waren genialer Weise schon beim Kauf mit den passenden asymmetrischen Augenmuschel ausgestattet.</p>
<p>Das Feld ist für Orthos untypisch auf 52° geweitet und das bemerkt man auch bei genauem Hinsehen anhand einer deutlichen und ebenfalls für solche (orthoskopischen) Okulare untypischen Verzeichnung (gerade Linien bleiben nicht gerade).</p>
<p>Ansonsten ist die Abblindungsgüte und die Transmission am Preis gemessen auf hohem Niveau und es resultieren 6 mm Brennweite.</p>
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<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Zwei 12,5er Orthos - </strong></span><span class="st"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Kokusai Kohki Japan </strong></span><br /></span></p>
<p><span class="st">Diese gute Ortho Klassiker mit noch akzeptablem Augenabstand bieten 42° Feld. Ich habe die, vor der Augenlinse konisch verjüngenden, Okulare mit Gummiaugenmuscheln ohne Fahnen ausgestattet um eine Augenauflage zu haben. </span></p>
<p><span class="st">Es resultieren 4 mm Brennweite.</span></p>
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<p><span class="st">Hier nochmal ein Detailbild zu den Okularen mit Augenmuscheln und dem Ansatz mit der 2 Zoll Steckhülse sowie einem auf die Barlow aufgeschraubten Filter</span></p>
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<p><span class="st"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Binoansatz/Bino_Details.jpg" alt="" /></span></p>
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<p><span class="st">Über kurz oder lang werden noch zwei gute ~20/21 mm Okulare die Reihe komplettieren, da mir gerade am 12 Zoll Dobs mit 1600 mm Brennweite der Sprung von 200fach auf 266fach zu groß ist. Bei 200fach zeigen sich gerade (aber nicht nur) bei der Sonnenbeobachtung meistens noch Seeingreseven und 266fach ist zu oft bereits leicht überzogen.</span></p>
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<p><em><span class="st">&nbsp;<span style="font-size: 10pt;"><strong>Filter</strong></span>, alle in 1 1/4 Zoll</span></em></p>
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<p><strong><span class="st"><span style="font-size: 12pt;">IR - Sperrfilter</span> </span></strong></p>
<p><span class="st">Dieser Filter ist mir, neben dem für Sonne im Weißlicht unverzichtbaren Objektivschutzfilter (bei mir immer Baader-Sonnenfilterfolie visuell), wichtig.</span></p>
<p><span class="st">Zwar gibt es keine grundsätzliche Empfehlung oder gar Gewissheit, ob ein solcher Filter für eine vollständige Blockung im Infrarotbereich nötig ist, aber zumal ich beide Augen riskiere und sehr oft Sonnenbeobachtungen durchführe mache ich da keine Kompromisse. Ich kann ein Gefahrenpotenzial nicht völlig ausschließen und dann soll es an den paar Euro wirklich nicht scheitern.</span></p>
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<p><span style="font-size: 12pt;"><strong><span class="st">Variabler Polfilter von Antares</span></strong></span></p>
<p><span class="st">Den gibt es so nicht mehr zu kaufen, er bietet (im Vergleich getestet) deutlich mehr als die 40% Maximaltransmission heutiger Doppelpolfilter, aber eigentlich brauche ich ihn am Binoansatz so gut wie nicht mehr. Ich setze heutzutage bei der Planetenbeobachtung eher auf ein wenig nicht blendendes Umgebungslicht und damit auf Vermeidung der Dunkeladaption. Das schließt Blendung und Überstrahlung und damit einhergehenden Detailverlust am Objekt der Beobachtung ebenso sicher aus wie ein Lichtdämpfungsfilter und man spart sich zwei optische Flächen mit möglichen Fehlern.</span></p>
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<p><span style="font-size: 12pt;"><strong><span class="st">6er Satz Baader Farbfilter </span></strong></span></p>
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<p><span class="st">Das Detailbild zeigt den Hauptzweck des <strong>Dunkelrotfilters mit 610 nm</strong>. Er lässt sich passgenau auf eine kleine LED Handleuchte stecken und macht aus dem hellen weißen Lichtkegel Rotlich in passender, die eventuelle Dunkeladaption nicht störenden Linie.</span></p>
<p><span class="st">An der Sonne hinter dem Baader Folienfilter beobachte ich sehr gerne mit dem <strong>Orangefilter, 570nm</strong>. das vom Objektivfilter blauweiß beeinflusste Bild wird so angenehmer, gefühlt natürlicher eingefärbt und der Kontrast der Sonnenflecken, insbesondere der Penumbra, aber auch der hellen Fehlstellen in der Granulation durch überlagernde Fackeln wird leicht verstärkt.</span></p>
<p><span class="st">Der <strong>Gelbfilter 495 nm</strong> wirkt diesbezüglich schwächer als Orange, das fahle Gelb sieht für mich in Kombination mit dem Baader Solarfolienfilter leicht grünstichig aus und ist Geschmackssache.</span></p>
<p><span class="st">Der <strong>Grünfilter 500</strong> nm bringt zwar die beste Kontraststeigerung, auch am Mond, aber Grün muss man mögen. In meinen Vergleichen mit einem Baader Solar Kontinuum Filter zeigte sich dessen Bild derart giftgrün, das es mir gegenüber dem deutlich dezenteren Grünfilter unangenehm war. Das einfachere und günstigere Gläschen lieferte darüber hinaus sogar an den Newtons die deutlich bessere Detailerkennung. Es gibt Beobachter die berichten, dass sich das an Fraunhofer und ED-Refraktoren umkehren kann, wofür deren (Rest)farbfehler ursächlich sein könnte.</span></p>
<p>Der <strong>hellblaue Filter 470nm</strong> und der <strong>Dunkelblau mit 435nm</strong> können, wie die anderen auch, dafür gut sein, verschiedenste Strukturen z.B. auf Jupiter mit seinen oft pastellfarbenen Bändern, Wirbeln und Ovalen im Kontrast anzuheben.</p>
<p>All diese Details lassen sich aber an farbreinen Teleskopen auch ganz ohne Falschfarben über die Wahl der passenden Helligkeit/AP/Vergrößerung in ihrer natürlichen Schönheit beobachten.</p>
<p>An nicht farbreinen Teleskopen dienen Farbfilter in erster Linie der Unterdrückung nicht fokussierten Lichts, weil man gar nicht auf alle Farben restlos und gleichzeitig fokussieren kann und steigern dadurch den Kontrast der jeweils beobachteten Lichtwellenbereiche unter Inkaufnahme von unnatürlicher Einfärbung. Auch eine leichte Seeingreduzierung, allso ein (trotz Seeingstörung) ruhigeres Bild und kleinere Sternspots wird erreicht, da das Spektrum ja zum Teil geblockt wird. Rot, orange und Gelbfilter wirken hier recht gut, da sie kurzwelliges Licht abschneiden, welches deutlich stärker von Seeing betroffen ist als langwelliges Licht.</p>
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<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Fun/Lichtspektrum_mittel.png" alt="" width="1202" height="554" /></p>
<p>Hier mal das, was Hersteller/Händler zum Nutzen sagen:</p>
<p><span style="text-decoration: underline; font-size: 10pt;"><em>Rot</em></span></p>
<p>Tagesbeobachtungen: dunklerer Himmelshintergrund<br />Mond: besserer Detailwahrnehmung durch Helligkeitsdämpfung und Seeingreduzierung<br />Mars: Polkappen</p>
<h3 class="western"><span style="text-decoration: underline;"><em><strong>Orange</strong></em></span></h3>
<p>Besserer Kontrast bei Tagesbeobachtungen (Venus, Merkur), da das Blau des Himmels unterdrückt wird<br />Mars: Oberflächendetails<br />Gasplaneten: Atmosphärenstrukturen</p>
<h3 class="western"><span style="text-decoration: underline;"><em><strong>Gelb, Dunkelgelb</strong></em></span></h3>
<p>Mond: besserer Detailwahrnehmung (evtl. durch die Helligkeitsdämpfung)<br />Mars: Oberflächendetails und Wolken<br />Jupiter: Wolkenstrukturen (mit größeren Geräten auch bei Saturn)<br />Sonne: "natürlicheres" Sonnenbild, bessere Sichtbarkeit von Granulation, Flecken und Flares</p>
<h3 class="western"><span style="text-decoration: underline;"><em><strong>Gelb/Grün</strong></em></span></h3>
<p>Jupiter und Saturn: Deutlichere Atmosphärenstrukturen</p>
<h3 class="western"><span style="text-decoration: underline;"><em><strong>Grün</strong></em></span></h3>
<p>Mars: CO2-Raureif, Nebel<br />Saturn: weiße Flecken „white spots“<br />Jupiter: Großer Roter Fleck, Wolken<br />Mond: Kontraststeigerung, Strahlen um Tycho pp<br />Sonne: bessere Sichtbarkeit von Granulation, Flecken und Flares<br />Schärfere Bilder bei achromatischen Linsenteleskopen durch Farbfehlerdeduktion</p>
<h3 class="western"><span style="text-decoration: underline;"><em><strong>Blau</strong></em></span></h3>
<p>Jupiter, Saturn: Kontrast der Wolkenbänder<br />Mars: Oberflächendetails, Violett Clearing<br />Venus: Dunklere Wolkenstrukturen (bei großer Teleskopöffnung)<br />Kometen: Gasschweif (Steigerung der Sichtbarkeit möglich, Kontrastanhebung)</p>
<h3 class="western"><span style="text-decoration: underline;"><em>Violett</em></span></h3>
<p>Venus: Wolkenstrukturen<br />Saturn: Strukturen in den Saturnringen</p>
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<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Fun/Farbfilter_mittel.png" alt="" width="1196" height="563" /></p>
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<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Lenspen</strong></span></p>
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<p>Zur Säuberung der fernrohr- und augenseitigen Linsen aller Okulare, auch zur Säuberung der Filter ist dies mein ultimatives Hilfsmittel.</p>
<p>Staub wird vorsichtig und grundsätzlich zuerst mit dem an einem Ende ausfahrbaren Pinsel entfernt. Für Pollen, Wimpernfett oder einen unachtsamen Fingerabdruck gebt es unter der Kappe an anderen Ende ein dreieckiges Lederpad, welches bei geschlossener Kappe auf einem mit feinstemem Aktivkohlestaub bestückten Schaumstoffpfropfen liegt. Nach leichtem Anhauchen der Linsenfläche wird die Schmiere mit kreisenen Bewegungen sicher, rückstandslos und schlierenfrei entfernt.</p>
<p>Diese Teile gibt es von Hama und anderen Firmen in verschiedenen Ausführungen und Größen, angesiedelt beim Fotobedarf.</p>
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<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>LED-Taschenlampe</strong></span></p>
<p>Ein gängiges Billigmodell, wenn nicht gar ein Werbegeschenk. Für den Fall, dass bei der Planetenbeobachtung mal Licht gebraucht wird und der andere Koffer nicht da ist bleibt sie im Binokoffer. Als Clou lässt sich der Baader Rotlichtfilter ohne Modifikationen aufstecken und sitzt sicher fest. Man muss also im Zweifelsfall niemanden mit Weißlicht ärgern.</p>
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<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 12:21:46 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Filterschieber und Okularauszug</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/81-filterschieber-und-okularauszug</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/81-filterschieber-und-okularauszug</guid>
			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Am <strong>12 Zoll f/5,3 Dobson</strong> setze ich einen <strong>Filterschieber</strong> ein.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es handelt sich um ein ATM-Teil aus leicht zu bearbeitenden schwarzen Kunststoffplatten mit drei Plätzen zum Einschrauben handelsüblicher 2 Zoll Filter und einem großen Leerloch. An diesem Leerloch kann man über eine Ringadaption bei Bedarf noch einen zusätzlichen Filter nutzen. Das kommt schon mal vor, wenn neben der UHC, O III weich und O III hart Bestückung für den Normalfall noch ein H-Beta oder ein Farbfilter zum Einsatz kommt. Weiterhin auch bei Filter-/Qualitätstests. Ich erwarb das Teil einmal im Tausch gegen anderes Zubehör und passte es an meine Gegebenheiten an.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Zunächst bediente ich den Schieber, wie vorgesehen, von Hand, was sich aber in dem großen Volltubus und mit der langen Taukappe als umständlich erwies. Bei zenitnahen Beobachtungen ging das teilweise nur, wenn der Tubus nach unten geschwenkt wurde, das Objekt musste dann neu eingestellt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So besorgte ich mir noch ein paar von den schwarzen Platten und eine Plastikzahnstange mit Zahnrad, ein Sterngriff fand sich noch in der Wühlkiste.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im linken Bild&nbsp;ist die verlängerte Montageplatte mit der am Schieber angesetzten Zahnstange, sowie das Zahnrad zu sehen, in der Mitte die Montageplatte am Loch für den Okularauszug. Man sieht darin auch das Auszugsrohr bei vollständig eingefahrenem Okularauszug. Es darf keinesfalls an den Filtern anschlagen oder schleifen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/IMG_3066.jpg" alt="" width="219" height="146" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/IMG_3068.jpg" alt="" width="219" height="146" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/IMG_3067.jpg" alt="" width="219" height="146" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>----Da mein 12-Zöller in der Grundsubstanz aus einen zerschnittenen Fernost-Blechtubus besteht, musste auch ich vor dem Einsatz des Filterschiebers erst mal die Fangspiegelspinne um 45° drehen. Im mittleren Bild ist die Veloursabdeckung eines der alten Befestigungslöcher zu erkennen. Dass dieser Arm der Fangspiegelspinne direkt von dem Okularauszug extrem stört ist seit Jahrzehnten Thema in der Szene, es tut sich allerdings herstellerseitig nichts.----</em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Von der anderen Seite sieht man das große Leerloch des Filterschiebers und den vormontierten Sterngriff.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Fertig eingebaut sieht das so aus wie auf den Bildern unten und man sieht deutlich, dass der erste Filter bei Benutzung</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/OAZ_und_Drehrad_fr_Filterschieber.jpg" alt="" width="332" height="187" />&nbsp;&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Filterschieber_mit_Befestigung.jpg" alt="" width="332" height="187" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Filterschieber_2.jpg" alt="" width="331" height="186" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Filterschieber_1.jpg" alt="" width="335" height="188" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">des letzten Filters schon über den Tubus hinaus ragt. Ohne eine lange Taukappe, die Tubusisolierung und Lüftung führt das in vielen Nächten schnell zu Taubeschlag. Auch damit achte ich noch darauf, den Tubus in Beobachtungspausen zu schließen oder wenigstens die Öffnung aus dem Himmel zu nehmen, also den Tubus waagrecht zu stellen. So bleiben die Filter, wie auch die Spiegel, sogar in langen Nächten frei von Beschlag.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei der Verwendung eines Filterschiebers im Tubus kommt der langen Tau-/Störlichtkappe noch eine wichtige Bedeutung zu. Sie muss streifendes Licht zuverlässig von dem genutzten Filter fern halten, da Nebelfilter, ganz besonders die sehr engen Linienfilter (O III, H-Beta) schräg auftreffendes Licht nicht filtern können, sondern nur bei relativ rechtwinklig bestmögliche Wirkung zeigen. Filterversagen oder schlechte Wirkung kann hier die Ursache haben und muss nicht an einen Qualitätsmangel des Filters liegen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Bestückung meines Filterschiebers geht aus der unten gezeigten Grafik hervor. Nähere Beschreibungen dazu sind im Artikel über <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/okulare-filter-zubehoer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Okulare, Filter, Zubehör</a> zu finden.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Fun/Meine_Filter_mittel.png" alt="" width="673" height="367" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Filterschieber trägt, wie oben rechts im Bild zu sehen ist, auch bei sparsamster Bauweise deutlich auf und tangiert in dem engen Tubus den Strahlengang ein klein wenig. Dass ich überhaupt so knapp bauen konnte liegt daran, dass mein <strong>Okularauszug</strong> nicht, wie sonst häufig zu sehen, noch mehrere Zentimeter in den Tubus fährt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/OAZ_4.jpg" alt="" width="217" height="122" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/OAZ_3.jpg" alt="" width="217" height="122" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/OAZ_1.jpg" alt="" width="219" height="123" /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Es handelt sich um ein unter verschiedenen Lables im Handel befindliches Modell mit nur 20 mm Hub</strong>. Allerdings ist es mit einem ausziehbaren Tubus ausgestattet und kann darüber nochmals 45 mm Hub bringen. Für einen nur 56 mm hoch bauenden Okularauszug sind 65 mm Verfahrweg, ohne in niedrigster Stellung nennenswert in das Tubusinnere zu ragen, nicht schlecht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich komme so, auch mit exotischen Okularen, bislang immer in den Fokus und die mechanische Stabilität ist für visuelle Beobachtungen, auch mit schwerem Zubehör, absolut in Ordnung. Der Lauf ist absolut spielfrei und die Untersetzung sehr fein. </span><br /><span style="font-size: 12pt;">Solche feinen Untersetzungen können&nbsp; bei Teleskopen mit kleinen Öffnungsverhältnis, z.B. f/15 Refraktoren, geradezu lästig sein, weil man ewig leiert ohne eine Veränderung zu bemerken.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nicht unwichtig sind sie bei "schnellen" Newtons, also f/6 bis runter in Richtung f/4&nbsp; oder gar f/3, was bei sehr großen Newtons/Dobsons heute schon üblich wird.&nbsp; Hier wird das Fokussierband immer enger, man hat also immer weniger Freiheitsgrade für den 100prozentigen Schärfepunkt. Den so genannten "sweet point" findet man hier mit Untersetzung genauer, einfacher und sicherer.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Neben der Crayford Version die ich habe gibt es auch noch ähnlich flach bauende, etwas teurere Versionen mit Zahnstangentrieb. Das ist erfahrungsgemäß meistens nochmal deutlich stabiler.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Hat man einen Okularauszug bei dem das Auszugsrohr zu weit in den Tubus fährt</strong>, wie z.B. im Artikel über vielfältige, unausrottbare,&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/45-simple-fehler-und-ihre-behebung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">simple Fehler und ihre Behebung</a>, gleich im ersten Bild gezeigt, besteht häufig die Möglichkeit, das Rohr etwas einzukürzen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/SW_OAZ_2.jpg" alt="" width="217" height="144" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/SW_OAZ_4.jpg" alt="" width="217" height="145" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/SW_OAZ_5.jpg" alt="" width="218" height="145" />&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei meinem Skywatcher Okularauszug konnte ich 24 mm kürzen, dazu mussten allerdings die Laufrollen versetzt werden. In dem weichen Aluguss Material kommt man aber zum Sägen, Bohren, Gewindeschneiden von Hand, Feilen und Schleifen durchaus mit Heimwerkerwerkzeug gut klar. Das Rohr sägt man übrigens erst zum Schluss ab, wenn alles passt und getestet ist, denn bis da hin ist alles rückbaubar und wieder in den Originalzustand zu versetzen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/SW_OAZ_8.jpg" alt="" width="218" height="145" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/SW_OAZ_1.jpg" alt="" width="220" height="146" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/SW_OAZ_3.jpg" alt="" width="218" height="145" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Visuell bemerke ich keine Einschränkungen der Laufeigenschaften und der (Justier)Stabilität durch den Versatz der Rollen, auch nicht mit schwerem und ausladenden Zubehör, wie dem Binoansatz.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Fotografisch mag das anders aussehen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Tubusverlngerung-8-zoll--043.jpg" alt="" width="332" height="590" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Tubusverlngerung-8-zoll--044.jpg" alt="" width="333" height="592" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Kürzung eines in den Fernrohrtubus ragenden Okularauszugsrohres ist natürlich nicht nur interessant, wenn ein Filterschieber eingebaut werden soll.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Was nutzt an einem 8-Zöller ein Hauptspiegelstrehl von 0,9&nbsp; plus x und eine, bei guter Ausleuchtung, auf 22% gedrückte Fangspiegelobstruktion, wenn sich, je nach Okularauszug, von der Seite zusätzlich ein Rohr mit 65 mm Durchmesser 20-50 mm weit vor/über den Hauptspiegel schiebt?</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Jou genau, nicht viel bis gar nichts, dann kann man auch beim Fernost-Standard bleiben.</span></p>
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			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Tue, 13 Oct 2020 11:12:29 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Sonnenfilter Weißlicht</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/95-sonnenfilter-weisslicht</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/95-sonnenfilter-weisslicht</guid>
			<description><![CDATA[<p><strong><span style="font-size: small;">Für sichere, gefahrlose visuelle Beobachtungen der</span></strong> <strong><span style="font-size: small;">Sonne im Weißlicht</span></strong><span style="font-size: small;"> mit Newton Teleskopen empfehle ich dringend den Einsatz von </span><strong><span style="font-size: small;">geeigneten Objektivfiltern</span></strong><span style="font-size: small;">.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich selbst nutze nur Filter, die mit der visuellen Folie der Firma Baader bestückt sind und beschreibe in der Folge auch den Bau eines solchen Filters.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Damit ganz klar ist, wovon die Rede ist, hier mal die komplette und eindeutige Bezeichnung der Folie und die Maße der derzeitigen Liefergrößen:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>&nbsp;</strong>(Baader AstroSolar<sup>®</sup> Safety Folie 5.0 ECO-size, 20x29, 100x50, 117x117cm)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Diese Folie ist nicht nur theoretisch sicher, sondern auch in der Praxis zigfach bewährt. Es gibt auch ND 3 Folie für den fotografischen Einsatz. Die Folie ist in dieser Form für die visuelle Beobachtung nicht geeignet.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">---------Die Stärke des Sonnenlichtes wird bei der AstroSolar<sup>®</sup> Safety Folie 5.0 mit einer Neutraldichte von 5.0 um 99,999% auf weniger als 1 : 100.000 reduziert. Die beidseitige Beschichtung der AstroSolar Safety Folie 5.0 bewirkt eine hervorragende Gleichförmigkeit der Filterwirkung und neutralisiert jene gelegentlich auftretenden mikroskopisch kleinen Löcher in der Vergütung.-----------</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Mit einem solchen, geeigneten Filter vor der Öffnung des Teleskops habe wir also die Gefahr gebannt und können sicher sein, dass wir unsere Augen nicht schädigen. Wollen wir nun wirklich das Beste bei der Sonnenbeobachtung mit unserem Newton/Dobson heraus holen wird es wieder einmal eine kleine Geschichte von allem. Doch zunächst zurück zu den Filtern.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich persönlich setze zusätzlich einen Infrarot Sperrfilter vor dem Okular, bzw vor dem Binoansatz ein, weil ich extrem oft und meistens mit beiden Augen schaue. Es gab da früher mal Diskussionen, ich war leicht verunsichert und so teuer ist ein solcher Filter nun auch nicht. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Man kann inzwischen Filter, die mit solchen Folien bestückt sind, in allen Größen fertig kaufen. Mein 12-Zöller ist z.B. mit einer Folie ausgestattet, die in einen Tubusabschlussdeckel eingebaut wurde. Gekauft wurde das Teil allerdings mit einer ovalen Öffnung von etwa 18x26 Zentimetern, da hatte man also, wohl aus Kostengründen, einen A 4 Bogen eingebaut. Ich will aber volle Öffnung, folglich kam zuerst die Stichsäge zum Einsatz und dann wurde eine ND 5 Folie auf volle Öffnung geklebt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p><span class="h1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Markus.JPG" alt="" width="321" height="400" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Zeitung/6_Zller_sonne.png" alt="" width="310" height="401" /></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Aber kommen wir mal zu Selbstbauten wie im Bild rechts im Einsatz zu sehen. Es passt gerade, meine alte Folie hatte nach langer Benutzung mehrere schadhafte Stellen. Kratzer und Dehnungen der Folie durch unachtsamen Umgang. Das ist noch nicht gefährlich, aber es geht auf den Kontrast. Eine kleine Dokumentation dazu gibts am Ende des Artikels.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Beim Bau des Tubus für meinen 6-Zöller waren noch Reststücke übrig, aus denen ich drei Ringe sägen konnte. Das geht auch mit Papprohren, Hutschachteln,&nbsp; Kanalrohren und allem was sich sonst noch eignet.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Zwei schmale Ringe habe ich innen mit Veloursfolie beklebt und dann verwendet, um einen Bogen Folie einfach dazwischen zu legen und mit doppelseitigem Klebeband spannungslos zu verkleben.</span></p>
<p><span class="h1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/sonnenf_ringe_gro.jpg" alt="" width="155" height="207" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/S_ringe_mit_Kleber_gro.jpg" alt="" width="154" height="206" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/S_Ring_auf_folie_grio.jpg" alt="" width="155" height="207" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/S_zweiter_ring_gro.jpg" alt="" width="155" height="207" /><br /></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die Handschuhe sind beim Arbeiten wichtig, um Körperfett von der Folie fern zu halten. Die Folie wird einfach ausgelegt und der erste Ring darauf gelegt. Die Folie nicht spannen. Ein paar Wellen werden entstehen, die sind aber völlig schadlos. Der zweite Ring wird passend aufgelegt und die Folie am Außenrand verklebt. </span></p>
<p><span class="h1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Ringverbindung_gro.jpg" alt="" width="154" height="206" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/S-auenring_gro.jpg" alt="" width="155" height="207" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Auenring_teleskop_gro.jpg" alt="" width="155" height="206" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Deckel_gro.jpg" alt="" width="154" height="206" /><br /></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Zur Sicherheit habe ich die Folie nochmal eine Lage Malerkrep außen abgeklebt und dann kommt der äußere Haltering zum Einsatz. Das ist einfach ein aufgesägter Ring aus dem Tubusmaterial der mit Veloursfolie flexibel verbunden ist. Dieser Ring klemmt sich auf den Sonnenfilterring. So lässt sich der Filter stramm auf den Tubus stecken. Mit ein paar Streifen Veloursfolie wird zusätzlich Spannung und Reibung erzeugt, sodass der Filter sich keinesfalls selbstständig oder durch unbedachte Handlungen lösen kann. Der Tubusabschlussdeckel passt dann wieder oben drauf und ich lasse den Filter eigentlich immer am Teleskop, so kann ich ihn beim Packen auch nicht vergessen. </span></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Nun kommen wir mal zu den wichtigen Feinheiten.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Grundsätzlich</span></strong><span style="font-size: small;"> ist mir immer wichtig, die </span><strong><span style="font-size: small;">volle Öffnung des Teleskops auszunutzen</span></strong><span style="font-size: small;">. Da geht es um die Tubusgröße und nicht um das reine Spiegelmaß, denn der Filter vorne auf der Öffnung vignettiert, wenn er zu klein ist. Die engste Stelle bestimmt den Strahlengang. Gerade beim Newton kommt der Umstand hinzu, dass man mit einem 170er Sonnenfilter am 200 mm Spiegel noch die, durch feststehende Fangspiegelgröße gegebene, Obstruktion deutlich erhöht. Nehmen wir den gängigen 50 mm Fangspiegel bei 200 mm Öffnung, bringt der 25% lineare Obstruktion. Reduzieren wir die Öffnung auf 170 mm so kommen wir bei diesem Wert auf 30% und haben noch nicht über Vignettierung gesprochen. Davon geht die Welt nicht unter, aber es macht etwas aus und die Kleinigkeiten summieren sich, wie wir noch sehen werden.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Alle meine Newtons sind nicht nur mit einem Isotubus ausgestattet, sondern haben auch eine </span><strong><span style="font-size: small;">saugende, regelbare Lüftung</span></strong><span style="font-size: small;"> angebaut. Dieser Lüftung kommt, auch bei der Sonnenbeobachtung, entscheidende Bedeutung zu. Ich kann mit eingeschalteter Lüftung 20-30 % höher vergrößern als ohne Lüfter, obwohl die vordere Öffnung des Newtons durch den Filter annähernd luftdicht verschlossen ist. Eine laminare Luftströmung, wie bei offenem Tubus entsteht also nicht, trotzdem hilft es ganz offensichtlich, Luft abzusaugen. Zwar komme ich nie an die nachts möglichen Höchstvergrößerungswerte heran, komme meistens bei der Sonnenbeobachtung auf maximal 1 x D-Öffnung, aber das ist auch dem schlechteren Seeing am Tage geschuldet. Ohne Lüftung bleibe ich jedenfalls deutlich unter den Vergrößerungen die mit Lüftung möglich sind, weil das Seeing einfach früher zuschlägt und das ist dann ausschließlich der Beitrag des Tubusseeings. </span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Tubusverlngerung-8-zoll--046.jpg" alt="" width="161" height="286" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/12er_lfter.png" alt="" width="233" height="290" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6er_Lfter.png" alt="" width="240" height="290" />&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: small;">Diese Lüfterdeckel habe noch einen weiteren großen Vorteil. Alle Newtons haben jede Menge undichte Stellen, sonst würde ja die Lüftung mit Sonnenfilter, also geschlossenem Deckel, nicht funktionieren. Diese undichten Stellen lassen aber nicht nur Luft, sondern auch Licht in den Tubus. Insbesondere moderne Spiegelzellen sind sehr offen. Sie müssen es auch sein, um einen laminaren Luftstrom durch den Tubus zu erlauben und so gute Voraussetzungen für hohe und höchste Vergrößerungen zu schaffen.&nbsp; Bei der Beobachtung von Mond und Planeten unter etwas Umgebungslicht ist das schon ein Thema. Steht der Tubus im hellen Sonnenlicht kann das dramatisch werden. Die Folie lässt nur 1 Hunderttausendstel Sonnenlicht durch und das wollen wir beobachten. Zappenduster kann es im Tubus aber nur sein, wenn Störlicht weitestgehend ausgesperrt bleibt. Die dünne, verspiegelte Vorderseite des Spiegels ist keineswegs undurchlässig für Licht. Eine hinter den Spiegel gehaltene Taschenlampe scheint prima durch. Gerade die Spiegelrückseite sollte man daher vor direkter Lichteinstrahlung schützen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Es ist also extrem hilfreich, die offene Zelle mit einem Lüfterdeckel zu verschließen, der nicht nur die Luft durch den Tubus und die Lüfteröffnung zwingt, sondern bis auf die Lüfteröffnung lichtdicht ist, also Streu und Störlicht auf das absolut notwendige Maß beschränkt.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Solche sehr einfach zu fertigenden Lüfterdeckel aus Eimern, im speziellen Fall waren es geeignete Abfalleimer, die in einem Baumarkt angeboten wurden, hätten also heute (bei mir) eine Lage Velours, undurchsichtige Folie oder</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/luefter2.jpg" alt="" width="239" height="159" /> &nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/atb08_dobtuningtotal.jpg" alt="" width="158" height="162" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/IMG_1808.jpg" alt="" width="237" height="160" /></p>
<p><span style="font-size: small;">eine lichtdichte Lackierung zur Abdunklung. Auf der dunklen Wiese ist das eher unerheblich, aber am Tage oder auch auf einem Balkon mit Hintergrundbeleuchtung ist möglicher Lichteinfall von hinten durch die Spiegelzelle der Kontrastleistung des Teleskops nicht förderlich. Passend und sicher geschwärzt, eigenen sich solche, leicht zu bearbeitende, "Eimer" aus weichem Plastikmaterial selbstverständlich auch sehr gut für Sonnenfilter.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Auch viele Okularauszüge mit ihren Spaltmaßen und z.B. nicht korrekt auf dem Tubus sitzenden Basisrundungen können störendes Licht durch lassen. Da sind wir sehr nahe an der Beobachtungsebene und an Bauteilen die schon mal zu extrem störenden Reflexen führen können. Eine Lage Moosgummi, auch z.B. Velorusfolie von innen, als Lichtdichtung, kann an solchen Stellen Wunder wirken.</span></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Ein letztes Wort zur Qualität der Sonnenbeobachtung im Weißlicht mit Newtons und den dafür geeigneten Sonnenfiltern ganz allgemein.</span></strong></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich habe gesehen, dass ein guter Herschelkeil an einem guten 4 Zoll APO ein Sonnenbild erzeugt, mit dem ein guter 114/900er Newton nicht mithalten kann, obwohl am Newton ein sehr guter und teurer Glassonnenfilter von Zeiss eingesetzt wurde. Andererseits kommt so eine 4 Zoll Kombination niemals an die Auflösung heran, die man mit 6 Zoll oder noch mehr Öffnung erreichen kann. Das trifft auch in vollem Umfang auf gute Newtons mit Filtern aus Baader ND 5 Folie zu und ist gut zu wissern, denn ab dieser Öffnungsklasse werden geeignete Refraktoren so ganz allmählich extrem kostspielig.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Sonnenfilter aus Glas sehen schön aus, sind aber nur dann zu empfehlen, wenn sie in einer sehr hohen Qualität aus optischem Glas gefertigt sind, die auch wieder sehr kostspielig wird. Ansonsten hat man mit Schlieren, Kratzern, Einschlüssen, Dichte- und Dickeunterschieden sowie Mikrolöchern in der Beschichtung zu kämpfen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">All das geht deutlich mehr zu Lasten der Abbildungsqualität als ein paar Wellen in der Folie. Da die Baader Folie doppelt beschichtet ist, also auf Vorder- und Rückseite, halten sich auch die Auswirkungen von Mikrolöchern (Fehlstellen in der Beschichtung) im Rahmen. Eine genau passende Überlagerung von zwei solcher größerer Fehlstellen ist schon rein statistisch, aber auch in der Praxis, recht selten. Einige ganz winzige Fehlstellen wird man aber auch bei guter Folie in Kauf nehmen müssen. Sie sind für die Augen ungefährlich und die Auswirkungen auf den Kontrast sind unerheblich.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Es ist also wie immer. 12 Zoll Newtonöffnung, mit einem Folienfilter über die volle Öffnung, liefern mir Sonnenbilder im Weißlicht, wie ich sie noch mit keinem exquisiten APO halber Öffnung + Herschelkeil zum vielfachen Preis gesehen habe und ich habe diesbezüglich schon Einiges gesehen. Da ist einfach so viel mehr an Auflösung vorhanden, dass dem kleineren Teleskop auch Wunderstrehl nicht mehr hilft. Auch mein 6-Zöller schlägt sich auf den Wiesen, wie auch auf dem Balkon, ganz beachtlich.</span></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Nun will ich noch die Frage klären, warum meine, am PC aufgearbeiteten, Sonnenzeichnungen, ab einem gewissen Zeitpunkt immer diesen Orangeton in der Farbgebung haben.</span></strong></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Sonne/03_11_20_Westr_Gruppe_gro_2.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Sonne/03_11_20_Westr_Gruppe_gro.jpg" alt="" width="211" height="159" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Sonne/29_11_20_mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Sonne/29_11_20_mittel.jpg" alt="" width="210" height="158" /></a> &nbsp;<a href="https://localhost/astrozoom/images/Sonne/Sonne2021/Sonne_20_05_21_Gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Sonne/Sonne2021/Sonne_20_05_21_Gro.jpg" alt="" width="210" height="158" /></a> &nbsp; &nbsp;</p>
<p><span style="font-size: small;">Bei der <strong>Sonnenbeobachtung</strong> <strong>mit Newtons im Weißlicht ist der Schutzfilter vorne auf dem Tubus unerlässlich</strong> und das für mich bitte in voller Öffnung.</span></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Darüber hinaus</span></strong><span style="font-size: small;"> lohnt sich, wie am Planeten auch, verschiedene </span><strong><span style="font-size: small;">Farbfilter vor dem Okular oder dem Binoansatz</span></strong><span style="font-size: small;"> auszuprobieren. Man nimmt halt Einfärbungen des Bildes in Kauf. Eine sehr deutliche Kontraststeigerung sehe ich an der Sonne mit dem Grünfilter aus meinem fünfteiligen Baader Filtersatz. Dieser einfache Farbfilter funktioniert am Newton für mich sogar deutlich besser als der giftgrüne Baader Solar Continuum. Auch ein Gelbfilter erreicht eine leichte Kontraststeigerung.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Nach ausgiebigen Tests habe ich mich für die bevorzugt Verwendung des Orangefilters entschieden. Die kontraststeigernde Wirkung liegt zwischen Gelb und Grün, näher an Grün. Die Farbgebung ist mir aber angenehmer und sei es, weil man von klein auf eine orangegelbe Sonne von vielen Sonnenuntergängen her kennt. Die Kontraststeigerung betrifft die feinen Linienstrukturen in den Penumbren ebenso wie die Granulation (welche ich leider nicht zeichnen kann) und vor allen Dingen auch die Fackelgebiete, die sich als helle, granulationslose, mäandernde Bänder vom Umfeld abheben. Nur bei Beobachtungen im absoluten Grenzbereich der Wahrnehmung nehme ich den Grünfilter zu Hilfe.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die Ergebnisse gibt es unter <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/sonne-weisslicht-aktuell" target="_blank" rel="noopener noreferrer" title="Sonne Weißlicht Aktuell"><strong>Sonne Weißlicht aktuell</strong></a> zu sehen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Zum Abschluss, wie oben angekündigt, mal zur Folie selbst und dem Umgang mit den Filtern.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die Folie muss unbedingt spannugsfrei, also ohne viel Zugbelastung in den Filter eingebaut werden. Wellen, wie im Bild zu sehen, sind absolut unschädlich, solage sie nicht durch Spannung auf die Folie entstehen, sondern durch lockeren Einbau in den Filterrahmen. Ganz nebenbei ist auch die Möglichkeit von unbeabsichtigten Beschädigungen bei straff gespannter Folie wesentlich höher, da sie bei Druckbelastung weniger bis gar nicht nachgeben kann.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/S_Ring_auf_folie_grio.jpg" alt="" width="165" height="220" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Schadlose_Wellen_mittel.jpg" alt="" width="165" height="220" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/LED_Durchlicht_okay_mittel.jpg" alt="" width="291" height="219" /><br /></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Trotz dieser Wellen ist und bleibt die Abbildungsqualität hervorragend. Das Bild ganz rechts zeigt diesen Filter, unterlegt mit einer Anordnung sehr starker LEDs, die bei etwas Verdunklung, leicht durchscheinend zu erkennen sind. Es gibt keinerlei Verzerrungen, Verfärbungen, Lichtausbrüche oder kleine helle Flecken, die auf Mikrolöcher schließen lassen. Mit diesem Filter lässt sich, wenn er diese Prüfung, über die komplette Fläche, bestanden hat, nicht nur absolut gefahrlos, sondern auch in bester Qualität und mit hohem Kontrast beobachten.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die alte Folie hatte ich, nach dem nicht eben vorsichtigen Ausbau, fast schon entsorgt. Für den Lampentest habe ich sie nochmal hervor geholt. Auch wenn sie noch ein paar Falten und Knicke mehr bekommen hat, oder gerade deshalb taugt sie für den Test. Ich habe die Folie außerdem an zwei Stellen mal richtig gedehnt also quasi Einschläge hergestellt, was mit einem Bleistift am stumpfen Ende doch deutlich Druck erfordert. Ist die Folie nicht gespannt entstehen dabei erst mit höherem Kraftaufwand Löcher. Folie verträgt natürlich Schnitte und Stiche mit scharfen Gegenständen schlechter als Glas, aber wer macht so etwas während der Beobachtung?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Hier also die Knitterfolie in Bild. Vor den LED Leuchten wird sehr offensichtlich, dass hier nicht nur an den beiden Einschlagstellen links und rechts Einiges faul ist.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Knitterfolie_mittel.jpg" alt="" width="165" height="220" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Druckstellen_mittel.jpg" alt="" width="165" height="220" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/LED_Durchlicht_knitter_mittel.jpg" alt="" width="296" height="222" /><br /></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die Verzerrungen dort vernichten nicht nur die Abbildungsleistung. Sie könnten schon, wenn man, unnötiger Weise, lange genug hin schaut, gefährlich für die Augen werden. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Aber auch die Knitterstellen sorgen für reichlich Störlicht und es fallen einige winzige, runde Lichtpunkte auf. Das sind winzige Löcher in der Folienbeschichtung. Je mehr es davon gibt um so schlechter wird der Kontrast, denn jedes dieser Löcher ist nichts anderes als ein kleiner Streulichteinfall ins System. Ob diese Löcher einer schlechten Beschichtung oder Knitterfalten durch unsachgemäßen Umgang mit dem Filter geschuldet sind, ist dabei egal.</span></p>
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<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Sat, 22 May 2021 21:49:34 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Sucher- Finderkombi</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/97-sucher-finderkombi</link>
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			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Ich nutze da, zumindest an größeren, also langbrennweitigen Teleskopen ab 1000-1200 mm Brennweite, eine Kombination aus Peiler und optischem Sucher, die ich auch Einsteigern (ohne GoTo/PushTo)&nbsp; nur wärmstens ans Herz legen kann, da man so nicht nur sucht, sondern auch kniffligere Objekte gut findet.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Bei kleineren Teleskopen</strong>, die mehr als zwei Grad Gesichtsfeld in einem Übersichtsokular bieten, kann ein <strong>einfacher Leuchtpunktsucher</strong> oder ein Rigel-Quickfinder alleine durchaus ausreichen, um in Kombination mit dem Übersichtsokular die erreichbaren Objekte aufzufinden. Dabei kann man sicher viele Objekte direkt anpeilen, aber auch Starhopping geht unter brauchbarem Himmel gut. Anderen Beobachtern reicht hier ein <strong>optischer Sucher mit Fadenkreuz</strong>, der ca. 5 Grad Himmelsausschnitt zeigt.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Balkon_Terrasse/20210518_222018_mittel1.jpg" alt="" width="400" height="534" />&nbsp;&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_8-zollkomplett2-.jpg" alt="" width="299" height="531" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es kommt dabei nicht auf die Öffnung, sondern auf die Brennweite des Teleskops und die Okularausstattung an. Mit 2 Zoll Ausstattung, die eine maximale Okularfeldblende von 47 mm ermöglicht, sind 2 Grad Feld am Himmel mit bis zu 1200 mm Brennweite erreichbar. Mit 1 1/4 Zoll Ausstattung und höchstens 27 mm Okularfeldblende gelingt das mit maximal 750 mm Brennweite und weniger.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em><strong>Hier mal eine kleine, ungenaue, aber recht praktische Sache zum Abschätzen von "Entfernungen" am Sternenhimmel.</strong></em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em><strong>Die Hand mit gespreizten Fingern am ausgestreckten Arm vor den Himmel gehalten überspannt etwa 20°. Die geballte Faust am ausgestreckten Arm macht etwa 10 Grad und die Breite des Daumens rund 2 Grad. Sonne und Mond sehen wir ziemlich genau mit 0,5 Grad Durchmesser.</strong></em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wird das <strong>Gesichtsfeld im Übersichtsokular</strong> des größeren Teleskops <strong>zu klein</strong> und/oder will man per Starhopping knifflige Objekte ohne GoTo finden, ist eine <strong>Kombination</strong> des <strong>Peilsuchers mit einem optischen Sucher</strong> meine bevorzugte Wahl der Mittel.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Unter <strong><a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/38-suchen-und-finden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Suchen und Finden</a></strong> beschreibe ich die Wege, die zum Finden führen, hier möchte ich nun kurz diese, in ihrer Anordnung am Teleskop doch etwas <strong>ungewöhnlich aussehende, Sucherkombination</strong> näher beschreiben und erklären, was ich mir dabei gedacht habe, wie und warum das für mich sehr gut funktioniert.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Sucherkombi_1.png" alt="" width="470" height="398" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Tubusverlngerung-8-zoll--043.jpg" alt="" width="225" height="400" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es handelt sich um einen kleinen, kurzbrennweitigen <strong>50 mm Refraktor, mit 1 1/4 Zoll Zenitprisma und Helicalfokussierer</strong>, der mit 1 1/4 Zoll Okularen bestückt werden kann. Rolf hat mir das Gerät leihweise zur Verfügung gestellt, da er es nicht benötigt. Der kleine Weitfeldrefraktor hat ein achromatisches Objektiv, eignet sich daher kaum für höhere Vergrößerungen ist aber als Sucher hervorragend geeignet. Daher habe ich ihn mit einem <strong>20 mm Okular, welches ein beleuchtbares Doppelfadenkreuz aufweist</strong>, ausgestattet.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Fadenkreuz_beleuchtet.png" alt="" width="348" height="309" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Gesichtsfeld_Mond.png" alt="" width="351" height="310" />&nbsp;&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So sind etwa <strong>5 Grad Himmelsausschnitt im Sucher</strong> zu sehen und das <strong>bei etwa 11-facher Vergrößerung</strong>. Mit dem beleuchteten Doppelfadenkreuz kann man Sterne beim Starhopping wirklich genau zentrieren, da sie nicht hinter zwei gekreuzten, dicken Fäden verschwinden, sondern in der Mitte durchscheinen können. Auf der, für den optischen Sucher unerlässlichen, Tau-/Störlichtkappe sitzt der <strong>Rigel-Quickfinder</strong>, ein verbesserter Leuchtpunktsucher, der anstelle eines Punktes zwei Kreise auf eine Scheibe projeziert. <strong>Beim Einblick in diesen Sucher sehen wir diese beiden Kreise mit 0,5 und 2 Grad Durchmesser</strong> am Himmel.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Rigel.png" alt="" width="712" height="620" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das ist also eine recht grobe Peilung mit großem Gesichtsfeld, ohne Nachvergrößerung, die bei leicht zu findenden und/oder oft aufgesuchten Objekten, deren Ort man kennt, aber auch für das Starhopping von Stern zu Stern, durchaus gut funktioniert.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei schwierigeren Objekten holt man sich so nur den Startpunkt/-stern und macht dann über den Winkelsucher weiter. Daher ist es sehr vorteilhaft, wenn der Winkelsucher ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild, also die gleiche Orientierung wie das bloße Auge, bietet. Vorausgesetzt, ich habe mit dem Peilsucher einen hellen Stern im Zielgebiet, also in der Nähe des Wunschobjekts angepeilt, sehe ich diesen Stern nun im optischen Sucher, mitten im Fadenkreuz. Nun kann es sein, dass ich mein Wunschobjekt bereits irgendwo im Sucherfeld sehe, da er 11fach Vergrößerung bietet. Andernfalls muss ich mich nun anhand der in der Aufsuchkarte und der im Sucherfeld sichtbaren Sterne weiter an das Objekt heran pirschen. &nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Erst mit dem Wechsel vom Sucher auf das Übersichtsokular des astronomischen Teleskops ändert sich dabei, je nach Teleskop und Zubehör, die Bildorientierung. Beim Newton also auf seitenverkehrt und kopfstehend. Dann muss man umdenken und nicht nur für Beginner kann es sehr hilfreich sein, die am Teleskop verwendete Sternkarte für die Objektaufsuche so zu drehen, dass der Kartenanblick der Sternkonfigurationen mit dem Okularanblick in etwa übereinstimmt. So trifft man, nicht nur als Einsteiger ohne Erfahrung, die Richtung in die man das Teleskop bewegen muss, einfach besser.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Jetzt ist auch der passende Moment, um auf eine sehr wichtige Voraussetzung zum Finden von Objekten einzugehen.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Die Sucher und das Teleskop müssen natürlich zueinander justiert sein, also sowohl das Teleskop, als auch der oder die beiden Sucher müssen exakt den gleichen Punkt, nehmen wir mal einen Stern, am Himmel in der Mitte ihres Bildfeldes haben.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Um das zu erreichen, müssen wir zwingend zuerst das Teleskop justieren und dürfen diesen Justagezustand allerhöchstens noch für ganz winzige Korrekturen, z.B. bei der Justage am Stern, verändern.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Es wird sehr häufig nicht bedacht, dass Teleskopjustage den Himmelsausschnitt den das Teleskop zeigt, sehr deutlich verschieben kann.</strong> Wer Polaris bei 400fach einstellt und dann mal an einer der Justageschrauben am Hauptspiegel dreht, sieht an der schnellen und deutlichen Bewegung des Sterns was gemeint ist.....und das muss ja auch so sein. Justage funktioniert nun mal durch Verschiebung der optisch wirksamen Komponenten zueinander bis der Optimalzustand erreicht ist. Man lernt dabei sehr schnell, mit Gefühl und Zehntelumdrehungen zu agieren.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Ausrichtung des optischen Suchers auf das Gesichtsfeld des Teleskops erfolgt also erst, wenn am Teleskop nicht mehr justiert wird oder der Sucher muss nachgestellt werden. Je höher dabei die Vergrößerung am Teleskop ist, um so genauer wird das.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Gleiches gilt auch für Peilsucher, Rigel-Quickfinder, Telrad oder Red Dot, die direkt am Teleskop montiert sind.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Da mein Rigel auf der Taukappe des optischen Suchers montiert ist, kann ich ihn erst nach dessen Ausrichtung auf des Teleskop justieren. Das ist die umgekehrte Reihenfolge, die man beim Suchen anwendet. Nur so wird man auch schwierige Objekte sicher finden.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Sucher_einzeln_mittel.jpg" alt="" width="228" height="304" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Sucherkombi_mittel.jpg" alt="" width="229" height="306" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Sucherkombi_2_mittel.jpg" alt="" width="229" height="306" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Der Platz des Rigel auf der Taukappe des optischen Suchers bringt eine hohe Position über dem Tubus mit sich</strong>. Auch ist er damit <strong>sehr weit vorne, also in Richtung Öffnung, plaziert</strong>. Beides zusammen macht den Einblick sehr bequem. Ich muss mich nicht verrenken, um in die passende Einblickposition zu kommen. Die Taukappe, aus einem mit Veloursfolie ummantelten, passenden Plastikflaschen Abschnitt ist steif genug um den leichten Rigel sicher zu tragen und perfekt in Position zu halten. Auch die, gegenüber dem Okulareinblick des optischen Winkelsuchers, deutlich seitlich versetzte Montage des Rigel dient dem bequemen Einblick.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es ist bei solchen "Peilern" wichtig, in jeder Beobachtungsstellung so einblicken zu können, dass man den roten Punkt oder die Kreise möglichst mittig innerhalb der Gehäuseumrandung sieht. Grobe Abweichungen davon machen, da es sich ja nur um Eine Projektion handelt, schon mal ein halbes und mehr Grad Missweisung im Zielgebiet aus. Auch daher ist die Möglichkeit eines Kontrollblicks durch einen optischen Sucher durchaus nützlich, denn so kann man die Fernrohrposition entsprechend korrigieren. &nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mir persönlich ist noch wichtig, dass ich den <strong>Einblick in die Sucher und den Teleskopeinblick möglichst nahe beieinander</strong> habe. Positionswechsel während der Aufsuche von kniffligen Objekten empfinde ich als störend.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Für die Ausrichtung des Teleskops und der Sucher zueinander eignet sich Polaris sehr gut, da er so gut wie keine Eigenbewegung aufweist. Ein markanter Punkt am Horizont oder ein Schornstein, ein Baumwipfel, ein Kirchturm, ein Windrad pp eignen sich auch, je größer die Entfernung, um so besser.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im Übrigen hat auch der <strong>Rigel-Quickfinder</strong> seine <strong>Taukappe</strong>. In dem Fall einfach ein viereckig gefaltetes Pappröhrchen, mit Velours beklebt. Das hält schon jahrelang und dient, quer aufgesetzt auch als Staubschutz bei Nichtverwendung.&nbsp; Auf nassen Wiesen kommt es schon mal vor, dass die Scheibe beschlägt, daher macht die Taukappe Sinn. Außerdem erleichtert sie mir den Einblick, bzw das Zielen. Ich lasse beim Peilen beide Augen offen und sehe so das Zielgebiet in einen großen Himmelsumfeld. Mit einem Auge, also wenn ich auf der linken Seite des Teleskops bin, mit dem rechten Auge, konzentriere ich mich dabei auf den Durchblick im Peiler und da kommt mir die Führung durch die Pappröhre entgegen. Nun muss ich das Auge so hinter den Peiler positionieren, dass die roten Kreise in der Mitte des freien Durchlasses sind. Habe ich den Peiler genau so justiert, zeigt er nun genau dort hin wo auch das Teleskop hin zeigt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Kürzlich benötigte Rolf seinen Sucher für ein eigenes Projekt. Da ich mich wirklich sehr an diesen Kombisucher gewöhnt habe, ist der am gleichen Tage bestellte Ersatz schon hier.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Sucher_wei_mittel.jpg" alt="" width="400" height="300" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Filterschieber/Schraube_mit_Teflon_mittel.jpg" alt="" width="299" height="299" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Zwar in weiß und mit einer anderen, sogar besser justierbaren, Halterung in einer Doppelschelle, aber von den optischen Grunddaten und der Abbildungsqualität her, absolut gleichwertig.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Durchmesser des Suchers ist für meine alte Halterung leider einen Hauch zu groß, also musste ich mich mit der Doppelschelle anfreunden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Diese Schellen habe ich früher immer gemieden, weil so ein Sucher bei mir oft gedreht wird und dann die Schrauben unschöne Spuren im Lack hinterlassen können. Inzwischen sind die Schrauben mit einer Kuststoffspitze ausgestattet, die solche Beschädigungen zuverlässig verhindert. Drehungen des Suchers in den Schellen und Justage sind also kein Problem mehr.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im März 2022 wurde die Kombi um eine Komponente erweitert.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Bericht über den <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/113-aufsuchhilfe-winkelmesser" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Winkelmesser als Aufsuchhilfe</a> ist für Beobachter mit nicht ganz so günstigen äußeren Bedingungen durchaus von Interesse.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Tue, 25 May 2021 18:17:05 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>8 Zoll Reisedobson</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/103-8-zoll-reisedobson</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/103-8-zoll-reisedobson</guid>
			<description><![CDATA[<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="font-size: 12pt;"><strong><span style="color: #999999;">Selbstbau eines 8 Zoll Reisedobson</span></strong></span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: #999999;"></span></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="font-size: 10pt; color: #999999;">Reisedobsons sind verdammt teuer und gerade die 8 Zoll Baugröße wird kaum noch offiziell angeboten. Besonders, da 8 Zoll Spiegelsets günstig zu haben sind, und diese Göße auch noch keine besonderen Ansprüche stellt, kann man sogar ein als Handgepäck zulässiges Gerät leicht selbst bauen.</span></div>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_5314.jpg" alt="" width="702" height="468" /></span></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #999999; font-size: small;">Im Jahr 2018 kam im Rahmen unseres Astrourlaubs auf La Palma die Idee auf, dass neben einem stationären 16 Zoll Dobson und verfügbaren Ferngläsern ein richtig gut transportables Teleskop mittlerer Öffnung wirklich brauchbar wäre, um an den verschiedenen Aussichtspunkten oder auch am Roque, in der Nähe der Profiteleskope, gute Beobachtungen machen zu können.</span></p>
<p><span style="color: #999999; font-size: small;">Wer mal an solchen Orten war, der weiß wie toll das schon freiäugig oder mit einem Fernglas ist, aber wenn da noch ein gutes Teleskop mit kann, ist das einfach die Krönung.<br /><br />Ideal wäre natürlich ein Handgepäck tauglicher Reisedobson, welcher auch auf anderen Urlaubsreisen zum Begleiter werden könnte.<br />Auf dem Markt erhältliche Reisedobsons haben einen stolzen Preis, was uns bisher von einer Anschaffung hat absehen lassen. Warum also nicht selbst bauen.<br /><br />Weitere Nahrung erhielt die Idee, da wir noch einen 8 Zoll f/5 Hauptspiegel und einen passenden Fangspiegel aus diversen Bauprojekten zur Verfügung hatten. <br />Profiwerkzeuge braucht man für solche Basteleien nicht, wenn man das Design einfach hält.&nbsp; Es geht dann mit dem kleinen Heimwerker Set, also Schraubstock, Handspannzwingen, Heimwerker Kreissäge, Handbohrmaschine/-Akkuschrauber, Stichsäge, Hammer, Schraubendreher und Handsägen für Metall- und Holzarbeiten sowie entsprechendem Schleif-/Sandpapier und einem Schleifklotz. </span></p>
<p><span style="color: #999999; font-size: small;">Es zog sich alles etwas hin, auch die Einschränkungen durch Corona machten es nicht einfacher. Letztlich flogen wir ein komplettes Jahr später als geplant nach La Palma und wurden doch gerade so eben mit dem Dobson fertig. Für Firstlight und die Tests am Himmel war viel zu wenig Zeit und auch der Himmel wollte meistens nicht. So kommt es, dass der Erstbericht über den Bau nach dem Volleinsatz auf La Palma auf die HP kommt und der erste Tuningbericht gleich zum Abschluss mit veröffentlicht wird.<br /><br />Im Ergebnis mussten wir zur Flugtauglichkeit bei maximal 40cmx40cmx20cm und höchstens 8 Kilo landen. Weniger ist mehr, Stangen werden eher nicht geteilt, kommen dann in den Koffer, notfalls auch der Hauptspiegel, aber ungern. </span></p>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small; color: #999999;"><strong>Trommelhut</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999; font-size: small;"><br />Einen 8er Tubus in leicht hatte Rolf schon mal gebaut, auch das Teil funktionierte eben mit diesem vorhandenen Hauptspiegel auf einer Monti und lieferte ihm gute fotografische Ergebnisse mit einem größeren Fangspiegel.<br />Hut und Spiegelbox stammten von einem alten Schlagzeug und das gibt für das nun startende Projekt noch eine Trommel her, aus der der Hut entsteht.<br />Ein betagter, leichter, aber wirklich, selbst ohne Untersetzung, einfach genial feinfühlig laufender Okularauszug von JMI mit niedriger Bauhöhe fand sich noch. <br /><br />Eine passende Spinne für den Fangspiegel zu kaufen ist einfach...oder auch nicht, wenn der Hut etwas größer ausfällt als die meist zu engen Blechtuben auf die solche Spinnen nun mal angepasst sind. Zu lange Blechstreifen abschneiden geht locker, aber unsere Spinne ist etwas zu kurz, also wird es nun knifflig. <br /><br />M 5er Schlosserschrauben mit abgesägtem Hut und in passender Länge sollen die zu kurzen Gewindestangen an den Spinnenenden ersetzen.<br />Den Schraubenhut absägen ist kein Problem, aber mit der Handsäge die Schraube längs einzuschlitzen erfordert Geduld an Schraubstock und Säge, sowie (je nach Geschick) den Ankauf von 5-10 Schrauben für 4 verwendbare Ergebnisse.<br />Ich bohre sogar vor dem Einschlitzen noch die Löcher für die Befestigung der Spinne mit einem 2 mm Bohrer durch die Schrauben. Das geht gut, wenn man zuvor mit einem spitzen „Körner“ einen Führungstrichter für den Bohrer geschaffen hat, ansonsten "verläuft" er immer wieder auf dem Gewinde. Wenn nach dem Einschlitzen gebohrt wird empfehlen wir, einen Blechstreifen in den Schlitz zu stecken, da ansonsten der "Steg" gerne bricht.<br /><br />Die Verbindung zwischen&nbsp; den Spinnenbeinen und den Schrauben stellt Rolf dann einfach mit Draht, z.B. Abschnitten von Büroklammern her, deren Enden man umbiegt und so gegen Herausfallen sichert. Diese Verbindungen halten die erforderliche starke Spannung der Spinne locker aus.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2402.jpg" alt="" width="340" height="226" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2397.jpg" alt="" width="340" height="226" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: small; color: #999999;">Unser Hut ist das Kernstück einer alten Trommel mit ca. 240 mm Durchmesser. Alternativ hätten wir ihn ähnlich aufgebaut wie die Spiegelkiste, also ein viereckiger Sperrholzrahmen mit Dreieckleisten in den Ecken und mit einem runden Blendenausschnitt im "Boden" der Kiste. Man kann sich auch passende Abschnitte von Hartpapierröhren/-tuben, z.B. bei Gerd Neumann, bestellen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999; font-size: small;">Nun gut, wir nehmen die Trommel und setzen den Okularauszug von der Höhe her nicht mittig, sondern so weit nach unten, dass die Basis noch 40 mm Abstand zum Rand hat. Damit haben wir darüber noch genügend Platz für die Spinne und den Sucherhalter. Der FS muss ja mittig vor dass Loch justiert werden können. Darüber haben wir genügend Überstand, um entweder kein allzu weit ausladendes Störlichtschild (zusätzlich zur Socke unten) zu benötigen, oder eben um, wegen des Packmaßes für das Handgepäck, noch Kürzungen vornehmen zu können.<br />Das Loch für den Hut haben wir mit einem Lochsägeneinsatz für die Bohrmaschine gemacht. Baumarktqualität reicht bei all diesen Hilfsmitteln für unsere Zwecke immer aus. Erst wenn Serienfertigung und Stückzahlen und/oder extrem saubere Verarbeitung gefordert wären, muss man sich über besser Qualitäten und höhere "Standzeiten" der Werkzeuge Gedanken machen.<br />Wichtig ist, dass man den Bohrer möglichst senkrecht auf das liegende Rohr aufsetzt, sonst wird das Loch nicht rund, sondern ein Ei. <br />Wenn die Basis des OAZ gerade ist, oder sich nicht ganz der Rundung anpasst, kann man bei der Verschraubung entsprechend unterlegen. Da unser alter JMI nicht in der Basis justierbar ist, schaffen wir die Justiermöglichkeit auf ein kleines Loch, welches exakt gegenüber der Lochmitte in die Hutwand gebohrt wird, mit der Verschraubung der Grundplatte des Okularauszugs. <br /><br />Sitzt der Okularauszug kann man nun die Befestigung der Spinne angehen. <br />Da spätere Verwendung von Filterschiebern nicht auszuschließen ist, wird die Spinne so gedreht, dass das OAZ Loch nicht verbaut wird.<br />Die Höhe der Befestigung vom OAZ-Mittelpunkt aus ergibt sich aus der Mitte des Fangspiegels plus mittlerer Höhe des justierbaren Halters plus Höhe der Spinne bis zur Mitte der Befestigungsschrauben.<br />Wieder ist senkrechter Ansatz des Bohrers ebenso wichtig wie die exakte Einteilung des Hutes in Viertelkreise, denn ein Millimeter Abweichung von Bohrungen kann zu einem Versatz der beiden gegenüberliegenden Spinnenbeine zueinander führen und das führt wieder zu verstärken Beugungserscheinungen, also helleren und z.B. fächerartig gespreizten Spikes an hellen Sternen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="font-size: 12pt; color: #000000;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2410.jpg" alt="" width="347" height="231" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2408.jpg" alt="" width="346" height="230" /><br /></span></div>
<div style="display: inline; color: #0000ff;">&nbsp;</div>
<div style="display: inline; color: #0000ff;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"><span style="font-size: small;">Die alten Löcher im Trommelkorpus werden dann noch mit Holzspachtelmasse verfüllt.<br /><br />Damit ist der Rohbau des Hutes fertig, er wiegt 1250 Gramm ohne Fangspiegel.<br /><br /><br /></span><span style="font-size: small;"><b>Die Spiegelbox </b></span><span style="font-size: small;"><br /><br />wird, weil das eben ein Handgepäckstück werden soll, als Kiste konzipiert in die der Hut mit montiertem FS und OAZ hineingestellt wird, damit das auch ohne ständige Beschädigungsgefahr transportiert werden kann. Der Spiegel, oder wenigstens die Spiegelzelle, sollen auch drin bleiben.<br />6 mm Multiplex erscheint uns als gut zu bearbeitender Kompromiss zwischen Gewicht und Stabilität.<br />Eine Dreieckleiste zur Aussteifung der Ecken fand sich noch im Bastelkeller, ebenso eine Hartholzleiste für die acht Knebelböcke als Aufnahme der Stangen, welche&nbsp; in 12 mm Alu-Rundrohr ebenfalls im Baumarkt erworben wurden. Hutschrauben, Flügelmuttern, Holzleim, Kolzkitt und Beilegescheiben, Senkkopfnägel dazu, da ist man ganz schnell 100 Euro los.&nbsp; <br /><br />Die Maße werden gesucht, indem man schaut, was in die Kiste hineinpassen muss. Zunächst die Spiegelhalterung/-zelle an sich, ein altes Alugussteil aus einem Volltubus, mit dem Hauptspiegel, der Hut passt prima über die Zelle. Es geht sich wahrscheinlich knapp aus, dass der Hauptspiegel drin bleiben kann ohne den Fangspiegel zu berühren.<br />Die Spiegelzelle wird mit 3 Knebelschrauben am Boden der Spiegelbox befestigt.<br />Zur Justage werden 3 starke Spiralfedern mit passendem Durchmesser über die Schrauben geschoben. Die Stärke der Federn entscheidet, ob man ohne Konterschrauben auskommt.<br /><br />Der OAZ wird in eine Ecke gedreht und dann........müssen wir noch die Knebelböcke für die Stangen berücksichtigen, die werden also erst mal gebaut.<br /><br />Da gibt’s viele Vorschläge im Netz, wir haben uns für 8 Hartholzklötze mit einer Bohrung für die Stangen und einem Schlitz entschieden, über den mittels Flügelschrauben Druck auf die Stange ausgeübt werden kann. Das ist extrem steif und stabil.<br />Hier kommt ein Forstnerbohrer für die 12 mm Stangenaufnahme zum Einsatz und wenn die Stangen zu stramm sitzen wird ein 10er Bohrer mit Schleifpapier umwickelt und einige Male durchs Loch "genudelt", bis die Stangen sich gut einführen lassen. Auch die Ansenkung für den Schraubenkopf wird mit dem Forstnerbohrer gemacht.</span></span></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="font-size: 10pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2440.jpg" alt="" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2442.jpg" alt="" /><br /></span></div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"><span style="font-size: medium;">K</span><span style="font-size: small;">alkulieren wir das noch ein, kommen wir auf ein Außenmaß von 350 mm Kantenlänge für die Spiegelbox, die Seitenteile machen wir mal 120 mm hoch, das sollte für die spätere Befestigung der Höhenräder-/sicheln ausreichen.</span><br /><span style="font-size: small;">Handkreissäge, Tischkreissäge, Stichsäge mit Anschlag, wer sich traut auch ohne Anschlag, sogar eine Handsäge reicht aus um die Teile auszusägen. Es sollte aber schon genau gemesssen werden und ein Winkel beim Anzeichnen benutzt werden, Winkligkeit ist hier gefordert, weil wir die Spiegelkiste ja mittels der Höhenlagerung in der Rockerbox bewegen wollen.</span><br /><span style="font-size: small;">Die Schnitte kann man mit Schleif-/Schmirgel-/Sandpapier etwas versäubern, ausgefranste Stellen werden später, im Rahmen der Feinarbeiten vor der Holzversiegelung, mit Holzkitt repariert</span><br /><span style="font-size: small;">Alle Klebestellen werden beidseitig mit Holzleim bestrichen, den man ruhig ein paar Minuten anziehen lassen kann.</span><br /><span style="font-size: small;">Nun sind vier Hände und/oder Spannwerkzeuge hilfreich und die ersten beiden höchstens 20 mm langen Senkkopfnägel setzt man schon mit drei mm Abstand zum Rand auf den Boden der Spiegelkiste, um eine Hand für das Ausrichten der Teile frei zu haben. Ist das erste Seitenbrett mit Nägeln fixiert, fällt der Rest leichter. </span><br /><span style="font-size: small;">Zum Abschluss kleben wir dann noch vier Dreiecksleisten in die Ecken.</span><br /><br /><span style="font-size: small;">Dann werden die Stangenklötze schon mal in den Ecken, von der Höhe her mittig, eingepasst und mit nur einer Schraube fixiert, da sie etwas schräg stehen müssen, weil oben am Hut jeweils zwei Stangen zusammengeführt und befestigt werden. Der genaue Winkel ergibt sich erst, wenn die Stangen ihre exakte Länge haben.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"><span style="font-size: small;">Die Höhenräder werden einfach aus einem Kreisausschnitt&nbsp; mit 40cm Durchmesser, welcher halbiert wurde, hergestellt. Die exakte Kreisform wurde mittels einer Oberfräse gefertigt. </span><br /><span style="font-size: small;">Größer wollten wir aufgrund der angestrebten Flugreisetauglichkeit nicht bauen.</span><br /><span style="font-size: small;">Die sich zwangsweise ergebende Kopflastigkeit wird später mit einem Gummizug ausgeglichen.</span></span></p>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<p><span style="color: #999999;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2443.jpg" alt="" width="254" height="169" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_5266.jpg" alt="" width="257" height="171" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_5278.jpg" alt="" width="227" height="168" /></span></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="color: #999999;"></span></div>
<p><span style="color: #999999; font-size: small;"><b>Die Rockerbox</b></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"><br /><span style="font-size: small;">Die Maße der Rockerbox ergeben sich aus den Maßen der Spiegelzelle.</span><br /><span style="font-size: small;">Sie wird aus dem gleichen Material aufgebaut und auf 2 Seiten entsprechend der Dicke der beiden Höhenräder verbreitert.</span><br /><span style="font-size: small;">Die Laufflächen für die Höhenräder wurden ebenfalls mit einer Öberfrase gefertigt.</span><br /><span style="font-size: small;">Auf die Laufflachen wurden jeweils 2 Stücke Teflon befestigt. </span><br /><span style="font-size: small;">Hier ergab sich auch später dass wir auf den Höhenräder kein Ebony benötigten, die lediglich gebeizten Schnittflächen der Höhenräder laufen in unserem Fall ideal auf den Teflonstreifen.</span><br /><span style="font-size: small;">Erst bei schwerer Zuladung am OAZ und/oder extremer Horizontstellung ist ein Ausgleich mittels Gummizug erforderlich.</span><br /><span style="font-size: small;">In die Rockerbox wurde noch ein entsprechende Loch für die den Fuß gebohrt.</span><br /><span style="font-size: small;">Der Fuß für die azimutale Bewegung wurde ebenfalls aus 6mm Multiplex in Form eines Tripods hergestellt und mit 3 Hartgummi Türstoppern als Standfüße versehen.</span><br /><span style="font-size: small;">In der Praxis hat sich gezeigt dass hier stärkeres Material für den Tripod verwendet werden muss, das 6 mm Multiplex hat sich in unserem Fall gebogen und wurde daher mit Alu Vierkantprofilen verstärkt.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"></span></p>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="font-size: 10pt; color: #999999;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_5260.jpg" alt="" width="335" height="252" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_5263.jpg" alt="" width="370" height="246" /><br /></span></div>
<p><span style="font-size: 10pt; color: #999999;"></span></p>
<p><span style="color: #999999; font-size: small;"><b>Gitterrohr Konstruktion</b></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999; font-size: small;"><br />Für die Gitterrohr Konstruktion wurden handelsübliche&nbsp; 1 Meter Lange Alurohre mit 12mm Durchmesser aus dem Baumarkt verwendet.<br /><br />Diese wurden auf die entsprechende Länge gekürzt um in den Focus des Teleskops zu kommen.<br />Im ersten Schritt wurde hier mit etwas „Sicherheitszugabe“ gearbeitet, um den Fokus mit verschieden Okularen zu Testen und dann entsprechend zu kürzen.<br /><br />Die Stangen werden am Hutende&nbsp; im Schraubstock mit einem Winkel von ca. 60 Grad platt zusammen gepresst um 2 Stangen zusammen zu führen.<br />Sie werden übereinander gelegt und durchbohrt. So kann man beide Stangen mit einer kurzen Schraube und einer Rändelmutter werkzeuglos am Hut befestigen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999; font-size: small;">Das Ganze wird für die anderen 3 Seiten entsprechend wiederholt und die Lägen der Stangen entsprechend überprüft.<br />Durch die Zusammenführung von jeweils 2 Stangen aus den 8 Lagerblöcken der Spiegelzelle an 4 Halterungen am Hut mit dem geringeren Durchmesser zentriert und stabilisiert sich das Stangesysten automatisch selbst.<br />Das Ganze wird so verwindungssteif dass man das Teleskop an nur einer Stange tragen kann ohne eine Durchbiegung fest zu stellen.</span></p>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<p><span style="color: #999999;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2448.jpg" alt="" width="429" height="286" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/IMG_2969.jpg" alt="" width="191" height="287" /><br /></span></p>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="color: #999999;"></span></div>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="color: #999999;"><strong>Der Test</strong></span></div>
<p><span style="color: #999999;"><br /><br />Nach dem Zusammenbauen bekam der Dobson sein First Light, wurde ausreichend mit den dafür vorgesehenen Okularen gestestet und für gut befunden. Auch die Justage erwies sich ohne Konterschrauben als stabil, die Steifigkeit der Gitterkonstruktion ist sehr gut.<br />Als Sucher kommt ein Rigel Quickfinder zum Einsatz.<br /><br /></span></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="color: #999999;"><strong>Gut gewachst</strong></span></div>
<p><span style="color: #999999;"><br />Zum Abschluss wurde alles wieder zerlegt, die Holzteile geschliffen, gebeitzt und gewachst.</span></p>
<div style="display: inline; color: #0000ff;"><span style="color: #999999;">Beize und Wachs sind Baumarktware und nichts Besonderes. Man kann auch Lackieren, wichtig ist nur, dass alle Stellen erreicht und geschützt werden, Wachs muss ab und zu aufgefrischt werden damit das Holz geschützt bleibt.</span></div>
<p><span style="color: #999999;"><br />Ein Streulichtschutz ist noch vorgesehen, wird aber zur Zeit durch die Pandemie verzögert, da wir den Stoff im Fachgeschäft erst in Augenschein nehmen wollen.</span></p>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<p><span style="color: #999999;">Einen passenden Rucksack, mit Handgepack tauglichen Maßen für Flugreisen, haben wir im Internet gefunden und bestellt. Der Dobson passt hinein. Im Rahmen des Tunings gab es noch kleine Anpassungen.</span></p>
<p><span style="color: #999999;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/Bild15_mittel.jpg" alt="" width="204" height="176" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/Bild16_mittel.jpg" alt="" width="266" height="177" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/Bild17_mittel.jpg" alt="" width="263" height="175" /><br /></span></p>
<p><span style="color: #999999;">Zunächst mal flog er im Rucksack, als mein Handgepäck, mit nach La Palma und es gab keinerlei Probleme. Stangen, Tripod und Höhenräder hatten Rolf und ich auf die beiden Koffer verteilt. Der Tragekomfort und das Handling bei den Kontrollen erwiesen sich als gut.<br /></span></p>
<p><span style="color: #999999;">Obwohl der hauptsächliche Zweck für den Reisedobson, die Nacht auf dem Roque, wegen der sehr guten Beobachtungsbedingungen vom Quartier aus entfiel, war er Hauptakteur einer ganz hervorragenden Beobachtungsnacht zum Abschluss des Urlaubs.&nbsp;</span></p>
<p><span style="color: #999999;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Palma2021/IMG_7882.jpg" alt="" width="750" height="500" /></span></p>
<p><span style="color: #999999;">Dieses Bild von Rolf wurde von der NASA sogar zum <a href="https://apod.nasa.gov/apod/ap210703.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" style="color: #999999;">APOD</a> für den 03.Juli 2021erkoren. Den kompletten Bericht gibt es unter <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/beobachtungsberichte/35-la-palma21" target="_blank" rel="noopener noreferrer" title="La Palma 2021">La Palma 2021.</a></span></p>
<p><span style="color: #999999;">Gar keine Frage, der leichte Dobson eröffnet tolle Möglichkeiten und die Beobachtungen waren bereits sehr gut. Im harten Einsatz fielen allerdings auch ein paar Schwächen im Handling auf. Der Gummizug musste immer mal nachgestrafft werden, wenn es in Richtung Horiziont ging und doch sackte der Dobson irgendwann mit schwereren Okularen durch. Außerem fehlten Endanschläge. Der Nachführkomfort war nur als mäßig zu bewerten und bereits unter so guten Bedingungen kommt, trotz des schönen Bildmotivs, doch der Wunsch nach einer Stör-/Streulichtsocke auf, denn schon nur das Rotlicht für die Kartenbeleuchtung findet hin und wieder den Weg in den Strahlengang um zu stören.</span></p>
<p><span style="color: #999999;">Die Idee, den Gummizuig zu entlasten, eventuell durch deutlich größere Höhenräder, setzte sich fest und so blieb der Dobs nach der Rückkehr erst mal bei mir. Die genauere Befassung mit dem Problem ergab dann, dass die Teflonpads deutlich weiter auseinander gesetzt werden konnten. Der erhöhte Reibungswiderstand ließ schon eine deutlich tiefere Neigung des Teleskops zu. Da ich auch bei meinen massiveren Rockerboxen für die Volltubus Newtons mit einstellbaren Reiblagern arbeite nahm ich den Gummizug weg und gab der Rockerbox zwei seitliche Brettchen. Dort setzte ich, in dem Bereich der die Höhenräder erfasst, Hartschaumplättchen als Reibflächen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/mit_fettem_Okular.jpg" alt="" width="751" height="1002" /></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"></span></p>
<p><span style="color: #999999;">Das Brettchen auf der einen Seite ist fest fixiert, das Brettchen auf der Okularauszugsseite über eine Flügelmutter im Andruck variabel. Das Bild zeigt, dass der Dobs nun auch mit schweren Okularen im Okularauszug und bei Horizontnaher Stellung steht, wenn man ihn los lässt. Er lässt sich so auch gut bewegen und Nachführen, bei zenitnaher Beobachtung ist es sinnvoll, die Flügelmutter etwas zu lösen und den Andruck zu verringern. Das funktioniert allerdings erst seit ich ein Versteifungsbrett vorne zwischen den Höhenrädern angebracht habe. vorher drückten sie sich einfach nach innen weg. Nunmehr spreizen sie sich vorne etwas nach außen, da ich das Brett bewusst vier Millimeter länger als für den Zwischenraum nötig gelassen habe. Je mehr der Dobson zum Horizont geneigt wird, um so breiter werden die Höhenräder im Lager. Das erhöht die Reibung und fängt die durch den langen Hebel höher werdende Last zum Teil auf, den Rest bringt eine härtere Einstellung des Andrucks über die Flügelschraube. <br /></span></p>
<p><span style="color: #999999;">Alternativ zur Einstellmöglichkeit kann man das Gummiband verwenden und beide Brettchen starr, aber mit etwas geringerem Andruck anbringen. Dann kommt man, ohne Einstellungen vornehmen zu müssen, ebenfalls zu gutem Nachführkomfort.</span></p>
<p><span style="color: #999999;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Reisedobs/mit_Gummizug_geht_auch.jpg" alt="" width="751" height="563" /></span><br /><br /></p>
<p><span style="color: #999999;">Die Endanschläge für Zenit und Horizontstellung wurden mit zusätzlichen kleinen Teflonplättchen gelöst. Nun muss noch dringend eine Stör-Streulichtsocke her, dann ist der Dobs voll einsatzfähig. Da wir die kleinen Höhenräder beibehalten können ist der Dobs ein deutliches Stück tauglicher für Rucksackreisen, auch für den Fußtransport zu höher gelegenen Beobachtungsorten geworden. Wenn man nicht auf zwei Zentimeter und 100 Gramm plus beim Fluggepäck achten muss, passen Höhenräder, Tripod und noch etwas okularseitiges Zubehör in den Rucksack, die Stangen kann man, in die Socke gewickelt, quer oben drauf schnallen.&nbsp; </span></p>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<p><span style="color: #999999;"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Wed, 13 Oct 2021 20:20:46 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Taukappenbau</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/110-taukappenbau</link>
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			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Newtontuben sind oft zu kurz. Der vordere Überhang reicht nicht aus, um die Fangspiegel- und Okularauszugsebene vor dem Eindringen von Störlicht und der dann unausweichlichen Herabsetzung des Bildkontrastes zu schützen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die in der Bildreihe unten gezeigten Teleskop haben alle ein Streu-/Störlichtproblem in der Fangspiegel- und Okularauszugsebene und die beiden äußeren Teleskope sind nach Beseitigung dieses Problems schon sehr viel besser. Unter stockdunklem Himmel, ohne Fremdlicht, mag das noch brauchbar funktionieren, solche Dunkelheit ohne jede Störung findet man aber heute kaum noch irgendwo.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Heritage.png" alt="" width="217" height="217" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Virtuoso5.jpg" alt="" width="275" height="223" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/200_1200_GM.jpg" alt="" width="139" height="223" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Selbst der Volltubus lässt, wie unten zu sehen, schrägen Lichteinfall von vorne in die Fangspiegel und Okularauszugsebene zu. Die absolute Mindestanforderung an der Stelle ist, dass man beim schrägen Blick durch den Okularauszug nicht über die Tubuskante hinaus schauen kann. Mit allen, mir bekannten, günstigen Volltubuskonstruktionen kann man bei diesem einfachen Test jede Menge Himmel sehen. Dass man dazu die, in aller Regel zum Erreichen des visuellen Fokus erforderliche, Verlängerungshülse für den Okularauszug weglassen muss, macht absolut nichts besser, handelt es sich dabei in vielen Fällen doch nur um eine weitere, vermeidbare Leistungsbeeinträchtigung.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/zu_kurz_2_mp.jpg" alt="" width="221" height="294" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubus_mit_Taukappe_okay.jpg" alt="" width="221" height="295" />&nbsp;&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Tubusverl_Taukappe_2_klein.jpg" alt="" width="221" height="295" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">In der Mitte ist das Problem optimal gelöst und das Bild rechts zeigt eine sehr einfach gebaute Taukappe, aus einer billigen Iso-Folie für Autoscheiben geschnitten und mit einer Lage Veloursfolie innen. Das ist, gerade für kleinere Newtons, bis 6 Zoll Öffnung, stabil genug, leicht, effizient und hervorragend geeignet. Die, von der optischen Seite her, sehr empfehlenswerten, kompakt zusammenschiebbaren, kleinen Skywatcher Heritage Dobsons benötigen nicht nur eine Taukappe, sondern ein Mäntelchen, welchers auch im Stangenteil den Tubus ersetzt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ein zusätzliches Problem bei zu kurzen Tuben ergibt sich durch den sehr frei und offen hängenden und dadurch, unter ungünstigen Bedingungen, oft recht schnell <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/93-tauprobleme-fangspiegel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zutauenden Fangspiegel</a>.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Beide Tatsachen wurden hier oft genug thematisiert und daher der Bau einer Tau-/Störlichtkappe angeregt, auf nahezu allen Bildern von Teleskopen auf dieser Homepage sind Taukappen zu sehen und ich erwähne häufiger mal die alte Isomatte als idealen "Rohstoff".</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hier nochmal kurz auf eine ganz normale Beobachtungssituation übertragen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/FTT_Bilder/IMG_1955.jpg" alt="" width="280" height="421" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Taukappe_einfluss_gro.png" alt="" width="441" height="418" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Als meine Frau kürzlich ihre Gymnastikmatte austauschte war es wieder mal so weit. Die dünne Taukappe meines 12-Zöllers hatte über die Jahre etwas gelitten. So wurde die alte Gymnastikmatte nicht entsorgt, sondern zweckentfremdet. Eine leichte Trichterform der Taukappe ist wichtig, um Vignettierung der Öffnung durch den langen Überstand zu vermeiden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Zusätzlich ergibt sich der Vorteil, die Taukappe umgekehrt leicht auf das Tubusende stecken zu können und so einen ideale Parkposition bei Nichtgebrauch zu haben. Die Form bleibt erhalten, ein gewisser Schutz vor Beschädigungen ist gegeben und man kann sie zu Hause nicht mehr vergessen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_13_mittel.jpg" alt="" width="238" height="238" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_12_mittel.jpg" alt="" width="238" height="238" />&nbsp;&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_14_mittel.jpg" alt="" width="238" height="238" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Materialverbrauch bei einem 12-Zöller ist nicht zu verachten, dennoch blieb ein längerer Streifen übrig und der reichte locker, auch meinem 6 Zoll f/4,8 Newton-Dobson eine Tau-/Störlichtkappe zu verpassen. Dabei kam mir dann auch rechtzeitig die Idee, das simple Vorhaben und seine Umsetzung nochmal zu dokumentieren.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Teleskop ist sehr oft auf dem Balkon und bei der Weißlicht - Sonnenbeobachtung im Einsatz. Für die Sonne braucht es die Taukappe nicht, sie würde eher zu einem unerwünschten Stauluftpolster vor dem unerlässlichen Lichtschutzfilter (Baader Solarfolie visuell), also vor der Öffnung des Teleskops sorgen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich beobachte dort aber auch Nachts, wenn Zeit und Lust nicht für längere Ausfahren oder den 12er im Garten ausreichen. Dann ist störendes Umgebungslicht schon mal vorhanden. Die Straßenlampen gehen z.B. erst nach 23.00 Uhr aus.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Eigenkonstruktion baut, bei einem Tubusdurchmesser von knapp 200 mm, schon 170 mm über die vordere Fangspiegelkante hinaus. Das ist deutlich mehr als die üblichen Fernoströhren so aufweisen, dennoch sind 1,5 bis 2x D-Tubusdurchmesser besser. Neben dem optimalen Schutz vor Störlicht wird so auch Seeing, welches der Beobachter auslöst, vermieden. Kopf und Hände sind beim Nerwton sehr nahe der Öffnung und häufig deutlich wärmer als die Umgebungsluft. Hält man zum Test mal die Hand unter den Tubus kann man entsprechende, wabernde Luftschlieren vor einem hellen, defokussierten Stern durchziehen sehen. Die Taukappe sorgt hier für den nötigen Abstand.</span></p>
<p>&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/Balkon_Terrasse/20210518_221929_Mittel.jpg" alt="" width="360" height="480" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Taukappe_1_mittel.jpg" alt="" width="359" height="479" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im rechten Bild hängt schon der übriggebliebene Streifen der ca 10 mm starken Matte aus dunkelgrauem Schaumstoff über dem Teleskop. Der Streifen ist 170 mm breit und wird, für sicheren Halt, etwa 20-30 mm tief auf den Tubus gesteckt. Das reicht dann auf jeden Fall, von der Länge her, für den Tau- und Streulichtschutz locker aus. Weil vorne der OAZ und der Sucher im Weg sind gehe ich für die weiteren Bastelschritte einfach ans Heck des Teleskops, wo dann</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_3_mittel.jpg" alt="" width="359" height="479" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_4_mittel.jpg" alt="" width="359" height="478" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">der Streifen um das Teleskop gewickelt wird. An einer Seite ziehe ich straff, um einen engen Sitz am Tubus zu erreichen, die andere Seite wird einen Finger breit lockerer gelassen um die leichte Trichterform zu erreichen. Dann wird bündig zur Kante der unteren Lage angezeichnet und</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_5_mittel.jpg" alt="" width="360" height="480" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_6_mittel.jpg" alt="" width="360" height="480" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">der Schnitt mit dem scharfen Cuttermesser gesetzt. Anschließend fügt man die Stöße zusammen und kann eventuelle Längenunterschiede an den Stoßkanten leicht abschneiden. Die Stöße werden gegeneinander gedrückt und mit kurzen Klebebandstreifen (ich hatte gerade breites, schwarzes Gewebeband da) fixiert.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_7_mittel.jpg" alt="" width="361" height="481" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_8_mittel.jpg" alt="" width="360" height="480" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Anschließend wird am Schnitt, innen wie außen eine vollständige Klebebandschicht aufgebracht. Bei so breitem Klebeband wie ich es verwende, kann man schon ein wenig auf die spätere runde Form achten, klebt man das flach auf dem Tisch liegend, zieht man den Schaumstoff in eine gerade Form, die Taukappe eiert dann vorne immer ein wenig, auch wenn sie hinten am Tubus rund aufgesteckt ist.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Danach bringe ich noch selbstklebende Veloursfolie in Streifen innen an der Taukappe auf. Vielfach wird deren Wirkung bestritten, auch im Tubus nicht ernst genommen, ich "steh drauf" weil ich auch beim Beobachten sehe, was es bringt.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Taukappe_10_klein.jpg" alt="" width="361" height="361" />&nbsp;&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_11_mittel.jpg" alt="" width="360" height="360" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So, wie im Bild rechts, sieht das dann fertig aus. Dieses Billigteil aus Resten ist, das kann man kaum bestreiten, nicht unbedingt kleidsam, aber eben höchst wirksam.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 16:01:25 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Digitaler Winkelmesser als Aufsuchhilfe</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/113-aufsuchhilfe-winkelmesser</link>
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			<description><![CDATA[<p><strong>Die äußeren Rahmenbedingungen für unser Hobby werden ja nun wirklich nicht besser, sondern immer ein wenig schlechter. Licht- und Luftverschmutzung nehmen zu. Dunkle Plätze zu finden wird vielerorts zunehmend schwieriger, noch seltener ist gute Horizontsicht anzutreffen.&nbsp;</strong></p>
<p>Ich gehöre sogar noch zu den Privilegierten, wohne im ländlichen Bereich und komme in mondlosen Nächten an leicht erreichbaren Plätzen noch durchaus auf 6 Mag + X, aber das ist nicht immer drin. Im Normalfall bin ich aber mit meiner <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/97-sucher-finderkombi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sucher-Finder-Kombi</a> aus Rigel-Quickfinder, 8x50 Winkelsucher mit beleuchtetem Doppelfadenkreuz-Okular und dem weitwinkligen Übersichtsokular im 12-Zöller, auch bei schwierigen Objekten, zügig erfolgreich.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_13_mittel.jpg" alt="" width="351" height="351" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6f6spiegel/Taukappe/Tauikappe_12_mittel.jpg" alt="" width="351" height="351" /></p>
<p>Gerade diesen Winter und eben jetzt, in der kalten Schönwetterphase zum Monatswechsel Februar/März 2022 fiel mir mehrfach auf, dass der übliche Horizontdunst sehr hoch reichte. Südlich recht tief stehende Objekte waren, selbst für mich, oftmals schwierig aufzufinden. Mir fehlten schlicht die kleineren Leitsternchen, die manchmal das Starhopping erst zielführend machen.</p>
<p><em>Okay, Leute die solche Probleme immer haben greifen gerne und völlig zu Recht zu GoTo, PushTo oder digitalen Teilkreisen. Das ist schlichte Frustvermeidung, weil so manche zeitintensive und letztlich doch oft erfolglose Suche wegfällt. GoTo findet, gut eingestellt, die Objekte recht zuverlässig und man kann sie beobachten.</em></p>
<p>Mir ist so was meistens eher lästig und auch zu teuer für den recht seltenen Bedarf, aber irgendeine Abhilfe für Spezialfälle sollte her und eine gute, grundsätzliche Idee für Dobsons ist im <strong>VDS-Magazin 79 mit dem Artikel "Schubsen mit Pfiff"</strong> veröffentlicht.</p>
<p>Den Drehteller des Dobsons ziert eine 360° Skala mit Anzeigenadel und auf dem Tubus sitzt ein digitaler Gradmesser mit Magnetfuß.</p>
<p>Das Ganze kostet einen findigen Bastler gerade mal die 35 Euro für den guten Winkelmesser von ELV, die Skala und der ganze Rest entsteht in der Werkstatt, notfalls am 3D Drucker.</p>
<p>Gebastelt hätte ich das Ganze noch, aber mir war klar, dass der Kram nach der Testphase verstaubt, weil ich den Aufwand mit zusätzlichen Anbauten, Einnorden, in Waage bringen pp meistens nicht machen will. Ich will schnell und effizient am Himmel sein und meine Beobachtungen, auch die Aufsuche und das Finden, genießen. Zudem käme, wegen der verstellbaren Füße, mein 12-Zöller ein paar Zentimeter höher und dann könnte ich im Zenit nicht mehr ohne einen kleinen Auftritt einblicken. Das ist der Grund, warum ich meine EQ-Plattform nur noch selten nutze, nicht mal zum Zeichnen. Der Dobs darf nicht höher kommen, er ist so schön bequem, wie er ist.</p>
<p><strong>Wie speckt man diese Sache nun ab, kann sie nutzen, ohne zu viel Funktion einzubüßen, das war die Frage.</strong></p>
<p>Wegen der Azimutskala muss das Ding eingenordet sein.</p>
<p>Aufgrund der Verbindung der Azimutskala mit dem Winkelmesser für die Höhe muss das Ding genau senkrecht und auch waagrecht stehen.</p>
<p>Kann ich den Neigungsmesser für die Höhe alleine gebrauchen, ohne einzunorden, auch wenn der Dobs nicht im Lot und in Waage steht?</p>
<p><strong>Ja, es geht!</strong></p>
<p>Erforderlich ist dafür natürlich, dass ich die aktuelle, zeitlich recht genaue Angabe der Höhe des gewünschten Objekts im azimutalen Koordinatensystem kenne. Dafür gibt es jede Menge APPs und Planetarium-Programme, wo man zeitnah, sogar direkt am Teleskop, nachsehen kann. Okay, auch rote Displays sind einer guten <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/39-grundsaetzliches-zur-dunkeladaption-aus-der-praxis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dunkeladaption</a> nicht förderlich. Einen Tod muss man sterben, oder man holt sich schon vor der Beobachtung, im Rahmen der Planung, Tabellen mit den Angaben aus den Programmen. Interessant ist in dem Zusammenhang auch das Thema <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/test/75-rotlicht-und-kartenlesen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rotlicht und Kartenlesen</a>.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/DigHoehenmesser/Dig_Hhe_3_mittel.jpg" alt="" width="234" height="234" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/DigHoehenmesser/Dig_Hhe_2__mittel.jpg" alt="" width="234" height="234" /> <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/DigHoehenmesser/Dig_Hhe_mittel.jpg" alt="" width="232" height="232" /></p>
<p>Der Höhenmesser wird geeicht geliefert und man kann ihn bei Bedarf selbst nacheichen. Das Display lässt sich abklappen und in der Neigung verstellen. Es ist nicht beleuchtet, die Schrift groß und unter Rotlicht sehr gut ablesbar. Er zeigt immer die Höhe nach dem Alt/Azimut Koordinatensystem, also die Neigung gegenüber der waagrechten Null Linie, in Grad über oder unter diesem waagrechten Horizont an, in die er mit seiner Basis ausgerichtet ist. Es ist also völlig egal, wie schief der Dobson auf einem Acker steht, denn der Winkelmesser misst die Abweichung von Null Höhe in Grad und nicht die Strecke. Die Schieflage bedingt nur eine Abweichung im Azimut.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/DigHoehenmesser/Winkelmesser_Abweichung.png" alt="" width="708" height="317" /></p>
<p>Nun muss man den Winkelmesser, oder besser seine Halterung, natürlich noch auf die Optik einrichten, wenn man es ganz genau haben will. Der Strahlengang läuft ja nicht zwangsläufig exakt durch die Mittelachse des Tubus, dessen Wandung aber natürlich (bei einem guten Tubus) genau dieser Mittelachse folgt. Bei jedem Justiervorgang an der Optik verschiebt man die optische Achse und wer mal in Höchstvergrößerung am Stern (Polaris) justiert hat, weiß wie schnell der Stern bei kleinsten Drehungen an den Justageschrauben wandert. Es kommt also darauf an, wie genau man es will und/oder braucht.</p>
<p>Die Halterung ist zunächst mal provisorisch und dann schaue ich mal im Langzeittest, ob das so genügt oder ob ich es genauer haben will. Bis hier hin passt das. Ein wenig Nachbiegen nach den ersten Missweisungen und nun bin ich bei meinen gängigen Objekten (Sonne/Mond, M 46, M42 und ein paar Sternen) bei immer wieder reproduzierbaren 0,0 bis 0,3 Grad Missweisung in der Höhe.&nbsp; Das liegt an einer gewissen Trägheit des Geräts bei der Reaktion auf winzige Bewegungen und auch ein wenig daran, dass ich ja in der Breite immer noch "suchen" muss. Dabei bewege ich schon mal den Tubus auch ein wenig in der Höhe. Ich habe ja nur die Höhe genau eingestellt, die Breite stelle ich nach wie vor nach alter Väter Sitte ein. Dabei ist es eine gute Idee, nochmal nach dem Display zu schauen, ob man die Höhe verändert hat.</p>
<p>Ich weiß z.B., dass der Spirograph-Nebel (IC 418) Mit den Sternen Rigel und Saiph (53 ORI) ungefähr ein gleichschenkliges Dreieck bildet. Nun bräuchte ich für eine schnelle, erfolgreiche Aufsuche aber noch die Verbindung zwischen 53 ORI und dem noch deutlich tiefer stehenden 5 LEP, um die Höhe genauer einzugrenzen und ein zweites Dreieck mit Rigel zu bilden. 5 Lep bleibt mir aber schon mal in der Horizontaufhellung verborgen.</p>
<p>Die App oder das Programm gibt für den 08.03.22, um 21.00 Uhr, an, dass IC 418 auf 20° 20' Höhe steht. Ich stelle diese Höhe ein und fahre in den Eckpunkt des Dreiecks mit Rigel und Saiph. Da geht es dann derzeit noch maximal um 0,5° bis IC 418 mittig steht. Das bedeutet, ich kann schon mit bis zu 120fach aufsuchen und/oder mich an Begleitsternchen, die ich im Übersichtsokular sehe, orientieren.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/DS_2022/Aufhellung_3.png" alt="" width="328" height="251" />&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/DS_2022/IC_418_Spirograph_mittel.png" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/DS_2022/IC_418_Spirograph_mittel.png" alt="" width="371" height="251" /></a></p>
<p>Okay, nun kommt es bei diesem zarten, feinen, durchscheinenden Objekt sehr darauf an, ob die Horizontaufhellung hauptsächlich durch Licht oder durch Dunst (Staub, Wasserdampf pp) hervorgerufen wird. Ist es hauptsächlich Licht kann man dem Spirographnebel mit hoher Vergrößerung und entsprechend abgedunkeltem Himmel, also bei passender <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/test/90-ap-ignoranz-und-die-folgen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Austrittspupille</a>, durchaus gut beobachten. Je mehr Wasserdampf oder Staub ins Spiel kommt, um so schwieriger wird das. Mit helleren PNs oder auch Sternhaufen ist das oft deutlich einfacher.</p>
<p>Ein Versuch lohnt in jedem Fall.</p>
<p>An <strong>sehr leichtgängig eingestellten Dobsons</strong> kommt es oft vor, dass man beim Okularwechsel schon mal das Objekt verliert, z.B. schlicht weil sich das Rohr ohne das Okulargewicht aufrichtet. Gerade wenn es um hohe Vergrößerungen und kleine Gesichtsfelder geht, ist es dann ein Vorteil, wenn man den aktuellen Wert für die Höhe des Objekts vorher nochmal am Winkelmesser abgelesen hat und wieder einstellen kann. Dann braucht man nur noch in der Breite ein wenig nachgehen und muss nicht nochmal zu niedrigen Vergrößerungen und größeren Aufsuchfeldern zurück. &nbsp;</p>
<p>Eine weitere nutzvolle Anwendung sehe ich in der<strong> Aufsuche von Mond, Planeten oder Sternen am Tage oder in der Dämmerung</strong>, z.B. Merkur oder Venus, wenn sie nicht oder eben schon bevor sie mit freiem Auge sichtbar sind. Mit den Winkelmesser reduziert sich die Suche im Zielgebiet auf den Breitengrad, die Höhe hat man.&nbsp; &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Tue, 08 Mar 2022 15:31:48 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Stirnlampe - Tuning</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/115-stirnlampe-tuning</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/115-stirnlampe-tuning</guid>
			<description><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Stirnlampe ist auf dem Beobachtungsplatz eine feine Sache und fast jeder Hobbyastronom hat eine.</p>
<p>Allerdings sind gute, fürs Hobby geeignete Modelle recht teuer und schwer zu finden. Selten stimmen Lichtfarbe und Lichtintensität und oft genug ist schon die Belegung des Schalters für die verschiedenen Funktionen die Katastrophe schlechthin, weil man irrtümlich oder sogar gezwungener Maßen auf Weißlicht schaltet, bevor Rotlicht kommt und sich damit regelmäßig die <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/39-grundsaetzliches-zur-dunkeladaption-aus-der-praxis" target="_blank" rel="noopener">Dunkeladaption</a> der Augen verdirbt.</p>
<p>Komplett auf Weißlicht verzichten geht aber, z.B. beim Auf- und Abbau oder der Suche nach einem herunter gefallenen Kleinteil im Gras, auch sehr schlecht. Rotlicht, welches das erlaubt ist gnadenlos zu hell.</p>
<p>Nicht selten führt die Verwendung ungeeigneter, zu heller Stirnlampen zu Verstimmungen auf Beobachtungsplätzen. Gerade wenn visuelle Beobachter weite Anreisen unternehmen müssen, um unter dunklem Himmel zu stehen, kommt es ziemlich übel an, ihnen Flutlicht auf die Augen zu geben. Es ist wirklich angesagt, bei Platzrunden nötigenfalls das Rotlicht, aber auch die Kippfunktion zu nutzen, um den Boden vor sich zu beleuchten und nicht das komplette Umfeld.&nbsp;</p>
<p>Ich habe eine recht gute Energizer im <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/okulare-filter-zubehoer" target="_blank" rel="noopener">Zubehörkoffer</a>, aber die kommt allmählich in die Jahre und überhaupt, man schaut einfach hin, wenn so ein Teil irgendwo angeboten wird. Aktuell, Mai 2022, gibt es wieder in einem Supermarkt Rabattmarken für alle möglichen Outdoor-Artikel und schon war es wieder mal passiert.</p>
<p>Da haben wir das gute Stück, LED, LED, LED, gnadenlos helles Weißlicht und das Rotlicht ist ebenfalls extrem, blendend hell.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_1_gro.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_5_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_5_gro.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a></p>
<p>Die Abfolge des Druckschalters ist 1. Weißlicht extrem hell, 2. Weißlicht sehr hell, 3. Rotlicht extrem hell, 4. Rotlicht blinkend, 5. aus.</p>
<p>Das passt also gar nicht, wenn auch die Kippfunktion und das Stirnband gut und und funktional sind. Spaßeshalber habe ich mal die Lichtfarbe mit dem Handspektrometer gemessen. Der Peak liegt tatsächlich etwa bei 650 nm, also eigentlich sehr gut.</p>
<p>Rolf hatte dem Teil auch nicht widerstehen können, zumal er meinte, eventuell an das Innenleben heran zu kommen um Funktionen auszuschalten, bzw. Leuchtstärken abzusenken, was sich im praktischen Versuch aber als problematisch herausstellte.&nbsp;</p>
<p>Den Ausschlag, mich mit der Lampe nochmals zu befassen, gab die passende Lichtfarbe und die eigentlich simple, gute Verarbeitung.</p>
<p>Das Weißlicht ist nicht abzuschalten und kommt zuerst, also muss es abgeklebt werden. Klebt man es dauerhaft ab, verliert man die Funktion komplett. Die Lösung fand sich mit einem Rest selbstklebendem Klettband.</p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_4_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_4_gro.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_3_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_3_gro.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a></p>
<p>Streifen der "Klettseite" lassen sich sehr gut auf die glatte Frontscheibe der Lampe und die Oberseite des Gehäuses kleben. Sie dürfen ruhig etwas breiter als auf dem Foto ausfallen und umlaufend sein. Ein gedoppelter Streifen der "Flauschseite" des Klettbandes in passender Größe setzt sich darauf, schließt dann fast lichtdicht ab oder kann bei Bedarf so aufgeklappt werden, dass er die Weißlichtlampe freigibt, aber am Gehäuse angeheftet bleibt. Der minimale Durchlass einiger kleiner Lichtpünktchen im geschlossenen Zustand lässt erkennen, dass die Lampe eingeschaltet ist, ohne die Dunkeladaption zu stören.</p>
<p>Ich kann definitiv mit dem Taster über die beiden Weißlichteinstellungen hinweg schalten, ohne meine eigene oder die Dunkeladaption von Mitbeobachtern durch weißes Licht zu stören. Auch irrtümliche Schalterbedienungen bleiben aus oder sind zumindest folgenlos.</p>
<p>So weit, so gut, bleibt noch das viel zu helle rote Licht.</p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_6_gro_II.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_6_gro_II.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_7_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_7_gro.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a>&nbsp;</p>
<p>Der Kartenausschnitt ist zwar gut zu lesen, aber viel zu hell angestrahlt, sodass das weiße Papier grell orange reflektiert. Es bringt auch wenig, eine der beiden roten LEDs abzukleben. In solchen Fällen helfe ich mir mit schwarzem Edding. Auf der glatten Plastikscheibe konnte ich ihn gut und mehrschichtig auftragen. Da sich das ungeschützt im Gebrauch sehr schnell abnutzt, habe ich die Schicht mit Tesa-Film abgeklebt. Die Klebung und auch die geschwärzte Schicht halten in der Regel recht lange. Beides kann bei Bedarf immer wieder erneuert werden.</p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_8_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_8_gro.jpg" alt="" width="229" height="229" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_10_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_11_gro.jpg" alt="" width="229" height="229" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_9_gro_II.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Stirnlampe/Stirnlampe_9_gro_II.jpg" alt="" width="229" height="229" /></a></p>
<p>Es gibt viele ähnliche Stirnleuchten zu kaufen und wenn die Lichtfarbe passt, kann sich ein solcher kleiner Umbau durchaus lohnen.</p>
<p>Gerade wenn die Schalterbelegung und Abfolge nicht passt, ist die völlige, aber leicht abzunehmende Abdeckung der störenden, also meistens der weißen Leuchte mittels Klettband eine überlegenswerte Option.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Sun, 29 May 2022 14:37:08 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Dobson 114/660 revival</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/121-114-660-revival</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/121-114-660-revival</guid>
			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Lang ist es her, da träumte ich den Traum vom <strong>114er Einsteigerdobson</strong> für jedermann, der eben nicht nur den ebenso altbackenen wie qualitätsunsicheren 114/900er Kaufhausnewton mit Kugelspiegel und 1 1/4 Zoll Plastik-OAZ, einen für Einsteiger untauglichen 114/500er oder den katastrophal-katadioptrischen 114/1000er Short-Newton als Herzstück aufzuweisen hatte, sondern wirklich kann, was ein modernes Einsteigerteleskop für wenig Geld möglich macht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Niemand aus der Händlerschaft interessierte sich dafür, zaghaft bekundetes Interesse von möglichen Anwendern hilft nicht und so blieb es bei meiner Machbarkeitsstudie, die ich aus günstigen, teils selbst gebauten Komponenten und zusammengesuchten Restposten und -stücken bastelte. Das kostbarste Teil darin ist der von Andreas "gestreichelte", sehr gute ATM-Hauptspiegel mit echten 114 mm Öffnung und 660 mm Brennweite.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Newtondobs1.jpg" alt="" width="211" height="376" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/114er3.jpg" alt="" width="212" height="377" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/114er4.jpg" alt="" width="211" height="376" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ein großes Hindernis war, dass es zum Zeitpunkt des Baus vor ca. 10 Jahren, keine bezahlbaren 2 Zoll Okularauszüge mit guter Mechanik und einer Bauhöhe unter 70 mm gab und auch heute, also 2023, immer noch nicht gibt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Kleine Newtons sind daher kaum mit Obstruktionswerten unter 30% zu bauen. Da es zur Vermeidung extremer Obstruktionswerte bei gleichzeitigem Augenmerk auf gute Ausleuchtung von 2" Weitfeldokularen sehr darauf ankommt, den Okularauszug so niedrig wie möglich zu halten, kam ich auf einen Selbstbau Helikal-Okularauszug mit etwa 40 mm minimaler Höhe über Tubus. Im Verbund mit dem 150 mm HP-Tubus (Hartpapierröhr) konnte so ein 32 mm Fangspiegel (28% Obstruktion) eingesetzt werden, der immer noch reichlich 10 mm Feld ausleuchtet. "MyNewton" ist damit zufrieden und ich auch, zumal die Abblildungsleistung wirklich gut ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Allerdings ist dieser Helikalauszug wegen der mitdrehenden Okulare nicht mein Ding. Meine Okulare haben vielfach seitliche Störlichtfahnen, für Mond und Planeten setze ich auf einen Binoansatz und so blieb das Teleskop doch mehr und mehr auf der Strecke, eigentlich bevor es richtig fertig war. Spätestens als dann mit dem 6 Zoll f/4,8 Dobson mehr Öffnung bei ähnlich schneller Einsatzbereitschaft zur Verfügung stand, geriet der Kleine fast in Vergessenheit.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Wende kam mit dem 3D-Druck und mit Astrokumpel Dennis langsam in Sichtweite, der auf seinem Drucker einen im Netz kursierenden <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/124-okularauszug-aus-dem-drucker" target="_blank" rel="noopener"><strong>Crayford-Okularauszug</strong></a> nachdruckte. Das Teil funktioniert und weist nur <strong>40 mm Bauhöhe</strong> auf. Einzig die Beschaffung eines temperaturstabilen Basismaterials erwies sich als langwieriges Problem, welches sich aber kürzlich lösen ließ. Die eingespannte Okularsteckhülse verformt sich nun auch dann nicht mehr, wenn das Teleskop mal an einem heißen, sonnigen Sommertag in einem geschlossenen Zelt steht und Temperaturen bis 60 Grad ausgesetzt ist. Man sollte das (eigentlich jedes) Teleskop trotzdem nicht solchen Backofentemperaturen aussetzen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mein 6-Zöller ist schon einige Zeit so ausgerüstet und der OAZ inzwischen mit der Okularsteckhülse aus dem neuen Material versehen. Übrig blieb mir ein zweiter, schon stark bebastelter, aber voll funktionstüchtiger Okularauszug, der zuvor verschiedenen Tests, unter anderem im Backofen, diente.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Eigentlich holte ich den 114/660er Dobson nur aus der Ecke, um den gedruckten OAZ mal dran zu halten. Der sah&nbsp;neben dem kleinen Helikal schon recht monströs aus. Das Loch im Tubus war ohnehin zu klein, die Fangspiegelhalterung fraglich, die Montage in der Rockerbox ziemlich stümperhaft, das sah alles recht problematisch aus.&nbsp; Aber eigentlich hat dieser gute 114er sein Potenzial viel zu selten zeigen dürfen und gebaut wurde er mal um Potenzial zur Alltagstauglichkeit zu beweisen. Warum also nicht ein paar Problemchen lösen, die Reste- und Bastelkiste enthält fast alles was ich brauche. Einfach mal machen, das könnte doch gut werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Die Idee für das Teleskop ist sehr einfach.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Mit f/5,8 ist so ein Parabolspiegel noch okularunkritisch, bietet also auch mit einfachen Okularen ein gutes Bild im Rahmen der Öffnung. Man kann langbrennweitige Okulare mit voller Feldblende für größtmögliches Feld nutzen immerhin sind maximal 4 Grad drin. Das ist Weitfeld vom Feinsten, z.B. mit einem 38 mm Erfle-Okular bei 17fach mit 6,5 mm AP. Selbst ein gängiges, günstiges 32er Plössl in 1 1/4 Zoll Ausführung bildet super ab und bringt 20fache Vergrößerung mit deutlich über 2 Grad Feld bei 5,5 mm AP.<br /></em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Nur 28% Obstruktion linear und 7,8% über die Fläche sind in dieser Größenklasse ein Top-Wert, die <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/100-gebogene-spinne" target="_blank" rel="noopener">gebogene Spinne</a> für den kleinen, leichten Fangspiegel ist gut und justierstabil zu machen. Sie erzeugt visuell keine Spikes an hellen Sternen. Allein schon in Summe und Verteilung der zusätzlich zum Fangspiegel verursachten Beugungserscheinungen ist sie die kleinste Lösung und damit allen anderen Haltern überlegen. Die Hauptspiegellagerung erfolgt ohne Klammern oder sonstige Eingriffe auf die verspiegelte Fläche, womit zusätzliche Beugungserscheinungen vermieden werden. </em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Da geht mit dem sehr guten Spiegelset auch bis 150fach was am Planeten, wenn mal alles richtig passt auch mit 4 mm Okularbrennweite für 165fach bei ~0,7 mm AP.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Das HP-Rohr (Hartpapier 3 mm Wanddicke) mit Innenvelourierung ist wie ein <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/101-isotubus" target="_blank" rel="noopener">Isotubus </a>zu sehen und bietet für den kleinen Spiegel vom Durchmesser her üppig Platz. Die Spiegelzelle ist sehr luftig. So ist der Anbau eines Lüfters noch entbehrlich, auch wenn höhere Vergrößerungen angewendet werden.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><em>Das Teleskop ist leicht, gut transportabel, kann auf dem Stummelstativ aus Dachlatten oder auf einem Tisch, Hocker, ja selbst auf Getränkekisten stehend betrieben werden und ist als Dobson intuitiv zu handhaben.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Geträumt ist das schnell, der Umbau geht dann schon etwas langsamer.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_OAZ_mittel.jpg" alt="" width="325" height="434" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Spinne_mittel.jpg" alt="" width="325" height="434" />&nbsp;&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der <strong>Okularauszug</strong> sieht an dem kleinen Tubus ziemlich überdimensioniert aus, ist aber kaum schwerer als der alte Helikal, da er bis auf die Welle, einige Schrauben und Buchsen nur aus Kunststoff, im Inneren mit luftiger Wabenstruktur, besteht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die <strong>gebogene Spinne</strong> kann zunächst beibehalten werden, sie passt noch, trotz der etwas größeren Basis des neuen OAZ. Der <strong>Fangspiegelhalter</strong> mit den drei Justageschrauben ist bei dieser Konstruktion eigentlich unnötig, da reicht eine im passenden Winkel abschrägte Lasche zur Fangspiegelbefestigung. Die restlichen Freiheitsgrade bieten die beiden seitlich am OAZ angebrachten Haltebügel, in denen die Arme jeweils in der Läge verändert, in der Höhe verschoben und im Kippwinkel korrigiert werden können. Mit festgezogenen Schrauben ist das System absolut starr. Das justiert sich, ohne die (hier noch vorhandenen) drei Kippschrauben und die zentrale Stellschraube zu bedienen anders als gewohnt, ist aber nach Eingewöhnung viel unproblematischer. Bleibt die Aufgabe, das bei gleich guter Funktion noch etwas schöner zu machen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Justage__mittel.jpg" alt="" width="325" height="433" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_HS_Zelle_mittel.jpg" alt="" width="326" height="435" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ähnlich sieht das beim <strong>Tubus</strong> und bei der <strong>Hauptspiegelzelle</strong> aus, die komplett aus dem Altbau übernommen wurde, weil sie einfach perfekt funktioniert. Das Bild zeigt ein Stück KG Grundrohr (DN 160), welches als passende Verlängerung auf das zu kurze Reststück eines 150 mm Hartpapierrohrs gesteckt und verklebt wurde. Der Spiegelzellenring aus Multiplexholz passt sich ein und ist innerhalb der Verlängerung zu verschieben, sodass der Fokuspunkt frei festgelegt werden kann. So kann ich auf Brennweitenunterschiede von Hauptspiegeln, Höhenunterschiede von Okularauszügen oder extreme Fokuslagen von Zubehör reagieren, letztlich wäre sogar der Umbau zur Fotomaschine ohne Aufwand möglich. Ist die passende Lage im Tubus gefunden fixiere ich den Ring mit drei Madenschrauben, die durch den Ring von innen gegen den Tubus drücken.&nbsp; Die drei Schrauben für die Justage sind in der Hauptspiegelhalterung drehbar gelagert. Justiert wird mit den Schrauben simpel über geschnittene Gewindegänge im Holz des Zellenrings. Das ist extrem feinfühlig, gleichzeitig auch schwergängig und stabil genug um sich, auch ohne Konterung, nie selbsttätig zu verstellen und leichtgängig genug für Handbedienung.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Spiegel selbst liegt auf drei Korkplättchen. Eine kleine zentrale Gewindebuchse ist mit einem Silikonpunkt auf die Rückseite geklebt und hält den Spiegel absolut sicher in der Zelle. Löst man diese Schraube kann der Spiegel zwecks Reinigung oder Austausch leicht entnommen werden. Haltebacken, welche auf die verspiegelte Fläche greifen würden, sind unnötig. Damit verbundenes Verspannungs-, Beschädigungspotenzial ist gebannt, entsprechende Beugungserscheinungen mit ihren Beeinträchtigungen der Abbildungsleistung ausgeschlossen. Ja, ich weiß, Holz "arbeitet", aber das spielt in dieser Größe und für visuelle Anwendungen keine Rolle.</span></p>
<p>&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_komplett_mittel.jpg" alt="" width="320" height="320" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_OAZ_Justage_mittel.jpg" alt="" width="320" height="320" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So ausgestattet wurde der Tubus wieder in die Rockerbox montiert, wobei die Höhenwiege mit seitlichen Lagerbacken versehen wurde, um den Tubus zusätzlich zur unteren, verstellbaren Lagerplatte zu stabilisieren. Die Höhenlagerung mit Klemmung über Flügelmuttern und mit CD's als Gleitlager hatte sich bereits früher als belastbar und feinfühlig zu bewegen bewährt. Sie wurde beibehalten. Den Drehteller für die seitliche Bewegung habe ich direkt mit dem Stummelstativ verbunden. Das passt zu meiner Gewohnheit, bequem sitzend zu beobachten und zu zeichnen. Hier gibt es die bewährte Lagerung mit drei Teflonpads die auf Küchenarbeitsplattenbeschichtung (Resopal Granit) laufen. Über die zentrale Halteschraube kann der Andruck reguliert werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nachdem über den Abstand des Hauptspiegels zum Fangspiegel und zum OAZ der Brennpunkt so festgelegt war, dass alle Okulare und auch der Binoansatz gut in die Fokus kommen, wurde die Justage erledigt. Die erste, kurze Sonnenbeobachtung mit dem alten Selbstbaufilter war als Test schon recht vielversprechend.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_OAZ_von_vorne_klein.jpg" alt="" width="320" height="320" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_OAZ_Sucher_mittel.jpg" alt="" width="320" height="320" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hier mal die Ansicht von vorne, mit der gebogenen Fangspiegelhalterung, dem niedrigen 2 Zoll Okularauszug und dem völlig ausreichenden Peilsucher.&nbsp; Von der Seite sieht man die simple Sucherbefestigung und die auf beiden Seiten des OAZ vorhandene Halterung für die Fangspiegelhalterung. Klemmplatte mit Rändelschrauben und einer Madenschraube zur absolut sicheren Fixierung.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Justage_1_klein.jpg" alt="" width="274" height="366" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_Sonne_mittel.jpg" alt="" width="364" height="364" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nochmal der Okularauszug mit Justiereinheit von der anderen Seite. Die Klebestreifen markieren viele Löcher im Tubus, die von vorherigen Basteleien herrühren. Auf späteren Bildern sind dort schwarze Schrauben zu sehen, deren einzige Funktion der Verschluss der Löcher ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun kommen die ersten ernsthaften Beobachtungen und ich kann nur sagen, der Umbau hat sich gelohnt. Der kleine Dobs hat mechanisch überhaupt keine Mühe mit dem doch recht schweren Binoansatz (925 Gramm) und die Nachführung ist so gut einstellbar, dass auch Zeichnen, mit gelegentlichem intuitiven Nachschubsen, kein Problem darstellt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Was die Optik mit frisch gewaschenen Spiegeln zeigt, finde ich ebenfalls sehr beachtlich. Das gibt jetzt schon genügend Material für einen eigenen Beobachtungsbericht zum Gerät. Ein erster Bericht steht schon unter <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/sonne-weisslicht-aktuell">Sonne Weißlicht aktuell</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hier nur mal die ersten Bilder als Appetithäppchen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_Zeichnung_mittel.jpg" alt="" width="238" height="238" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Sonne/Sonne_2023/28-02-23_10oo_Detail_mittel.png" alt="" width="391" height="238" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nachdem inzwischen der erste <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/beobachtungsberichte/dobson-114-660/122-firstlights-114-660-revival" target="_blank" rel="noopener">Beobachtungsbericht</a> online ist, bleiben noch kleine, abschließende Arbeiten nachzutragen, die den Umgang mit dem Dobson nochmals erleichtern. Ein Nachführgriff und ein Tragegriff wurden noch angebaut. Erfreulich klein und handlich ist der Dobson geworden und fertig aufgebaut findet er durchaus auch mal in einer Raumecke Platz.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Nachfhrgriff__mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Nachfhrgriff__mittel.jpg" alt="" width="154" height="205" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Tragegriff__mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Tragegriff__mittel.jpg" alt="" width="154" height="205" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_Griff_mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_Griff_mittel.jpg" alt="" width="154" height="205" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_fertig_mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_fertig_mittel.jpg" alt="" width="154" height="205" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es ist halt so, dass alle gängigen Kleinnewtons bis 6 Zoll Öffnung (bis auf ein paar fotografisch ausgelegte Ausnahmen) auf dem Markt maximal als Organspender für Selbstbauten taugen oder sündteuer werden.</span><br /><span style="font-size: 12pt;">Am ehesten taugt noch die justierbare (aufpassen!) Heritage Variante von Skywatcher mit dem Ausziehtubus und dem 1 1/4 Zoll Stummelauszug als günstiges Teleskop für einen guten Einstieg, darüber hinaus auch für schnell mal gucken und für Ausflüge unter dunklen Himmel mit leichtem Gepäck.</span><br /><span style="font-size: 12pt;">Ansonsten sind die Fangspiegel immer zu kein, die OAZ immer zu hoch, die Justierung immer zu problematisch um die ohnehin immer fragliche Qualität der Spiegel auch in entsprechende Leistung münden zu lassen, also ans Auge liefern zu können.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hat man aber einen kleinen, passenden Dobson gefunden oder gebaut, ist man wirklich sehr mobil, egal ob es nun von zu Hause zu Fuß ins Feld geht, oder von einem Parkplatz aus ein dunkler Ort in einigen 100 Metern Entfernung erreicht werden soll.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_Marschgepck_1_Mittel.jpg" alt="" width="310" height="310" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_Marschgepck_2_Mittel.jpg" alt="" width="310" height="310" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So sieht mein Gepäck für solche Ausflüge aus. Schwere Okularkoffer pp. bleiben zu Hause. Das Teleskop mit dem Tragegriff kommt in eine Hand, der Rucksack mit Sternkarte, zwei Okularen plus Barlow, Filtern, Astrolampe und einem Fernglas, sowie Thremoskanne, Wasserflasche und sonstiger Verpflegung auf den Rücken. Gegebenenfalls würde da auch noch ein Stativ und/oder ein Falthocker/Stuhl hinein passen oder diese Sachen müssten in der anderen Hand getragen werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mein Selbstbau Stummelstativ ist aber auch für solche Ausflüge ausgelegt. Man kann es fest mit dem Teleskop verbinden, dann fällt das Tripod weg (bzw. in den Rucksack).</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/114-Dobs-Stativ_klein.JPG" alt="" width="297" height="528" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/114-Dobs-5_klein.JPG" alt="" width="297" height="528" />&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/6-zoll-Weitfeld-Stummelstatv_Hocker_Klein-009.jpg" alt="" width="605" height="340" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich kann es aber auch als Hocker verwenden und das Teleskop mit dem Tripod auf den Boden stellen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So bleibt mir beim Spaziergang zum Beobachtungsplatz sogar noch eine Hand frei. Im Rahmen solcher Ausflüge lernt man auch, dass Einzelteile gerne zu Hause oder am Platz vergessen werden. Auch wird manches lose Teil vom Winde verweht oder geht auf andere Weise verloren. So hat die neue und sehr leichte Taukappe, aus Moosgummi mit Velourseinlage, am 114er ihren festen und sicheren Parkplatz hinten und ist da für den Einsatz vorne immer greifbar.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Taukappe_2_mittel.jpg" alt="" width="295" height="295" /> &nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Taukappe_1_mittel.jpg" alt="" width="295" height="295" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nochmal zusammengefasst ist eigentlich erst mit diesem <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/124-okularauszug-aus-dem-drucker" target="_blank" rel="noopener">gedruckten OAZ</a>, einem Kanalrohr und so was wie einer<a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/123-rockerbox-mini" target="_blank" rel="noopener"> solchen</a>, einfach nachzubauenden, kleinen Rockerbox, der Umbau finanzell attraktiv und heimwerkertechnisch überhaupt möglich. Man kann diese Box aus Multiplex-Brettchen, die man sich im Baumarkt fertig zuschneiden lässt, gut nachbauen. Die Verzapfungen an den Wangen sind in dieser Größenklasse nicht zwingend nötig. Mit etwas Holzleim und ein paar Schrauben kann man auch eine stabile Verbindung herstellen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es gibt auch schon Anleitungen zum 3D-Druck kompletter kleiner Dobsons im Netz. Sehr attraktiv für technikbegeisterte, aber auch von Lichtverschmutzung geplagten Hobbyastronomen kann so etwas in Kombi mit Chelestron Star Sense (Handysteuerung) oder den Skywatcher PushTo Systemen werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Jedenfalls ist es so, dass die meisten kleineren Newtons, mit Ausnahme der SW-Heritage Dobsons, die man heute kaufen kann, einen zu großen Fangspiegel benötigen (der häufig nicht eingebaut ist) um den kompletten Lichtkegel so aus dem Tubus heraus umzulenken, dass der (über einem zu engen Okularauszug) zu hoch über dem Tubus liegende Fokuspunkt ohne Öffnungsbeschneidung/Vignettierung erreicht werden könnte.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Solche Spiegelsets eignen sich meistens hervorragend für den Einbau in einen längeren (verlängerten) Tubus mit angebautem niedrigen Okularauszug und entsprechender Fokuslage. Es entfällt nicht nur Öffnungsbeschneidung und Vignette, nein es kommt sogar oft genug üppige Feldausleuchtung, auch für langbrennweitige Weitwinkelokulare, dabei heraus. &nbsp;</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/OAZ_diverse_gro.png" alt="" width="600" height="455" /></p>
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<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Tue, 28 Feb 2023 20:41:29 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Rockerbox Mini bauen</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/123-rockerbox-mini</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/123-rockerbox-mini</guid>
			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Sehr häufig bieten nicht nur die Newtons, sondern auch die Montierungen von Einsteigerteleskopen nicht das, was für einen Einsteiger gut nutzbar wäre. Zu schwach, zu wackelig, kaum vernünftig einstellbar, zu kompliziert und bedienerunfreundlich in der Handhabung. Da gibt es reichlich Nachbesserungsbedarf.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/erKatNewt/20220727_142329.jpg" alt="20220727 142329" width="297" height="296" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/CIMG3226.JPG" alt="" width="397" height="298" />&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Warum nicht komplett umdenken und sich eine kleine, einfache Rockerbox selbst bauen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hoch, runter, links rechts, simpel den Mond oder einen Planeten anpeilen, egal ob mit Rotpunktsucher, Rigel oder Telrad, egal ob frei nach Auge oder anhand von Informationen aus der Sternkarte oder App. Das reicht bei einem kleinen Teleskop mit kurzer Brennweite für interessiere Einsteiger locker. Manchen reicht das ein ganzes Hobbyleben lang und auch mit 20 Zoll Öffnung.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich stelle hier mal meine Bastelbox, die einmal von mehreren Mitwirkenden als RB-Mini konzipiert wurde, um eventuell sogar kommerziell angeboten zu werden, etwas genauer vor. Man kann sie wirklich sehr leicht, mit Heimwerkermitteln, notfalls sogar am Küchentisch, selbst bauen. Die Bauart ist prinzipiell auch für größere Öffnungen, bis 10 Zoll und mehr geeignet, ab 8 Zoll kann man mal über stärkeres Material als das hier verwendete 12 mm Buchensperrholz (Multiplex) nachdenken.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wenig Text und viele Bilder sollen klar machen, dass so etwas JEDE(R) kann, zumindest dann, wenn kein Schönheitspreis gewonnen werden soll, sondern nur gute Funktion zählt. Stichsäge Akkubohrschrauber, Raspel, Schleifpapier, eventuell zwei Schraubzwingen sollten vorhanden sein, ein Schraubstock wäre brauchbarer Luxus. Gute, scharfe Bohrer und Sägeblätter sind übrigens wesentlich wichtiger als sündteure Maschinen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Leute die auf Technik stehen, oder für die, wegen der zunehmenden Lichtverschmutzung, GoTo oder PushTo oder ähnliche technische Hilfen zur Aufsuche des Objekts wichtig sind, können auch eine solche Box damit ausrüsten.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__alle_Teile.jpg" alt="" width="701" height="701" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Da haben wir die einzelnen Bauteile meiner schon stark bebastelten RB-Mini. Box, Tripod, Höhenwiege, Teleskophalter.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Einzelteile aus 12er Multiplex wurden mal auf einer CNC-Maschine gefräst, da sind die sichtbaren Verzapfungen und Rundungen kein Problem und das sieht profimäßig aus.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im Selbstbau greift man besser auf fertig auf Maß gesägte, rechteckige Einzelteile mit geraden Kanten zurück.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">In Baumärkten kann man sich alle Teile genau auf Maß und mit sehr sauberen Schnittkanten zuschneiden lassen. Auch Schrauben und (Flügel)Muttern, Gewindestangen finden sich im gut sortierten Baumarkt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Ausschnitte im Holz sind nicht nötig, sollen nur Gewicht sparen und können bei Bedarf, in beliebigen Formen, mit einer Stichsäge selbst gemacht werden. Die Brettchen bleiben auch auf der Schnittkante stehen. Mit Schrauben und Holzleim kann man auch ohne Verzapfungen sehr stabile Verbindungen (auf Stoß) herstellen. Wem das nicht reicht, der kann zusätzlich mit Dreiecksleisten aussteifen und/oder Winkelbleche einschrauben.&nbsp; Wichtig ist, alle Löcher vorzubohren und dass dabei z.B. das Seitenwangenbett welches auf die Kopfseite des Frontbretts geschraubt werden soll, so vorgebohrt wird, dass die Schraube locker durchgesteckt werden kann. Wenn sich die Schraube im dünneren Loch des Frontbretts ihr Gewinde frisst, zieht sie das Seitenbrett kraft schlüssig gegen die Kopfseite des Frontbretts. Der Holzleim schafft dann eine dauerhafte Verbindung. Genau aus diesem Grund sollte man alle Teile erst verleimen, wenn die Box probehalber zuvor genau passend zusammengebaut und getestet war.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mein Drehteller ist rund, weil das mit einer Fräse problemlos zu machen ist.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__Drehteller_Tripod_2.jpg" alt="" width="345" height="345" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__Drehteller_Tripod_1.jpg" alt="" width="340" height="340" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mit Stichsäge von Hand tut man sich da schwer. Es ist absolut kein Problem, eine eckige Grundplatte zu nutzen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auch das Tripod kann vier Ecken haben, so lange man bei drei Standfüßen bleibt, oder ein einfaches Dreieck bilden. Meine Füße sind Ausschnitte vom Kranzbohrer, eckige Klötzchen erfüllen den Zweck auch.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im Internet oder im guten Baumarkt kann man auch raue Küchenarbeitsplattenbeschichtungen finden/bestellen. Ich habe z.B. "Resopal Granit" auf den Drehteller geklebt und als Gleitlager kleine Stückchen aus einer TPFE Platte geschnitten. Baumärkte führen meistens Teflongleiter für Möbel, die funktionieren auch. Wichtig für eine ruckfreie Bewegung ist, dass die zentrale Bohrung für die Halteschraube recht genau passt und nicht zu groß ist. Die Schraube muss sich frei drehen können, darf aber nicht wackeln Unterlegscheiben oben und unten verhindern, dass die handfest angezogene Schraubenmutter sich beim Drehen des Teleskops löst oder festzieht.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__Tubusadapter_1.jpg" alt="" width="340" height="340" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__Hhenwiege.jpg" alt="" width="340" height="340" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Höhenwiege mit dem Teleskophalter sieht zunächst mal kompliziert aus, das hat aber seinen Grund darin, dass ich für Testzwecke nicht nur den 114/660er Newton, sondern Tuben bis zu 190 mm Durchmesser, also für Teleskope mit bis zu 6 Zoll Öffnung, mit Möglichkeit zur Höhenverstellung montieren kann. Wer für sein Teleskop eine solche Box mit Höhenwiege baut, kann die Breite der Seitenwangen der Rockerbox und der Wiege darin exakt an den Durchmesser der Rohrschellen oder des Tubus anpassen und den Tubus an den Schellen, mit einer Prismenschiene, Distanzklötzen oder sogar direkt verschrauben.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ein wenig muss man dabei auf das Gleichgewicht achten und bedenken, dass z.B. vorne schon mal ein dickes 2" Okular oder ein Binoansatz mit 1000 Gramm Zusatzgewicht und mehr zu ungleicher Lastverteilung führen kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Lagerung mit zwei CD's und Beilegescheiben auf jeder Seite sorgt aber dafür, dass der Andruck über die Flügelmuttern an den in die Seitenwange geklebten Gewindestangen auch bei ungünstiger Lastverteilung so gut dosiert werden kann, dass die Bewegung noch sehr feinfühlig erfolgt.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__Hhenlager_1.jpg" alt="" width="340" height="340" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__Hhenlager_2.jpg" alt="" width="340" height="340" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich habe nur zwei Schrauben, mit denen ein, selbst aus Abfallholz gebautes, Adapterstück den Tubus mit der Wiege verbindet. Das ist höhenverstellbar ausgeführt aber i.d.R. unnötiger Aufwand. Zu sehen sind auch Gewindebuchsen zum Einpressen ins Holz. Das empfiehlt sich, wenn man Verbindungen häufig lösen und wieder befestigen muss. Zum Einpressen der Buchsen braucht es gut gezielte Hammerschläge oder (besser) einen Schraubstock. Für festen Zusammenbau ist das unnötig.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__Tubusadapter_2.jpg" alt="" width="224" height="224" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__Tubusadapter_3.jpg" alt="" width="224" height="224" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/114_660_bau_Wiege_komplett_2__mittel.jpg" alt="" width="224" height="224" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wer seine Box passend für (s)ein Teleskop baut benötigt das Adapterstück, die seitlichen Tubusführungen und die ganze Verstellbarkeit nicht. Man richtet sich mit der Breite der Box und der Wiege nach dem Tubus oder den Rohrschellen und schraubt Schellen, Tubus oder auch eine eventuell vorhandene Prismenschiene direkt in die Wiege. Dabei schiebt man den Tubus so passend, dass er mit einem mittelschweren Okular im OAZ einigermaßen im Gleichgewicht liegt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Bilder zeigen auch das "verbastelte" Frontbrett. Dazu kam es, weil die Box testhalber mal meinen dicken 6 Zoll f/6 Newton aufnehmen musste, das war für die geringe Grundfläche aber nur bei geradem Stand auf ebener Fläche machbar, ansonsten etwas zu schwer und hioch. Zumindest wäre dann eine größere Standfläche, also ein größeres Tripod besser gewesen. Der 6 Zoll f/4,8 war dann gerade noch okay. Im Normalfall steht ein durchgängiges Frontbrett&nbsp; zwischen oder vor den Seitenwangen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Abschließend nochmal mehrere Ansichten vom kompletten Dobson die alle wichtigen Details zeigen.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__mit_Teleskop_1.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__mit_Teleskop_1.jpg" alt="" width="222" height="222" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__mit_Teleskop_2.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__mit_Teleskop_2.jpg" alt="" width="222" height="222" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__mit_Teleskop_3.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/RB_Mini/RB_Mini__mit_Teleskop_3.jpg" alt="" width="222" height="222" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Tatsächlich trägt sie den Dobson mühelos und auch Ungleichgewichte durch schwere 2 Zoll Übersichtsokulare oder auch den Binoansatz sind kein Problem. Die Nachführung funktioniert tadellos, auch quer über beide Achsen, ich kann mich entspannt meinen Zeichnungen und den Beobachtungen widmen.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_komplett_mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_komplett_mittel.jpg" alt="" width="340" height="340" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_BINOmittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_Sonne_mittel.jpg" alt="" width="340" height="340" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wer nun keinen Tisch in passender Höhe hat, auch keine Zeit oder Lust, sich aus Latten so ein Dreibeinstativ zu basteln, der kann auch z.B. auf diesen etwas verdeckten Ikea-Hocker auf dem das Zeichenmaterial liegt, zurückgreifen. Das Ding hat eine gute Höhe, ist sehr stabil und für sehr schmales Geld zu erwerben. Als Vierbein neigt er natürlich, im Gegensatz zum Dreibein, immer zum Wackeln, aber es gibt auch kleine Unterlegkeile aus Plastik oder Holz zu kaufen oder zu schnitzen. Einer davon genügt, auf halbwegs ebenem Grund, um das abzustellen. Oft genutzte Sitzgelegenheit ist am 114er und auch am 150er Dobs ein uralter, nicht verstellbarer Bügelstuhl.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Thu, 09 Mar 2023 13:11:14 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Okularauszug aus dem Drucker</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/124-okularauszug-aus-dem-drucker</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/124-okularauszug-aus-dem-drucker</guid>
			<description><![CDATA[<p>Der 3D Drucker ist inzwischen für viele Hobbyastronomen ein beinahe unverzichtbares Hilfsmittel, um günstig Bauteile herzustellen oder herstellen zu lassen, die ansonsten kaum zu beschaffen sind und/oder zu teuer erscheinen.</p>
<p>Wer selbst keinen Drucker hat kennt jemanden oder kann auch im Internet auf angebotene Leistungen zurückgreifen, egal ob es um ein Zahnrad, eine Halterung, Rohrschellen, einen Sonnensucher, ein ganzes Mini-Teleskop oder, wie in meinem Fall, um einen 2 Zoll Okuklarauszug geht.</p>
<p>Meinem Astrokollegen Dennis, der schon länger im 3D-Druck fit ist, fiel <a href="https://marcosatm.com/2020/06/04/2in-crayford-focuser/" target="_blank" rel="noopener">diese Anleitung</a> auf und sie erschien uns sofort geeignet für unsere Bedürfnisse.</p>
<p>Die Möglichkeit 2 Zoll Okulare aufzunehmen,&nbsp; das geringe Gewicht und die geringe Bauhöhe von nur 40 mm über Tubus lassen den Okularauzug auch für kleine, visuell ausgelegte Newtons ideal erscheinen. Man kann, bei dieser geringen Bauhöhe, auf kleinere Fangspiegel zurückgreifen, als bei den gängigen Auszügen mit mindestens 70 mm Bauhöhe. So verringert sich bei der Konfiguration eines 130/650er Newtons und ungefähr gleicher Ausleuchtung der erforderliche Fangspiegeldurchmesser von 43 mm auf 38 mm (33% zu 28%), man kommt also problemlos unter die visuell sehr relavante 30% Marke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Interessenten sollten das bis zu Ende lesen, denn es gibt durchaus Probleme die gelöst werden wollen und derzeit liegt das Projekt auf Eis.</strong></p>
<p>Die Einzelteile wurden von Dennis gedruckt, die Teile aus der Zubehörliste (Wellen, Schrauben, Kugellager,&nbsp; Gewindebuchsen pp) bestellt. Ich befasste mich mit dem Zusammenbau.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/OAZ_gedruckte_Teile_I.jpg" alt="" width="300" height="169" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/OAZ_Teile_I.jpg" alt="" width="300" height="169" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Bild sind die Teile schon versäubert, also von kleinen, beim Druck unumgänglichen Überständen befreit. Auch sind die Blechstreifen als Lauffläche für die vier Kugellager und die Antriebswelle schon eingeklebt.<br />Wir haben die Variante für 1 mm Alublech auf doppelseitigem Klebeband gewählt. Ob noch eine andere Verklebung und/oder auch Edelstahlbleche erforderlich werden, zeigt sich erst in längerem Gebrauch. Das ist an der Stelle beliebig und schnell austauchbar.</p>
<p>Ein Teil der Gewindehülsen, Schrauben und anderer Kleinteile ist im zweiten Bild zu sehen.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/Schmelzspitze.jpg" alt="" width="300" height="169" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/einschmelzen_2.jpg" alt="" width="300" height="169" /></p>
<p>Das ist alles locker mit haushaltsüblichem Handwerkzeug, also Feile, Schmirgel-/Sandpapier, Blechschere, Cuttermesser zu machen.</p>
<p>An meinen (eigentlich ungeeigneten) Lötkolben habe ich eine Spitze aus einer Poppniete gebastelt, da stecke ich die Gewindebuchsen auf und kann sie heiß in die vorgesehenen Löcher einpressen/-schmoren.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/Welle_eingesetzt.jpg" alt="" width="301" height="169" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/mit_Basis.jpg" alt="" width="301" height="169" /></p>
<p>Die Kugellager werden in die Basis geschraubt, die Welle eingeschoben, dann kann das Auszugsrohr eingesetzt werden. Eine Basis mit passendem Radius für den 6 Zoll Tubus ist im Bild zu sehen, es geht auch einfacher, am 114er habe ich Dreiecksleisten verwendet.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/OAZ_mit_Spinnendurchfhrung.jpg" alt="" width="300" height="169" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/Im_Einsatz.jpg" alt="" width="301" height="169" /></p>
<p>Was ich oben anhand von einigen eigenen Bildern zeige und beschreibe ist in der sehr guten Anleitung ausführlich enthalten und erklärt.</p>
<p>Der Okularauszug funktionierte problemlos und auch mit schwerem, ausladendem Zubehör. Mein Binoansatz. bringt es mit zwei Okularen locker auf 900 bis 950 Gramm und 170 mm Länge über dem Okularauszug, das steckt er klaglos weg.</p>
<p>Ein Problem ergab sich dann auf einem Teleskoptreffen, als das Teleskop im geschlossenen Zelt, in der prallen Sonne, sehr heißen Temperaturen ausgesetzt war. Da herrschten locker über 60 Grad, mit der Folge, dass der Okularauszug sich verformte. Genauer gesagt passte sich das nach den Crayford-Prinzip zwischen Laufrollen&nbsp; und Fokussierwelle eingespannte Auszugsrohr an. Es gab den Druck nach und rutschte nun durch. Die Spannung ließ sich durch Anziehen der Einstellschrauben wieder herstellen, aber das Rohr war nun ein Ei und die Okulare klemmten schon beim Einstecken. Auch das ließ sich durch Nachschleifen beheben, ist aber natürlich kein Dauerzustand.</p>
<p>Dennis probierte einige Materialien aus. Nun ist wohl ein druckbarer ABS-Kunststoff gefunden, der zumindest höherere Temperaturen aushält, ohne sich so stark zu verziehen.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/OAZ_Passung.jpg" alt="" width="300" height="300" /> &nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_OAZ_Sucher_klein.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>Tests bis hier hin verliefen durchweg positiv, dennoch muss man darauf achten, dass man das Teleskop nicht unbedingt Backofentemperaturen aussetzt.&nbsp;</p>
<p><strong>Wir werden wohl auf lange Sicht vom Crayfordprinzip auf Zahnstange wechseln. Dieses Prinzip benötigt keinen Anpressdruck sondern lediglich etwas Reibung.</strong></p>
<p>Die Probleme kamen wieder, denn was nutzt ein relativ formstabiles Rohr, wenn sich das Gehäuse aus dem anderen Material dann, dem Druck nachgebend, entsprechend mehr verzieht.</p>
<p>Meine neueste, wohl letzte Variante, ist nun mit einem Metallkragen versehen.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_1_Metallklammer_Gro.jpg" alt="" width="301" height="301" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_2_40_mm_hoch_gro.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis jetzt tut er was er soll, mal schauen was der Lanzeiteinsatz bringt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_900_mit_N-Zoom_gro.jpg" alt="" width="610" height="610" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Box im Bild ist eigentlich für 8-10 Zöller vorgesehen. Der neu konstruierte kleine <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/22-teleskope/129-6-zoll-f-6-dobsonbau" target="_blank" rel="noopener">6 Zoll f/6 im KG Rohr</a> sieht etwas verloren darin aus und ist auch nur für Testzwecke so montiert. Er wird wohl sehr bald seine eigene Box bekommen.</p>
<p>Nachdem auch die Metallklammer die Verformung des Okularauszugs nicht verhinderte, habe ich das Projekt zunächst mal aufgegeben und bei meinem letzten Projekt einen stark modifizierten, noch 60 mm hoch bauenden Skywatcher OAZ angebracht. Ich habe ihn im überdimensionierten Tubus tiefer gelegt, sodass er nur 45 mm hoch baut.</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_150_Resin_PLA_gro.jpg" alt="" width="301" height="301" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_OAZ_UWA_gro.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>Zwei gedruckte Auszüge tun noch im 150/739er und im 114/660er ihren Dienst. Nachdem sie mehrfach nachgearbeitet und ausgeschliffen wurden bleiben sie gut funktionsfähig und ich passe auf, dass sie in der prallen Sonne oder in einem Zelt nicht zu heiß werden.&nbsp; Ansonsten warte, bis mal ein weniger komplizierter Okularauszug druckreif ist. Die Verwendung einer Zahnstange und dickere Wandungen sollten besser funktionieren.</p>
<p>Mit Update vom Herbst/Winter 2023 habe ich mich beim Bau eines Dobsons mal ganz von Okularauszug abgewandt. Meinen <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/46-uncategorised/8-zoll-vierkantdobson/139-8-zoll-vierkantdobson" target="_blank" rel="noopener">8 Zoll Vierkant Dobson</a> habe ich mit einem Schiebefokussierer ausgestattet.</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Sat, 11 Mar 2023 12:40:39 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Ferngläser und Filter</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/127-fernglaeser-und-filter</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/127-fernglaeser-und-filter</guid>
			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Von Beginn an gehören Ferngläser für mich zum Hobby. </strong></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im Grunde war das alte 7x42 Fernglas meines Vaters prägend, welches ich schon als Kind und als erstes optisches Instrument zum Himmel richtete, um mir den Mond näher anzusehen und die glitzernden Sterne. Lange Jahre habe ich das hin und wieder sehr gerne gemacht, auch den einen oder anderen nebligen Fleck gefunden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die erste drehbare Sternkarte und Teleskope kamen erst viel später doch war und ist immer ein brauchbares Fernglas zu Hand, auch wenn ich nie in die Premiumklasse dieser Binos vorgestoßen bin.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Neben kleinen Taschenferngläsern zum Wandern, dem 8x30 im Auto und einigen Raritäten bis hin zu einem wüsten 11,5 x 80 Selbstbau aus Schrottteilen kommen bei mir vier Ferngläser für den Astroeinsatz in Frage.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Da es teilweise um alte Schätzchen geht, hier der Hinweis zum Artikel über kleine Reparatur- und <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/105-fernglasjustage" target="_blank" rel="noopener">Justagemöglichkeiten</a> an Ferngläsern.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Manchmal liegt es nur an Kleinigkeiten die man beheben kann, wenn man Doppelbilder bekommt und/oder Schwierigkeiten mit der Scharfstellung hat.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/a_4_fg_3_klein.jpg" alt="" width="680" height="680" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Sehr mobil bin ich mit dem alten, weitwinkligen 8x40 von Revue, mein "immer dabei Glas" für alle Fälle.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auf Beobachtungsplätzen und zu Hause kommt ein modernes 10x56 Delta zum Einsatz.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Dann gibt es noch ein gutes altes, leichtes, scharfes 7x50 Optolyth sowie ein noch älteres, schweres 7x50 mit einem Firmenlogo ohne Optikbezug darauf, welches ein glockenklares, helles Bild zeigt. Das scheint ein Lizenzbau eines nahmhaften Herstellers zu sein und war wohl mal ein wertiges Präsent zu irgendeinem Firmenjubiläum irgendeines Verwandten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die beiden 7x50er Ferngläser kommen eigentlich nur mit Filter am Nachthimmel zu Einsatz.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Es hat eine Weile gedauert, aber irgendwann kommt eben die Idee auf, dass man doch auch an den Ferngläsern gerne mal mit einem UHC oder O III Filter beobachten würde, denn da gibt es eine ganze Menge große Emissionsnebel am Himmel die sehr lohnende Fernglasobjekte sind, aber auch kleinere Nebel lassen sich bereits mit dem Fernglas und entsprechenden Filtern recht gut erkennen.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wenn man sich, wie ich, in das Bild mit einseitiger Filterung, also Filter nur auf einem Auge, hineinlesen kann, unterschiedliche Helligkeit und Farbe nicht als zu sehr störend empfindet, stärkt man sogar Nebel ohne die Sterne allzusehr zu schwächen. Auch eine Seite schwach (weicher UHC) und die andere Seite stark (O III) gefiltert, geht, sogar H-Beta ist gut machbar, z.B. kommt der sehr große California Nebel unter gutem Himmel mit dem Fernglas und H-Beta einfach um Klassen besser zur Geltung.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Grundsätzlich eignen sich aber Filter mit breiterem Durchlass, also "City Light", UHC-E und UHC besser als zu enge Linienenfilter wie O III und H-Beta für die Anwendung hinter dem Okular. Der Grund liegt darin, dass diese Filter bei schräg auftreffendem Licht deutlich an Wirkung verlieren und das ist eben bei einem Fernglas, kurz hinter dem Okular, wo ein 40° bis zu 60° Strahlenkegel zum Fokus gebündelt wird, der Fall. Nebel werden dann, durch nachlassende Filterwirkung auf das Umfeld, zum Gesichtsfeldrand hin geschwächt.&nbsp; Sind für die Beobachtungen "harte" Linienfilter angedacht, sollte man sich eher mit größeren Filtern und deren Verwendung vor dem Objektiv befassen (weiter unten). Hier ist die Abweichung des Lichteinfallwinkels auf die Filterfläche, von der optimalen Rechtwinkligkeit, ganz erheblich kleiner.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun gibt es schon lange Ferngläser mit einschwenkbaren und /oder aufschraubbaren Nebelfiltern, die sind aber nicht gerade günstig, sowie einige wenige Ferngläser von speziellen Herstellern, die von Haus aus Schraubadaptionen für Objektivnebelfilter vorsehen.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ferngläser wo zufällig ein normaler 2" Nebelfilter in die Objektivöffnung passt und auch noch hält, sind seltene Glücksfälle und doch hat man Möglichkeiten, eigentlich sogar besser auf der Okularseite, wo man es mit 1 1/4 Zoll Filtern versuchen kann. Davon habe ich noch einige aus meinen Anfängen mit Teleskopen, als 2 Zoll Zubehör noch selten und für mich unerschwinglich teuer war. Die alten Teile haben schon den einen oder anderen Kratzer weg, aber bei so geringen Vergrößerungen und hinter den Okularen muss ja nur die Fläche direkt in der AP passen. Das sind also im Maximalfall, z.B. am 7x50 nur die innersten 7 mm, beim 8x40 bleiben 5 mm genau in der Mitte.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich stelle in der Folge mal einige Möglichkeiten vor, die ich gefunden oder auch bei Hobbykollegen abgeschaut habe.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Da ist z.B. mein 7x50 Optolyth sehr gut geeignet. Es hat wegen der Okulare mit großem Augenabstand auch entsprechend lange Gummiaugenmuscheln.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Optolyth_a_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Optolyth_b_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Sie haben auch, mit 30 mm, zufällig den richtigen Durchmesser, sodass gefasste 1 1/4 Zoll Filter, die man ansonsten in Okularsteckhülsen einschraubt, gut zentriert und plan auf dem Okular aufliegend gehalten werden. Die Filter kriegt man mit dem Fingernagel in das Innengewinde der Fassung gedrück auch leicht wieder heraus.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Abstand der Augen bleibt groß genug um noch sehr angenehm einblicken zu können.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Noname 7x50 hat ein etwas größeres Gesichtsfeld. Wenn ich es einsetzen will muss ich, wie bei den beiden weiteren Ferngläsern auch, zu Austauschaugenmuscheln</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Augenmuscheln.jpg" alt="" width="680" height="680" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">greifen oder sonstige kleine Änderungen vornehmen. Das Glas hat noch Augenauflagen aus Bakelit und da passen die Augenmuscheln mit den leicht hochgezogenen seitlichen Fahnen, die ich mal auf einer Astromesse vom Wühltisch gezogen habe, exakt. Ich halte es sogar für sehr wahrscheinlich, dass diese Augenmuscheln aus Gummi genau zu dem Zweck hergestellt wurden, auf harte Bakelitmuscheln aufgesteckt zu werden um dem seitlichen Störlichteinfall Einhalt zu gebieten. 1 1/4 Zoll Filter passen gut in die Bakelitmuschel, stehen da nur etwa 3-4 mm nach oben über sodass die 10 mm Aufstecktiefe der Augenmuscheln mit Fahne locker für sicheren Halt und Andruck des Filters reichen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/FG_7x50_bekalit_a.jpg" alt="" width="335" height="335" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/FG_7x50_bekalit_b.jpg" alt="" width="335" height="335" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Augenabstand zum Filter wird knapp, ist aber noch gut ausreichend.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Genau so funktioniert das auch an meinem geliebten 8x40 Allroundglas. Hier muss ich nur die für den Normalbetrieb ausreichenden Originalaugenmuschen abnehmen, kann den Filter auflegen und dann die Gummiaugenmuschel mit der Fahne aufstecken.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Revue_8x40_a_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Revue_8x40_c_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Revue_8x40_b_klein.jpg" alt="" width="315" height="315" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Revue_8x40_d_klein.jpg" alt="" width="315" height="315" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Glas hat ohnehin den geringsten Augenabstand und da ändert sich auch nicht viel. Der Einblick wird durch die seitlichen Fahnen sogar angenehmer. Hätte ich ein zweites Pärchen dieser Augenmuscheln bliebe ein Paar dauerhaft an diesem Fernglas.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">An meinen Prunkstück, dem 10x56 Delta mit moderner, guter Vergütung und der zu meinen Beobachtungsbedingungen sehr gut passenden AP von 5,6 mm, habe ich sogar zwei Optionen, Filter in die Gummiaugenmuscheln der Okulare zu implantieren.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Zum einen kann ich Filter mit einer zusätzlichen, kleinen Augenmuschel etwas auffüttern und sie dann in der Originalaugenmuschel versenken. Das geht schnell und sehr einfach, eigent sich daher hervorragend für einen schnellen Scan.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Delta_a_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Delta_Filter_3_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Delta_filter_2_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Delta_b_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Zum Anderen kann ich die Originalmuschel abstreifen, den Filter auf das Okulargehäuse, über die Augenlinse setzen und dann die Originalmuschel wieder aufstecken. Das lohnt nur für längere Beobachtungen mit Filter.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Selbstverständlich eigenet sich so ein Fernglas, bestückt z.B. mit Objektivfiltern aus Baader ND 5-visuell, also Filter unbedingt vor der Öffnung, auch sehr gut für die <strong>Sonnenbeobachtung im Weißlicht</strong>. Ohne dafür geeignete Filter darf man niemals in die Sonne sehen, schon gar nicht mit einem Fernglas, das kann bis zur Erblindung führen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Fertige Filter gibt es zu kaufen, aber es ist auch nicht schwer, gute Filter selbst zu bauen. Die Folie wird einfach in Papphülsen eingebaut, welche sich vor die Objektive auf die Fernglastuben stecken lassen. Ich habe da gleich zwei Größen in einer Filterröhre angepasst.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Sehr gut, passgenau und besser aussehend lässt sich das heutzutage natürlich auch mit einem 2D-Drucker machen, wenn man einen hat und damit umgehen kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei diesen Filtern für die Sonnenbeobachtung ist ein sehr sicherer Sitz der Filter vor den Objektiven besonders wichtig. Da es extrem gefährlich für unser Augenlicht ist, ungeschützt in die Sonne zu schauen, muss zufälliges Lösen/Abstreifen des Filters vom Objektiv durch Wind oder unvorsichtige Bewegung zuverlässig verhindert werden. Lange Überstände der Steckverbindung und ein enger Sitz sorgen für sehr guten Halt und Sicherheit.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Sonnenfilter_a.jpg" alt="" width="335" height="335" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Sonnenfilter_c.jpg" alt="" width="335" height="335" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auch für das große Delta Glas mit 10fach gibt es eine Lösung, da werden Adapter in die Tuben eingesteckt und die Filterröhren aufgesteckt.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Sonnenfilter_Delta1.jpg" alt="" width="335" height="335" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Sonnenfilter_Delta2.jpg" alt="" width="335" height="335" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ahnlich wie bei den Sonnenfiltern funktioniert die Adaptiopn von 2 Zoll Nebelfiltern für Deepsky-Beobachtungen an die Fernglastuben, also Filterung vor der Öffnung und nicht hinter dem Okular. Bis 50 mm Öffnung macht das Sinn, 40 mm Öffnung sind sehr gut passend zur Filtergröße normaler 2" Filter mit Gehäuse, die eigentlich für den Einsatz an Astrookularen gedacht sind.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hier mal ein paar Bilder, wie man aus einen Papprolle die gar nicht mal von Anfang an passen muss, so eine Röhre zusammenschneiden und -kleben kann. Mit einem 3 D Drucker wird das natürlich viel schöner, passgenauer und professioneller.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei mir kommt Papierkleber und ein gutes Malerkreppband zum Einsatz und die Röhre liefert der Kern einer Zewarolle.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Aufsteckrhre_40_mm_1_klein.jpg" alt="" width="221" height="221" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Aufsteckrhre_40_mm_3_klein.jpg" alt="" width="221" height="221" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Aufsteckrhre_40_mm_4_klein.jpg" alt="" width="221" height="221" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Zwei Papprollenabschnitte aufgeschnitten und dann passend zusammengeklebt bilden ein Stück Rolle mit dem passenden Durchmesser, auch wenn die Ausgangsrolle im Durchmesser etwas kleiner oder größer war. Als Maß dient der Fernrohrtubus selbst und der Filter. Vorsicht mit Kleber, besser man klebt den Fernrohrtubus selbst zum Schutz mit einer Lage Malerkrepp ab und legt den Filter beim Kleben weit weg.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Aufsteckrhre_40_mm_5_klein.jpg" alt="" width="221" height="221" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Aufsteckrhre_40_mm_6_klein.jpg" alt="" width="221" height="221" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Aufsteckrhre_40_mm_7_klein.jpg" alt="" width="221" height="221" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Verlängerung über den Filter hinaus ist hier, beim nächtlichen Deepsky Einsatz sehr wichtig, während sie bei Sonnenfilter am Tage nur den Zweck hat, zwei verschiedene Steckdurchmesser zu erhalten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nachts reflektiert Sreu- und Störlicht von künstlichen Lichtquellen, aber auch vom weitab stehenden Mond sehr störend auf den spiegelnden Filterflächen. Solches schräg einfallende Licht können diese Filter, wie bereits bei den Filtern hinter dem Okular angemerkt, nicht filtern, es fällt also ungehindert ein. Das verhindern die längeren Röhren zuverlässig.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Aufsteckrhre_40_mm_8_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" />&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Fernglasfilter/Aufsteckrhre_40_mm_fertig_klein.jpg" alt="" width="335" height="335" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Natürlich darf dann eine Lage schwarze Veloursfolie an der offenen Seite innen nicht fehlen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Schöner geht immer, aber funktionstüchtig, zweckmäßig und zweckdienlich reicht mir (auch) in diesem Fall locker aus.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 20:26:56 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>6 Zoll f/6 Dobsonbau </title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/129-6-zoll-f-6-dobsonbau</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/129-6-zoll-f-6-dobsonbau</guid>
			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Es begann alles ganz harmlos. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Ehefrau eines Bekannten hatte schon lange ein Teleskop. Ein Geschenk ihrer Eltern, ungenutzt, weil zu kompliziert und schwierig zu bedienen, wie sie sagte.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mein Angebot, zu helfen, wurde angenommen. Die Geschichte entwickelte sich dann über Monate, mit sporadischen Kontakten. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen 150/1400 mm "Short Newton", handelte. Das sind die berühmt berüchtigten kurzen Tuben mit langer Brennweite und einer Korrekturlinse im Okularauszug. Überwiegend miese Qualität, unmöglich für Einsteiger zu justieren, unsinnige Beilagen und mit der wackligen EQ 1-3 kam sie auch nicht klar.<br /></span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/erKatNewt/20220727_142329.jpg" alt="" width="323" height="322" /> &nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/erKatNewt/20220727_142534_gro.jpg" alt="" width="323" height="323" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich habe dann mal alle Schrauben am Stativ und der Monti angezogen, das kathadioptische Ding halbwegs justiert und sie bekam einen Peilsucher, sowie ein gutes 32er Plössl. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die junge Dame, mit Namen Christine, machte dann allerdings den Fehler schlechthin. Sie ließ sich, während ich versuchte, ihr den Umgang mit dem Teil doch ein wenig leichter zu gestalten, dazu hinreißen, mal an meinem 6 Zoll Dobson zu drehen und zu beobachten, später dann auch am 12-Zöller.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Sie meinte, das sei ja total stabil, einfach zu bedienen, schnell aufgebaut und sie sähe, selbst mit den kleineren Teleskop auch deutlich mehr als mit ihrem blöden Ding.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ähhh ja, das kann ich so auch für mich bestätigen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Starkes Interesse hatte sie von Anfang an. Aber das kennt man ja, also gab ich ihr meinen noch nicht lange renovierten <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/121-114-660-revival" target="_blank" rel="noopener">114/660er Dobso</a>n mit nach Hause, damit sie mal längere Zeit damit umgeht. Der Plan war, sollte das Interesse anhalten, später ein eigenes Teleskop zu kaufen, welches dann den Wunschvorstellungen besser entspricht als der alte Kathadiopter.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Balkon_Terrasse/20210518_222018_mittel1.jpg" alt="" width="280" height="374" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_Marschgepck_1_Mittel.jpg" alt="" width="371" height="371" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So weit, so gut, sie war happy, kam endlich auch zu eigenen Beobachtungen, sah mit dem 114er wesentlich mehr Objekte als jemals mit ihrem 150er Teleskop. Fotografieren will sie nicht, sie will Mond, Planeten, Deepsky durchs Okular. Eine App fürs Handy, wo sie nur das Handy in den Himmel halten muss, dann identifizierte Objekte mit kurzer Erklärung angezeigt bekommt, die sie sich dann auch auf tollen Bildern ansehen kann, hat sie. Der kleine Wattebausch in Okular gibt ihr mehr als jedes bunte Foto. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Sie fragte dann auch schon mal an, ob man das alte Ding nicht verkaufen könne oder ob ich nicht Interesse daran hätte, schlussendlich wollte sie es mir schenken. Ich lehnte dankend ab. Eigene Nutzung, erst recht ein Verkauf solcher Aussteigerteleskope durch mich an Dritte ist ausgeschlossen. Genau so äußerten sich auch befreundete Mitbeobachter......was wollen wir damit!?<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wie das so ist, kamen dann doch so ein paar alte Ideen wieder ins Bewusstsein. Da gab es also ein Tubusstück, eine Spiegelzelle einfachster Bauart und eventuell sogar einen halbwegs brauchbaren, kleinen Fangspiegel. Dazu massive Tubusabschlussringe aus Metallguss, einer mit der fetten Fangspiegelspinne drin....zum raussägen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei mir gibt es einen 150er Hauptspiegel mit ein paar Kratzern, eher Wischspuren, im Fundus. Rein kosmetische Mängel, ziemlich sicher ohne Relevanz bei der Beobachtung. Der hat, da war ich sehr sicher, 750 mm Brennweite. Außerdem gibt es noch Okularauszüge und Auszugszugsteile aus dem Drucker von Dennis, Blechstreifen, Kleinteile, Holzreste. Eine alte Rockerbox, eigentlich für 8-10 Zöller gedacht, langt für Testzwecke und verschiebt die Kosten für eine passende Rockerbox so weit nach hinten, dass die größten Ausgaben erst fällig sind, wenn feststeht, dass das Projekt gelingt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Okay, Bastler mit Kopfkino stehen ruck zuck in der Werkstatt, zumal Christine von der Idee, dass ich ihr unter Verwendung der brauchbaren Teile ihres alten Teleskops einen 6-zölligen Dobson bauen wollte, schlichtweg begeistert war und entsprechende Unkostenerstattung, sowie Rückgabe meines 114ers zusagte. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Der Spass konnte also beginnen.</strong><br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Für die Tubusverlängerung schaue ich grundsätzlich zunächst mal bei den Kanalrohren nach passenden Maßen und bin auch hier wieder, mit Kanalgrundrohr KG DN 200, fündig geworden. 195er wäre besser gewesen, gibts aber nicht. Die Tubusabschlussringe müssen also etwas aufgefüttert werden, damit sie sich gut zentriert einpassen. Dieses mal gibt es das Rohr in grün und ich musste ein Meterstück nehmen, weil 0,5 Meter bei keinem Baustoffhändler in der Nähe vorrätig war. Das erweist sich später als Glücksfall.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Tubus_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Tubus_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Tubus_sgen_150_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Tubus_sgen_150_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Da steht das quitschgrüne Ding neben der kleinen, zierlichen Blechdose das Kathadiopters, aber das Rohr wird ja noch kürzer. Ich habe mich entschieden, den kompletten Tubus aus KG-Rohr zu bauen und nur die Abschlussringe zu verwenden. Sägen und bearbeiten des KG Rohrs ist kein Problem, auch nicht mit günstiger, spärlicher Heimwerkerausstattung.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Sageschnitt_150_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Sageschnitt_150_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Schnitt_versubern_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Schnitt_versubern_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Rohr ist knapp 5 mm dick und im Kern porös, nur die Oberflächen sind glatt. Es hat gute Dämmeigenschaften und mit der Veloursfolie, die später noch innen eingezogen wird, ergibt sich ein prima Isotubus. Nachteilig ist das relativ hohe Gewicht, allein das 200er Rohr, für den 150/750er, mit 800 mm Länge wiegt schon knapp 4 Kilo.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Beim Sägen wird auch gleich der Okularauszug eingepasst, ich habe mich entschieden, ihn so tief wie möglich zu platzieren, also innen in den Tubus ragen zu lassen. Durch den eingesetzten Abschlussring ergibt sich später eine Blende mit 160 mm Öffnung, folglich ist das schadlos für den Strahlengang. Die Spiegelzelle ist simpel, aber sie funktioniert. Da sie nur wenig Luft durchlässt werde ich testen, ob das ausreicht, ansonsten wird noch die Säge angesetzt und dem Spiegel Luft verschafft.<br /></span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_im_Tubus_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_im_Tubus_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/HS_Zelle_150_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/HS_Zelle_150_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich habe dem Okularauszug eine Metallklammer verpasst. Die gedruckten Teile neigen bei Hitze dazu, sich unter Belastung zu verformen. Das Auszugsrohr aus steiferem Material alleine brachte zwar schon Besserung, aber das Gehäuse gab dann immer noch etwas nach.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_2_40_mm_hoch_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_2_40_mm_hoch_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_1_Metallklammer_Gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_1_Metallklammer_Gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Damit hoffe ich, die Probleme so weit gelöst zu haben, dass die Verwendung des nur 40 mm hoch bauenden Okularauszugs auch in der rauen Praxis auf Teleskoptreffen und mit stehender Hitze in Zelten, problemlos möglich ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Anlässlich der ersten groben Anpassung und Prüfung der Fokuslage mit provisorisch eingebauten Komponenten stellte sich dann heraus, dass ich den Fokus mit einem Okular mittlerer Fokuslage ca 10 cm über dem voll ausgefahrenen Okularauszugsrohr schwebend fand. Der irgendwann mal zugelaufene und dann ungenutzte Hauptspiegel hat definitiv 900 mm Brennweite und nicht, wie immer gedacht, 750 mm.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun ist zwar das Rohr zu kurz, aber andere Probleme, z.B. mit dem größten geeigneten und vorhandenen Fangspiegel, der aber mit 38 mm kleine Achse immer noch zu klein für f/5 ist, lösen sich in Wohlgefallen auf. Die bereits angefertigte (gedruckte) Blende für den Hauptspiegel auf 140 mm, kann entfallen. Nun muss halt doch ein Stück des ursprünglichen Tubus als Verlängerung her, welches ich später, wenn alles fertig getestet ist, mit einem Abschnitt des KG-Rohrs kaschieren werde. So bleibt der Tubus dann auch für einen 150/750er Spiegel tauglich, wenn man die Verlängerung abnimmt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hier mal der Spiegel mit den Wischspuren, dann die gebogene Fangspiegelspinne mit den Durchführungen am Tubus, damit sie justierfähig am Okularauszug angeschraubt werden kann.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Spiegelkratzer_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/Spiegelkratzer_gro.jpg" alt="" width="433" height="209" /></a> &nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_Spinne_im_Tubus_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_Spinne_im_Tubus_gro.jpg" alt="" width="214" height="214" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Anschließend wird Velours in den Tubus eingezogen&nbsp; und die Verlängerung angebracht. Das Blechrohr ist mit zwei Lagen Vorlegeband so aufgefüttert, dass es sich satt in das KG Rohr einschieben lässt. Fest verschraubt wird es erst, wenn durch Verschieben die für optionale Fokuslage mit allen Okularen exakt benötigte Länge fest steht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die justierstabile Verschraubung erfolgt über Madenschrauben, die durch den KG-Tubus auf das Blechrohr drücken. Das Verarbeiten von KG-Rohrteilen in Fernrohrtuben, sowie die Bearbeitung mit Werkzeugen ist im Beitrag zum "<a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/121-114-660-revival" target="_blank" rel="noopener">Dobson 114/660 revival"</a> hinreichend beschrieben. Auch der Artikel "<a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/126-vom-einsteiger-fehlkauf-zum-guten-teleskop" target="_blank" rel="noopener">vom Einsteigerfehlkauf zum guten Teleskop"</a> bietet dazu Informationen. </span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_900_Tubusverlngerung_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_900_Tubusverlngerung_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/RB_8_fr_Test_150_II_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/RB_8_fr_Test_150_II_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die alte Rockerbox ist natürlich zu groß. Das abgesägte Muffenstück klemmt sich allerdings passgenau in die vordere Schelle des überdimensionierten Rohrschellenkäfigs und in der hinteren Schelle sorgen dicke Blasenschaummatten, die sich oft als Verpackungsmaterial finden, für ausreichenden Halt und Führung.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Justiereinheit_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Justiereinheit_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Sonnenfilter.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Sonnenfilter.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wenn der Newton sich bewährt und entschieden ist, wie er letztlich aussieht, bekommt er seine eigene, kleinere und auch deutlich leichtere Box.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Erste Beobachtungen mit dem schnell noch gebastelten Sonnenfilter sind sehr vielversprechend. Mit Binoansatz wird das richtig fein.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das ist ein 6 Zoll f/6 Dobson mit nur 25% Obstruktion bei über 12 mm FOV zu 100% ausgeleuchtet, also weitfeldtauglich, knapp 3 Grad Feld sind drin. Mit 2 Zoll Weitwinkelokularen und bis zu 47 mm Feldblende ist das eine feine Sache. Später wird allerdings der Okularauszug getauscht und mit der etwas höher bauenden, aber eben besseren Variante, bleiben, in der endgültigen Version, sehr akzeptable 11 mm FOV bei 100% Ausleuchtung.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nichts was es als 6 Zoll Newton fertig zu kaufen gibt hat so gute Rahmendaten für visuelle Deepsky- und Planetenbeobachtung.&nbsp; </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die sinnvoll erreichbaren Vergrößerungen liegen zwischen 20fach und 250fach (7 mm bis 0,7 mm AP) bei einer maximalen Auflösung von rund 0,8 Bogensekunden, das sind sehr gute Eckdaten für ein Einsteigerteleskop.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Sonnenfilterbau_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Sonnenfilterbau_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_900_mit_Bino_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_900_mit_Bino_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der erste mehrtägige Einsatz auf der Wiese läuft im August 2023, während ich hier zwischendurch schreibe. Das Teleskop bildet sehr gut ab, einzig der Okularauszug macht Sorgen. Der schon einige Tage montierte und bis da hin gut gängige <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/124-okularauszug-aus-dem-drucker" target="_blank" rel="noopener">Okularauszug aus dem Drucker</a> zeigt, nach dem ersten heißen Tag im geschlossenen Zelt, wieder die bekannten Probleme. Das Gehäuse verformt sich trotz des verstärkenden Metallbügels. Nachgearbeitet&nbsp; hat der Auszug dann auch für den ersten längeren Einsatz bei der Sonnenbeobachtung (nur mit geeignetem Objetivfilter) und in der Nacht gut funktioniert, zumal ich auch die Lagerungsbleche gegen dickere Blechstreifen ausgetauscht habe.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_150_Resin_PLA_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_150_Resin_PLA_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_Lager_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/OAZ_Lager_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_900_Einsatz_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_900_Einsatz_gro.jpg" alt="" width="656" height="656" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Für den Fall, dass der Okularauszug nicht gut genug funktioniert, habe ich schon den Ersatz in der Rockerbox liegen, weil ich diesen OAZ mal am Tubus direkt anhalten wollte. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das ist ein normaler SW-Crayford, den ich schon so weit bearbeitet habe, dass er in dem speziellen Tubus nur wenig höher baut als der gedruckte Okularauszug.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Näheres dazu findet sich im Artikel zum <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/81-filterschieber-und-okularauszug" target="_blank" rel="noopener">Filterschieber und Okularauszug</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es kommt, was kommen musste, der gedruckte Okularauszug ist nicht mehr zu retten und der Skywatcher wird entsprechend angepasst. Ich habe ihn so weit im überdimensionierten Tubus versenkt und ohne die originale Grundplatte auf ein Brett montiert, dass er nur 45 mm über den Tubus hinaus ragt. Die Justierfähigkeit des Okularauszugs zur Grundplatte und zum Tubus habe ich erhalten.<br /></span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Justage_roh_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Justage_roh_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Spinne_OAZ_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Spinne_OAZ_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Weil der Okularauszug ein gutes Stück im Tubus steckt, muss die Fokussiereinheit gedreht werden, damit die Fokussierräder zu bedienen sind. Dabei kam die Untersetzung zunächst nach oben, was sich bei der Bedienung als ergonomisch ungünstig erweist. Man dreht lieber unten am Rad und da ist auch die Feststellschraube für die Okulare. Folglich wurde die Einheit ausgebaut und gedreht. Für die Feststellschraube des Auszugrohrs meinte ich, ein Loch bohren zu müssen, da dieses nur auf einer Seite vorhanden war. Die Madenschraube auf der Gegenseite ist aber funktionslos, sodass die Feststellschraube nun oben und unten am OAZ eingesetzt werden kann. Visuell benötigt man sie eigentlich gar nicht.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_Wellendrehen_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_Wellendrehen_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_a_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_a_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Weil es mir, wegen der Verbesserung der knappen Ausleuchtung, auf jeden Milllimeter ankommt, habe ich beim zerlegten Okularauszug nochmal ganz grob die Säge und die Feilen eingesetzt. Der obere Schraubring am Rohr passte nicht durch den Kragen des Okularauszugsgehäuses. Die Laufplatte der Welle ist aber lang genug, um das Rohr noch 10 mm tiefer in den Tubus zu fahren. Begrenzt wird die Sache bei 5 mm durch die Feststellschrauben für die Okulare. Ich kann notfalls nochmal 5 mm schinden, indem ich einen Schlitz für die Okularklemmschraube(n) ins Okulargehäuse säge. Unten habe ich den Fokussierweg auf 35 mm verringert und das Rohr um weitere 15 mm gekürzt. So fährt es nur in innerster, derzeit nicht benötigter, Stellung noch vier Millimeter in den Strahlengang.<br /></span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_b_vorher_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_b_vorher_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a> &nbsp;<a href="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_c_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_c_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a> &nbsp;<a href="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_b_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/oaz/SW_OAZ_Unbau_b_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das ist alles noch ziemlich roh zusammengeleimt, -gesägt, -gefeilt und -geschraubt. Ich werde Vieles noch etwas aufhübschen, aber Angst davor, hier Präzisionsmechanik zu verschandeln ist wirklich fehl am Platze. Roh zusammengeschustert und gerade so funktionsgerecht sind diese Okularauszüge ohnehin, der Lack überdeckt das für den flüchtigen Blick. Nun ist der Lack am Okularauszug an einigen Stellen halt ab, aber das Ding funktioniert besser als je zuvor. Das ganze Teleskop liefert jetzt schon einfach ab, was es soll. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der erste Einsatz auf der Wiese, sowohl am Tage an der Sonne (nie ohne geeigneten Objektivschutzfilter), als auch in der Nacht an diversen Deepsky Objekten und später noch Saturn und Jupiter, verlief schon sehr erfolgreich. Die Bilder sind später im Garten enstanden. Die Justage der Spinne ist zwar gewöhnungsbedürftig einfach, aber sie funktioniert sehr gut, mein Concenter erweist sich dabei als sehr hilfreich.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_justage_passt_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_justage_passt_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Baustelle_Werkzeug_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Baustelle_Werkzeug_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Schaumstoffeinlagen der zu großen Test-Rockerbox nehmen das Werkzeug auf. Diesbezüglich werde ich mir auch bei der eigenen Box für den Frosch etwas einfallen lassen, das ist sehr sinnvoll.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun wird noch die Fokuslage durch Verschieben des hinteren Tubusteils so an die Okulare angepasst und verändert, dass ich den Fokussierweg etwas einschränken kann und das Okularauszugsrohr aus dem Strahlengang heraus halte. Dabei wird das Auszugsrohr noch etwas gekürzt. Es geht jetzt nur noch um 10 bis 15 Millimeter, aber die sind an der Stelle recht wichtig, da sich die derzeit mit 8 mm recht knappe Ausleuchtung deutlich verbessert. Die Brennebene liegt mir noch zu hoch, wenn ich den Tubus noch 15 mm herausziehe und das Okularauszugsrohr entsprechend kürze, passt das und etwas mehr als 30 mm Fokussierweg reichen locker aus.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_neuer_OAZ_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Testaufbau_gro.jpg" alt="" width="660" height="660" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die seltsam anmutende Aufdopplung der Sucherhalterung ist erfordertlich, weil ich mit dem Kopf nicht tief genug über den Tubus komme. Die dicken Rohrschellen der großen Rockerbox sind im Weg. So passt das jetzt sehr schön und ich kann bei richtiger Sitzposition sowohl peilen also auch ins Okular schauen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Weiter geht es mit der <strong>Rockerbox</strong>. Dieses Mal habe ich mich, nicht ganz freiwillig, für Siebdruckplatten entschieden, da sie in 12 mm Stärke im Baumarkt vorrätig waren und ich nicht nochmal fahren wollte. Bei Siebdruckplatten müssen später die Kanten unbedingt geschliffen und versiegelt werden, sonst quellen die Platten bei Nässe an den Ecken gerne mal auf.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Meine Zuschnittliste wurde exakt abgearbeitet, sodass der Bau problemlos vonstatten geht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Bodenplatte und das Fußbrett der Rockerbox werden, übereinander liegend, für den Zentrierstift durchbohrt und dann die Ecken im 45 Grad Winkel abgenommen.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Grundplatte_stift_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Grundplatte_stift_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Grundplatte_stift_II_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Grundplatte_stift_II_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Ecken_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Ecken_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Seitenwange und das Frontbrett, sowie die niedrige hintere Versteifung sind verleimt und verschraubt, werden auf die Grundplatte mittig eingemessen und dann damit verschraubt.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_a_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_a_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_b_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_b_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auch hier sind die Ecken abgeschrägt. In die Schlitze setzen sich die Schrauben der Höhenachse. Dafür habe ich Einschlagmuttern in den Tubuskäfig gesetzt.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Ecken_komplett_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Ecken_komplett_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Fhrungsbuchsen_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Fhrungsbuchsen_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Rohrschellenersatz umschließt passgenau den Tubus und wird darin, durch Verschieben, auf einer Wippe ins Gelichgewicht gebracht und anschließend mit dem Tubus fest verschraubt. Ein Rohrabschnitt reicht beim Bau als Maß aus.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Tubuskasten_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Tubuskasten_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Tubuskasten_II_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_Tubuskasten_II_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Für den Drehteller wird es eine Gleitlagerung geben und für die Höhenlager eine Gleitlagerung mit leichter Klemmöglichkeit um unterschiedliche Zubehörgewichte ausgleichen zu können.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Rohbau steht. Einige Ausschnitte werden noch gut machbar sein. Gewichtsersparnis ohne Stabilitätsverlust.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_roh_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_roh_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_roh_parken_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_RB_roh_parken_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Schlitz im Frontbrett der Box ist dafür gedacht, den beim Transport gedreht auf dem Bodenbrett der Box stehenden Tubus mit einer Verschraubung zu sichern. Das Packmaß wird so etwas kleiner.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun geht es an die Feinarbeiten, also Ausschnitte in den Brettern der Box, zur Gewichtsreduzierung. Stege dazwischen dienen als Transportgriffe. Der Tubuskäfig wird am Teleskop auf der Box, ohne jede Klemmung, in Waage gebracht und dann in dieser Position mit Madenschrauben gesichert. Meine Justierhilfe im Okularauszug ist bei der späteren Besitzerin des Dobsons<br /></span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_zwei_Teile_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_zwei_Teile_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_a_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_a_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">in etwa dem Gewicht mittlerer Okulare entsprechend, sodass sie für die Höhenlagerung fast keine Klemmung benötigen wird. Während die Grundplatte auf drei Teflongleitern absolut spiel- und ruckfrei um den exakt eingepassten, mittleren Zentrierstift für beide Platten dreht, läuft die Höhe auf simplen alten Audio CDs. Zu jedem Lager sind drei CDs als Spaltfüllung zwischen Box und Tubuskäfig gepackt und zwei Gewindestifte mit Sternrädern als Lagerwellen lassen eine gefühlvolle Dosierung des Andrucks zu. Das hält, obwohl damit völlig aus dem Gleichgewicht gebracht, nicht nur mein schwerstes Okular, das 28er William-UWA mit knapp 1000 Gramm, sondern auch den Binoansatz gut und mit sehr feinfühlig möglicher Nachführung.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Friktion_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Friktion_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_c_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_c_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mit etwas Druck angezogen hält dieses "Friktionssystem" auch die Box absolut sicher am Teleskop, wenn man den Dobson einfach mal an den Sterngriffen fasst und anhebt.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Bauzeit neigt sich, bis auf ein paar Feinarbeiten und kosmetische Korrekturen, dem Ende entgegen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis meiner Bastelei, zumal ich gestern noch ein wenig Deepsky machen konnte und heute auch nochmal eine gute Sonnenbeobachtung zwischen die Bautätigkeiten schieben konnte, bevor das Wetter nun umschlägt. Das Teleskop ist sehr gut zu handhaben und zeigt, was mit 6 Zoll Öffnung, systemangepasst ausgereizt, bei nur 25% Obstruktion und mit guter Ausleuchtung geht.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Natürlich hat auch das manchmal erforderliche Werkzeug seinen Platz. Ein Kreuzschlitzbit und zwei Größen Sechskantschlüsselchen stecken in einer mit einem Schaumplattenstück ausgefüllten Ecke des Tubuskäfigs. Ich bin noch gar nicht sicher, ob ich die Hauptspiegeljustage von Kreuzschlitz auf Rändelschrauben umrüsten soll. Bis jetzt hält das System die Justage so gut, dass ich den Bedarf nicht sehe. Solche Rändel bieten eher die zu bequeme Möglichkeit, einfach mal unnötig an den Schrauben zu drehen, weil sie nun mal da sind. Auf der anderen Seite findet noch die Schraube mit großem Stellrad Platz, welche den Tubus sichert, wenn er zum Transport oder zur längeren Lagerung auf dem Boden der Box geparkt wird.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_werkzeug_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_werkzeug_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_b_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_b_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ganz nebenbei finde ich den grünen Frosch gar nicht mal so unhübsch.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Dobs wiegt bei einer Höhe von 105 Zentimetern 14,6 Kilogramm, wovon 4,8 kg auf die Rockerbox und 9,8 kg auf den Tubus entfallen. Die Einblickhöhe liegt für den Horizont bei 65 Zentimetern, im Zenit bei 90 Zentimetern. Die Grundplatte der 65 Zentimeter hohen Box misst 35 x 35 Zentimeter.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Für einen 150/900er Dobson ist das alles nicht besonders klein und auch nicht leicht. Dafür ist er aber absolut standfest, wackel- und zitterfrei nachzuführen, auch bei Beobachtungen im höheren Vergrößerungsbereich. Ich selbst bevorzuge meine höhenverstellbare Unterstellkiste mit Zubehörschublade zum höhenverstellbaren Astrostuhl. </span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_Hocker_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_Hocker_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_kompakt_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_kompakt_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_c_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_c_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ein einfacherer, günstiger Hocker (hier ein IKEA Modell) tut es, wegen des nicht allzu großen Schwenkbereichs des Einblicks aber auch. Wahlweise als Erhöung für den Dobson, oder eben als Hocker. Daneben der Dobson in Transport und Aufbewahrungsstellung und schon mit den letzten "kosmetischen" Korrekturen.<br /></span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_OAZ_innen_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_OAZ_innen_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_OAZ_auen_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_OAZ_auen_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Grundplatte des Okularauszugs wurde von außen, aber auch von innen (wichtiger) mit Veloursfolie verkleidet. Innen sieht man wenig und genau so muss das sein. Das Auszugsrohr lugt ein wenig hervor und benötigt Schwärzung, aber eventuell säge ich es vorher noch ein Stück ab.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auch kleine Fehler summieren sich nun mal und Vermeidung von Fehlern die man vermeiden kann macht eben den Unterschied.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So hat auch eine 1 1/4 Zoll Justierhilfe, ähnlich einem Concenter, einen festen Platz im Tubuskäfig, unterhalb des Justierwerkzeugs, gefunden. Die gute Justage ist&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/theorie-und-praxis/32-1-voraussetzung-fuer-einen-guten-newton" target="_blank" rel="noopener">1. Voraussetzung für einen guten Newton</a> und der häufigste vermeidbare Fehler.<br /></span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_werkzeug_II_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_werkzeug_II_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Sonnenpeiler_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_Sonnenpeiler_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Da man den ansonsten sehr guten und für diese Teleskopgröße völlig ausreichenden Peilsucher für die Aufsuche der Sonne nicht nutzen kann und der komplette Schattenwurf des Teleskops oft etwas schwierig zu interpretieren ist, sind Sonnensucher gerade groß in Mode und auch nicht ganz billig. Meine kostenlose Alternative ist der Schattenwurf von zwei etwas zu weit ab vom Okulareinblick plazierten Halteschrauben für den Peilsucher, sie bleiben drin und ihr Schattenwurf auf dem Rohrkäfig ist, mit der Sonne im Okular, markiert. So gelingt die Aufsuche der Sonne immer mühelos und ohne überhaupt in Richtung Sonne zu sehen, also gefahrlos für die Augen. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der von mir verwendete Peilsucher muss nicht abgedeckt werden, weil die Sichtscheibe keine Linse ist und daher keine Brennglaswirkung hat. Bei optischen Suchern ist diesbezüglich Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich, die Öffnung mit der Schutzkappe zu verschließen. <br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun ist der Dobson, nach einer kleinen Einweisung mit kurzer Möglichkeit, die Sonne zu beobachten,&nbsp; an die neue Besitzerin übergeben. Sie ist sehr zufrieden und der Dobs passt komplett, also Tubus mit Rockerbox am Stück, quer auf die Rückbank ihres Kleinwagens. Ohnehin ist er mit knapp 15 Kilo zwar schwerer als der alte "Megastar", trägt, transportiert und verstaut sich aber, durch die kompakte, säulenförmige Bauweise, deutlich leichter als das ausladende Gerödel mit kleinerem Tubus, Montierung, Gegengewichtsstange und Stativ.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
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<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Sat, 12 Aug 2023 19:51:36 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>8 Zoll Vierkantdobson</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/139-8-zoll-vierkantdobson</link>
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			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Seit Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Teleskopen, in der Hauptsache mit Newtons auf Dobsonmontierung, weil da nun mal das Verhältnis zwischen Kosten und allgemeinem Aufwand einerseits und dem Nutzen in der praktischen, visuellen Beobachtung andererseits, für mich am stimmigsten ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ist......hmmmm, da komme ich inzwischen ins Überlegen, denn was derzeit so von der Stange im bezahlbaren Bereich angeboten wird, hat aktuell, also im Jahr 2023, für meine rein visuellen Ambitionen so viele Schwächen, dass ich mich frage, ob das für mich noch akzeptabel sein kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich habe schon einige Dobsons getuned. Also versucht, mit Veränderungen an den Teleskopen, Verbesserungen in meine Zielrichtung zu erreichen. Ausleuchtung, Fangspiegelgröße/Obstuktionsverringerung. Stör-/Streulichtvermeidung, Maßnahmen gegen Tubusseeing, die Hauptspiegellagerung, Fangspiegelhalterungen, Justiervorrichtungen, Verbesserung der Gängigkeit der Rockerbox oder auch mal eine komplette, bessere Ersatzbox, da gab und gibt es sehr viele lohnende Ansätze. Gar nicht mal so wenige davon sind auch für nicht besonders versierte Heimwerker zu empfehlen.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun haben mich einige Ärgernisse bei meinem letzten Projekt, dem <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/129-6-zoll-f-6-dobsonbau" target="_blank" rel="noopener">6 Zoll f/6 Dobson</a>, dazu gebracht, meine Vorgehensweise nochmal zu überdenken. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wenn ein guter, flacher Okularauszug mehr kostet als das ganze Teleskop kosten sollte, dann stimmt etwas nicht. Der bezahlbare <a href="https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/124-okularauszug-aus-dem-drucker" target="_blank" rel="noopener">3D-Druck </a>scheint noch nicht so weit zu sein und selbst der letztlich eingekürzte und zerfeilte, wirklich nicht sehr präzise Skywatcher Auszug kostet inzwischen neu 270 Euro, so geht das auch nicht mehr.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich will mich aber nun mal nicht mit überlangen Okularauszügen und deren in den Strahlengang ragenden Rohren abfinden, welche ganz nebenbei übergroße Fangspiegel und/oder Ausleuchtungsprobleme nach sich ziehen, die schlicht inakzeptabel, weil unnötig sind. Klar kann man da immer noch deutliche Verbesserungen erzielen, aber wenn es richtig gut, also visuell top werden soll........!?<br /></span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Balkon_Terrasse/12er_mit_h_alpah_1_mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Balkon_Terrasse/12er_mit_h_alpah_1_mittel.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Balkon_Terrasse/20210518_221542_mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Balkon_Terrasse/20210518_222018_mittel1.jpg" alt="" width="125" height="167" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/vorher_nachher_mittel.png" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_bau_Taukappe_1_mittel.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_d_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_final_d_gro.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Was kann man da machen?</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ab und zu sieht man noch Schiebefokussierer an Newtons, aber sie sind völlig aus der Mode gekommen, weil die Konstruktionen häufig offen für Störlicht und kompliziert waren, zudem der Fangspiegel irgendwie am Schieber befestigt und in den Strahlengang gehängt werden&nbsp; muss. Das ergibt mit Einarmstreben oder V-Haltern recht seltsame Beugungsbilder an hellen Sternen, die von den gewohnten und akzeptierten symmetrischen Spikes einer Vier- oder Dreiarmspinne deutlich abweichen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei mir fiel dann der Groschen, weil ich mich ohnehin mit gebogenen Spinnen beschäftige, die bei meinem 4,5 Zöller und dem 6-Zöller, mit Justiermöglichkeit, am Okularauszug befestigt werden. Visuell keine Spikes und ob das noch hin und her geschoben wird, ist dem System egal, höchstens eine kleine justiertechnische Herausforderung.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_OAZ_innen_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Baustelle150_750/150_OAZ_innen_gro.jpg" alt="" width="202" height="202" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/114_660_Revival/114_660_OAZ_von_vorne_mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/114er3.jpg" alt="" width="115" height="204" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Spinne/Gebogene_Spinne_mittel.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/6er4.jpg" alt="" width="115" height="204" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Spinne/gebogene_Spinne_II_mittel.png" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Spinne/Spinnenwahl_mittel.png" alt="" width="205" height="205" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die nächste Überlegung betrifft dann die runde Walzblechdose, auch Tubus genannt, mit all ihren Problemen bezüglich Stabilität und thermischen Eigenschaften. Viele Arbeitsschritte sind nötig, daraus einen gedämmten, stabilen Tubus zu machen. Der ist nun mal zwingender Bestandteil eines gegen Tubusseeing gewappneten und justierstabilen Newtons. Oder man nimmt gleich einen HP-Tubus, alternativ z.B. KG-Grundrohr, was aber ab 8 Zoll Spiegelgröße aufwärts ziemlich dick, schwer und unhandlich wird.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Dann soll meine flacher, weil so recht einfach herzustellender, Okularschieber an einen runden Tubus......und es wirft sich plötzlich die Frage auf, warum ein Fernrohrtubus eigentlich rund sein muss.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im Verarbeiten von Sperrholz und Multiplex-Platten für Rockerboxen bin ich inzwischen ziemlich geübt und das geht doch auch für einen Tubus. Vierkantleisten an den inneren Verbindungen der Platten, runde Blenden für den Strahlengang und zur Aussteifung rein und gut ist das, wenn es nicht zu schwer wird. Ich will einen 8-Zöller bauen und sehe, dass die Blechbüchsen komplett 10 bis 13 Kilo wiegen. Das ist auch mit 4-6 mm Sperrholz zu schaffen. Das Sperrholz alleine, also ohne arbeitsintensive Styrodur- und Velourseinlagen, dämmt schon sehr gut, spielen wir das doch einmal durch.</span></p>
<p>.................................................</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-8 Zoll f/6,&nbsp; also ~200/1200. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-Der Fokus soll so flach wie möglich über dem Tubus liegen und der Tubusdurchmesser soll knapp, aber ausreichend sein, damit ich den Fangspiegel möglicht klein wählen kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"> -Geringe Obstruktion, weniger böse Beugung, mehr guten Kontrast, das will ich haben. Die Fokussierung muss leichtgängig und exakt, der Fokussierweg soll ausreichend groß, also mindestens 60 mm sein. Ich will mit Okularzubehör keine unangenehmen Überraschungen erleben. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-Filternutzung mit Wechsel während der Beobachtung soll problemlos möglich sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-Ein paar Handskizzen und Gedankengänge weiter sagt "MyNewton" auch, dass es mit einem 1400 mm langen Tubus ohne zusätzliche Tau-/Störlichtkappe geht. Der hat dann ca 270 mm Durchmesser bei 6 mm Wandstärke.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-Den Schiebefokussierer lege ich nicht an eine Seite oder nach oben, sondern setze ihn im 45 Grad Winkel auf eine ausgesparte Ecke. Das erleichtert den Einblick und ich kann bis an die runde Tubusblende heran, der ich 220 mm Öffnung gebe. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-Damit ist auch die Basis für die gebogene Spinne breit genug. Das ist zudem der kürzeste möglich Weg aus dem Tubus heraus. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-Der Okularstutzen mit zwei Filterschubladen baut in der geplanten Holzbauweise mit dem Schieber nur ~65 mm auf. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-So komme ich mit einem 46er oder 47er Fangspiegel hin und habe maximal 23% Obstruktion bei besserer Ausleuchtung als alles, was der Markt für Fertignewtons derzeit (Ende 2023) an 8 Zoll f/6 Volltuben, mit wesentlich mehr Obstruktion, hergibt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">-Nichts was da funktionstechnisch unnötig ist und nicht hinein gehört, tangiert den Strahlengang........</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Fun/Newtonmglichkeiten_gro.png" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/PICS/Fun/Newtonmglichkeiten_gro.png" alt="" width="650" height="460" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">......das ist ja heute bei Newtons die man kaufen kann, absolut nicht mehr selbstverständlich, genau genommen gar nicht mehr zu kriegen. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So wie rechts außen sieht das in der Regel aus und ich will nach links außen, wobei ich die Spikes an hellen Sternen nur vermeide weil ich es kann, nicht weil ich es brauche.</span></p>
<p>......................................</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bis hier hin war das fast ausschließlich Kopfkino und hat einige Monate gedauert. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Weil ich mir selbst nicht traue, fange ich zunächst mit dem Schiebefokussierer an, der so gut wie keine Kosten verursacht. Es liegen noch genügend Holzreste herum. Mal sehen ob ich das hinkriege und dann sehen wir weiter.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Platte mit den Filterschubladen und der noch im Bestand vorhandenen 2 Zoll Okularaufnahme mit Ringklemmung nimmt schnell Formen an, die zunächst angedachte Rollenlagerführung kann zugunsten einer einfachen Lauf-/Gleitschiene aus Alu U-Profil entfallen und ich gönne mir den kleinen Witz, sogar einen Okularauszug zu verwenden, allerdings nur als Antrieb des Schiebers. Da leistet der alte, viel zu hohe 1 1/4 Zoll Auszug aus einen 150/1000er Kathadiopter wertvolle Dienste, zumal das ewig weit nach innen fahrende Rohr bei dieser Zweckentfremdung nicht in den Strahlengang gerät.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Eine einfache Zahnstange hätte den Job auch gemacht, aber Spass muss sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Aufbau_Schlittentest_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Aufbau_Schlittentest_2_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Schiebermontage_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Schiebermontage_2_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a>&nbsp;&nbsp;<a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Filterabdeckung_4_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Filterabdeckung_4_gro.jpg" alt="" width="210" height="210" /></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der alte OAZ wird in die offene Tubusecke, hinter der Aussparung für den Schieber, angepasst. Im Rohr ist eine Gewindebuchse montiert, die eine Schraube aufnimmt, welche als Fokussierstange fungiert und in der Aufnahme am Schieber steckt. Ein überzähliges Fokussierrad auf der Längsachse der Schraube dient als Feinfokussierung. Die Grobfokussierung am alten OAZ bringt pro Umdrehung 25 mm Weg, die Feinfokussierung an der Welle 1,5 mm.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Schieber in den Schienen funktioniert bei allen Tests, wie man so sagt wirklich "reibungslos", obwohl die Funktion auf Reibung basiert. Die Einstellung ist leichtgängig, im Feintrieb sehr feinfühlig und selbst in senkrechter Stellung, mit schwerem Zubehör beladen, rutscht der Schieber nicht durch. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Damit steht dem Tubusbau nichts mehr im Wege und ich habe mich im Baumarkt, angesichts der welligen Platten aus 4 mm Sperrholz, für die deutlich vertrauenserweckender stehenden 6 mm Platten entschieden. Der passgenaue Zuschnitt der verschiedenen, von mir berechneten Platten erfolgte im Baumarkt. Die Feinarbeit mache ich zu Hause, wobei mir neben der Stichsäge auch eine kleine, alte Tischkreissäge mit Anschlag zur Verfügung steht. Der Bau ist eigentlich mit Bildern anschaulich zu erklären. Wichtig ist, dass ich bis zum Schluss die Unterseite für die Montageeingriffe offen gelassen habe.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Tubus_Eckverbindung_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Tubus_Eckverbindung_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Tubusblende_passt_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Tubusblende_passt_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Eckverbindungen, Blendenringe mit Luftdurchlässen zur Minimierung des Tubusseeings und dann der Ausschnitt für den Schiebefokussierer und dessen Einpassung. Holzleim, ein paar kurze Schrauben, Zwingen bis zur Aushärtung des Leims. <br /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Blenden-Schlittenausschnitt_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Blenden-Schlittenausschnitt_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Schlittenaufbau_5_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Schlittenaufbau_5_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das sieht nach viel Arbeit aus, ist es auch, macht aber noch mehr Spass. Lästig sind eigentlich nur die langen Trockenzeiten für den Holzleim. Auch wenn es der angeblich "schnelle" Leim ist, Eile rächt sich.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Spiegelzelle soll natürlich offen und luftig sein, um Temperierung des Spiegels und die saugende Lüftung nicht zu beeinträchtigen, gleichzeitig aber dann (mit der Lüfterplatte), lichtdicht genug um keinen Störlichteinfall von hinten zuzulassen. Bei der Sonnenbeobachtung am Tage und auch bei der Planetenbeobachtung unter künstlichen Umgebungslicht ist das ein Faktor für den Kontrast. Ich entscheide mich für den, im Selbstbau recht üblichen, T-Träger mit Rahmen und Federdruck auf die drei Justageschrauben. Die verspiegelte Fläche wird keine Halteklammern sehen, diese Beugungserscheinungen erspare ich mir. Eine mittige Halteplatte, deutlich kleiner als der Fangspiegel in dessen Schatten die möglicher Weise ausgelösten Spannungen liegen, fixiert den Spiegel und zusätzlich gibt es drei randnahe Auflagepads aus grobem Filz. Eine solche Lagerung hat sich bei meinen 6 Zoll&nbsp; und 4,5 Zoll Dobsons bewährt, ich sehe im heftig übervergrößerten Sterntest keinerlei Deformierungen die auf Verspannungen hindeuten und bei der Beobachtung mit sinnvollen Vergrößerungen schon gar nicht. Diese Lagerung wird demnach auch dem relativ dicken 8 Zoll Spiegel eher nicht schaden. Dieses Risiko gehe ich ein, zumal die Lager bei Bedarf auch schnell und komplikationslos zu ändern sind.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/HS_Lagerung_3_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/HS_Lagerung_5_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/HS_Lagerung_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/HS_Lagerung_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">In der Bauphase kann ich auf einen alten, blinden Spiegel zurückgreifen, der bei einem Astrofreund nach mehreren Jahren Aufbewahrung in einem feuchten Keller irreparable Verspiegelungsschäden erlitt. Für Testzwecke am Tage sammelt er noch ausreichend Licht&nbsp; und bildet scharf genug ab.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/HS_Lagerung_6_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/HS_Lagerung_6_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/HS_Lagerung_7_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/HS_Lagerung_7_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a><br /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die gebogene Fangspiegelspinne besteht aus einem simplen, mattschwarz lackierten Blechstreifen. Mit Poppnieten habe ich die Winkelbleche für die justierbare Halterung am Okularschlitten angeheftet. Der Fangspiegel ist zu groß und wird ebenfalls nur als Dummy für die Bauzeit verwendet. Mit dem passenden Fangspiegel kommt dann auch eine bessere Halterung. Für die Rändelschrauben am Schieber habe ich Gewindebuchsen eingelassen. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/black_spider_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/black_spider_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp;&nbsp;<a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Gebogene_Spinne_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Gebogene_Spinne_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Tubus und alle sonstigen Teile erhalten, soweit nötig, innen schwarzen Mattlack und das untere Tubusbrett wird eingepasst. Die leicht angeraute Struktur des unbehandelten Holzes wird durch den aufgenebelten Sprühlack noch etwas verstärkt. Ich werde zunächst mal schauen, ob das so schon genügend Störlicht absorbiert, zumal der Tubusüberhang lang genug ist. Veloursfolie werde ich erst bei erkanntem Bedarf einziehen und wenn, dann auch nur im vorderen Tubusteil. <br /></span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lack_innen_3_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lack_innen_3_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lack_innen_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lack_innen_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Richtig gespannt war ich auf den im Anschluss folgenden Fokustest im Rohbauzustand.&nbsp; Natürlich hatte ich einen kleinen Fehler gemacht, der sich aber mit ein paar zusätzlichen Arbeiststunden beheben ließ. Danach war dann alles im Lot und ich komme nun mit allen meinen Okularen, auch mit dem Binoansatz, locker in den Fokus, habe sowohl intra- als auch extrafokal noch viel Spielraum.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Fokustest_zwei_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Fokustest_zwei_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Fokustest_zwei_4_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Fokustest_zwei_4_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der gelungene Test leitet dann sofort die Bauphase ein, in der alle Holzteile angepassst, zurecht- und nachschnitten, geraspelt und versäubert werden. Danach kommt die Schleifmaus mit drei verschiedenen Korngrößen zum Einsatz. Da die unterschiedlichen Holzfarben blieben und weil ich überhaupt die Idee interessant finde, die Rückkehr zu alten Tugenden auch ein wenig durch "Retro-Design" auszudrücken, wählte ich für den äußeren Holzschutz eine Lasur in einem mittleren Eiche-Holzton.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;</span>&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_Tubus_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_Tubus_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Farbgebung ist nun in der Tat einheitlich, altbacken und langweilig eichig, wenn auch je nach Lichteinfall höchst unterschiedlich. Mal sehen, umlackiert ist das Ding schnell. Aber zunächst geht es weiter mit Feinarbeiten, wie z.B. der passgenauen Plazierung der Filter im Schieber. Die Filter müssen für gute Funktion plan und sicher aufliegen aber auch leicht zu entnehmen sein.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Filterpassung_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Filterpassung_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_Schieber_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_Schieber_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Schieberschublanden sind leichtgängig aber genau zu positionieren, weil sie im Gehäuse durch minimal zu lange und damit leichten Druck erzeugende Blechstreifen geführt werden.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_Schieber_3_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_Schieber_3_gro.jpg" alt="" width="321" height="321" /></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_Schieber_4_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Lasur_Schieber_4_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es wäre sicher geschickter gewesen, von Beginn an die Tauschutzabdeckung für die Filter außerhalb des Strahlengangs vorzusehen, so musste halt ein wenig angestückelt und nachgebessert werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun geht es an den Bau der Rockerbox. Hier werde ich wieder auf das, bei allen meinen Selbstbauten bewährte, System mit dem dosierbaren Anpressdruck für die Höhenlager und die auf Resopalbeschichtung laufenden drei Teflonpads für die Drehteller setzen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Grundplatten aus 16 mm Birke-Multiplex lasse ich im Baumarkt auf 500x500 mm zuschneiden, die Seitenwangen und das Frontbrett auf 800x300 mm, die Einkürzung des Frontbrettes, den Zuschnitt der rückseitingen Versteifung und weiter Anpassungen kann ich, wie beim Tubus auch, mit Kreis- und Stichsägen zu Hause erledigen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im Aufbau sieht das dann so aus.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Front_und_Wangen_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Front_und_Wangen_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Box_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Box_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Lauffläche der Höhenlagerung am Tubus wird mit 12 mm Multiplexbrettchen in 200x200 mm Größe verstärkt zunächst aber kommt die Resopalbeschichtung. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Da fand sich im Fundus noch ein großes Stück unbekannter Herkunft, grob strukturiert und extrem hart.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Resopalstruktur_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Resopalstruktur_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Resopalklebung_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Resopalklebung_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Grob zugesägt und komplett mit Holzleim bestrichen werden die Platten für mindestens 12 Stunden eingespannt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das spröde Material splittet sehr leicht und bricht rasierklingenartig scharfkantig. Ich fasse es, nach einer extrem einschneidenden Erfahrung, in der Bearbeitung nur noch mit Handschuhen an, bis die überstehenden Kanten an der Holzlinie gebrochen sind und nicht mehr überstehen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Es muss auch noch mehrfach nachgeleimt werden, gerade an den Kanten, wobei die absplitternde Kante nicht so wichtig ist, da die Teflonpads mehr in der Mittel laufen, wichtig ist nur, dass sie gut gebrochen ist und man sich nicht schneidet.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Kantenleimen_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Kantenleimen_gro.jpg" alt="" width="651" height="651" />&nbsp; </a><span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Multiplaxbrettchen für dieHöhenlager werden ebenfalls mit Resopal beschichtet. Danach werden sie auf auf den Tubus geklebt und bringen so ausreichend Steifigkeit für das mit Andruck arbeitende System. Eine mittig eingeklebte und -gepresste Gewindebuchse nimmt später die Andruckschraube auf.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Hhenlager_Anpassung.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Hhenlager_Anpassung.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Hhenlager_kleben_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Hhenlager_kleben_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Aus den abfallenden Ecken der Grundplatte werden mit der Lochsäge die Griffräder für die Andruckschrauben der Höhenwangen und des Drehtellers gefertigt und gleich die passende M 8 Schlosserschraube eingeklebt. Schnittkanten werden sofort entgratet und gebrochen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Griffrder_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Griffrder_gro.jpg" alt="" width="322" height="322" /></a>&nbsp;&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Ecken_und_Kanten_gro_.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Ecken_und_Kanten_gro_.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Danach ist die Box bereits so weit fertig, dass es für eine erste Anprobe mit dem Newton reicht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Besonders interessant ist hier immer, ob ich Drehpunkt für die Höhe so gut gewählt habe, dass der Tubus auch mit kompletter und schwerster Zuladung steht und die Nachführung dennoch sehr feinfühlig läuft. Es soll und kann, wenn es passt, mit schwerer Zuladung und viel Druck auf dem System genau so gut die Position halten und doch fein dosiert beweglich sein, wie mit leichter Zuladung und weniger Andruck.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Anprobe_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Anprobe_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" />&nbsp;&nbsp; </a><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Anprobe_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Box/Anprobe_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das passt und der Vierkantdobs ist doch gar nicht soooo hässlich wie ich zunächst befürchtet habe. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die mittlere Einblickhöhe im Zenit liegt bei 1320 Millimeter und mit meinen Okularen muss ich maximal 15 mm nach extrafokal oder 15 mm nach intrafokal verschieben. Der Binoansatz liegt fast mittig. Mit, oder auch ohne die EQ-Plattform, hat der Dobson damit eine sehr gute Höhe für einen bequemen Einblick vom verstellbaren Beobachtungsstuhl aus, auch der Einblick in den Winkelsucher passt und für den noch höher montierten Peilsucher sind keine unzumutbaren Verrenkungen nötig, um den Einblick zu finden und zu halten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mal schauen, wie es am Himmel mit hohen Vergrößerungen geht, ob es da irgendwo vibriert, zittert oder hakt und dann kommen die Feinarbeiten, also Ausschnitte zur Gewichtsersparnis und als passende Griffe zum Tragen. Danach Feinschliff und Lackierung.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wie schnell doch die Zeit vergeht. Die Sache mit dem guten 8 Zoll f/6 Spiegel hat sich verzögert und so hing das ganze Projekt erst mal in der Luft. Nun, im Sommer 2024, soll der Spiegel aber doch im Laufe der nächsten Wochen bei mir eintrudeln.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das war Grund genug, endlich mal die Rockerbox mit den Gewicht ersparenden, aber die Stabilität nicht verringernden Ausschnitten zu versehen und mit der guten Lasur an den Tubus anzupassen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Ausschnitte_RB_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Ausschnitte_RB_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/RB_Okuablage_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/RB_Okuablage_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Außerdem habe ich noch eine Zubehör- und Okularablage aus einem Ikea-Holzkistchen und einem Reststück Multiplex mit zwei&nbsp; passenden Bohrungen für 2 Zoll Okularsteckhülsen zusammen gefügt. Wie schon vom 12-Zöller her sehr bewährt, wird die praktische Kiste mit zwei dicken 10er Rändelschrauben (das waren mal Gerätefüße) am Frontbrett angeschraubt. Passende Löcher mit direkt ins Holz geschittenen Gewinden halten das zuverlässig.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/RB_Okuablage_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/RB_Okuablage_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterhalter_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterhalter_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Am Tubus, bzw direkt auf die Rückseite der Spiegelbox habe ich aus Resten des HP-Tubus vom 6-Zöller einen Ring aufgeklebt, welcher den großen Noise-Blocker Lüfter aufnimmt, der auch schon im 6-Zöller Dienst tut. Der Lüfter an sich sitzt auf einem originalen Plastikabschlussdeckel von einem 6 Zoll Walzblechtubus und ist mit einem originalen Tubussabschlussring fest verklebt. Damit sitzt er passgenau im HP-Tubus meines 6 Zoll f/4,8 Newton-Dobsons und dann auch in dem Reststück davon, welches auf den 8-Zöller geklebt ist.<br /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterdeckel_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterdeckel_2_gro.jpg" alt="" width="319" height="319" /></a> &nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterdeckel_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterdeckel_1_gro.jpg" alt="" width="318" height="318" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die beiden Bilder oben zeigen deutlich die vibrationsentkoppelte Lagerung des Lüfters auf dem Deckel, mit Schaumstoffdichtung und Befestigung in Silikonhaltern.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Beide Teleskope zusammen werde ich wohl selten so einsetzen, dass ich zwei Lüfter bräuchte. Der Lüfter mit dem Deckel vom 6-Zöller setzt sich in den Ring und wird mit einem innen eingesetzten Spannring gesichert. Der An- und Abbau erfolgt ohne Werzeug und ist an beiden Teleskopen Sekundensache.<br /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterhalter_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterhalter_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a>&nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterhalter_3_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Lfterhalter_3_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Schrauben und Muttern für Hauptspiegeljustage sind noch gut zugänglich. Wenn das alles mal fertig ist, sitzt der Konterring bündig und die Luftschlitze sind dicht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Okay, ganz ehrlich finde ich das Retrodesign so hässlich, dass es schon wieder interessant wird. Hier mal zwei Bilder in der Komplettansicht vom Fokus- und Ballancetest, der mit Bravour bestanden wurde.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Kompletttest_2_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Kompletttest_2_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a> &nbsp; <a href="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Kompletttest_1_gro.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/Dobson_Vierkant/Feinarbeiten/Kompletttest_1_gro.jpg" alt="" width="320" height="320" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Drehtellerlagerung mit Teflonklötzen auf raue Arbeitsplattenbeschichtung ist ja hinlänglich bekannt und hat sich im Selbstbau sehr gut durchgesetzt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Warum aber bei der Höhenlagerung immer noch ebenso häufig auf reine Haft-/Gleitlagerung zurückgegriffen wird, verstehe ich nicht. Die Lagerung mit dosierbarem Andruck auf Gleitlager, welche bei mir aus alten Audio-CDs bestehen, ist derart gut zu dosieren und einzustellen, dass auch deutliche Gewichtsunterschiede durch hohe Zuladungen oder auch Entlastung beim Wechsel eines 1000 Gramm Okulars, ohne jede Komforteinbuße kompensiert werden. Der Tubus steht, auch sehr horizontnah, mit und ohne Okular gleich gut und lässt sich dennoch mit zwei Fingern butterweich bewegen.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">......update comming soon.....<br /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Wed, 22 Nov 2023 21:09:25 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Planetary Minizoom</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/140-planetary-minizoom</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/140-planetary-minizoom</guid>
			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Die Planetary Okulare unter verschiedensten Lables (TS, HR, TMB pp), mit Brennweiten von 4 bis 9 mm, bieten von der Bauweise her die Möglichkeit sie zu einem kleinen Zoom mit einer Spanne von etwa einer bis 1,5 Brennweiten umzubauen. Dies ist komplikationslos, ohne jeden Werkzeugeinsatz, sowie absolut beschädigungslos möglich. Das Okular kann auch jederzeit schnell zurück gebaut werden.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Planetray_Zoom/mit_augenmuschel_gro.jpg" alt="" width="550" height="550" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So kann man z.B. aus einem 5 mm Planetary ein ~ 4,8 bis 3,8 mm Zoom machen, was z.B. an einem gängigen Teleskop mit 1200 mm Brennweite (8 Zoll f/6, 6 Zoll f/8 pp) den Unterschied zwischen etwa 250fach und 350fach macht, also in dem Fall den Rahmen der absoluten Maximalvergrößerung bedient. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Entsprechende Tests mit dem eigenen Teleskop können dann z.B. die Anschaffung einer solchen Festbrennweite oder eines hochwertigen Zooms lohnenswert erscheinen lassen oder auch nicht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Foto oben zeigt ein solches Okular mit teilweise ausgefahrener Augenauflage, über die man bei dieser Serie den Augenabstand durch Drehen am Okularkörper in einem extrem großen Bereich einstellen kann, der eigentlich für die Funktion des Okulars nicht benötigt wird. Genau diesen Umstand kann mann sich zu Nutze machen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Wir entfernen die Gummiaugenmuschel und den dann sichtbaren Abdeckring mit den zwei Schlitzen, der sich einfach abschrauben lässt.<br /></span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Planetray_Zoom/Teile_3_gro.jpg" alt="" width="551" height="551" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Anschließend können wir den Okularkörper so weit nach unten schrauben, dass wir die Okularkapsel erfassen nach oben aus den Okularkörper schrauben können. Es kann nichts passieren, außer dass die Okulare teilweise an den Gewinden reichlich gefettet sind, sodass man leicht die Linsen verschmiert. Das Fett ist dort völlig unnötig und kann entfernt werden. Das Barlowelement in der Steckhülse des Okulars verbleibt unverändert an seinem Platz.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun schrauben wir den Ring auf die leere Okularhülse, dann setzen wir die Okularkapsel von oben in die Gummiaugenmuschel ein.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Planetray_Zoom/Teile_2_gro.jpg" alt="" width="650" height="650" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich habe mir noch einen kleinen Plastikring geschnitten (habe keinen 3D-Drucker) den ich auf das Gewinde der Okularkapsel geschoben habe. Er sorgt für eine bessere Zentrierung und guten Halt der Kapsel in der Augenmuschel, von der er nun getragen wird.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Augenmuschel wird nun wieder auf den Okularkörper geschoben, wo sie in der dafür vorgesehenen Nut gehalten wird.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Planetray_Zoom/Augenlinse_umbau_gro.jpg" alt="" width="650" height="650" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Dreht man nun am Okularkörper nach unten oder nach oben, bewegt sich der obere Okularlinsensatz mit und entfernt sich vom Barlowlinsernsatz in der Steckhülse oder nähert sich an.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Damit hat man also eine Zoomfunktion über etwa 16 mm Spanne. Dabei muss nachfokussiert werden.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Planetray_Zoom/Zoom_ohne_gro.jpg" alt="" width="315" height="315" /> &nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Planetray_Zoom/Zoom_voll_gro.jpg" alt="" width="315" height="315" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Augenabstand ist knapp, wenn man den Kontakt zur Augenmuschel sucht, aber ohne Brille noch akzeptabel. Man kann sich auch mit einer Verlängerung, hier z.B. eine alte ausgediente Augenmuschel ähnlicher Machart, eine für die eigenen Ansprüche gut passende Lösung herstellen, wenn man mit dem Experiment so zufrieden ist, dass man das Okular als Zoom im Bestand belassen und verwenden möchte.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/Planetray_Zoom/Augenmuschel_2_gro.jpg" alt="" width="315" height="315" /> &nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/Planetray_Zoom/Augenmuschel_plus_gro.jpg" alt="" width="315" height="315" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Drehmechanik kann man nicht nur zum eigentlichen Zoomen verwenden. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Sie bietet auch eine extrem feinfühlige Möglichkeit, die optimale Bildschärfe einzustellen. Die sehr fein dosierbare und leichtgängige Drehmöglichkeit macht, nach der Grobfokussierung über den Okularauszug den Griff zum Fokussierrad überflüssig, denn man kann auch durch minimale Abstandveränderung zwischen den beiden Linsensätzen scharf stellen. Diese Feineinstellung ist deutlich exakter und einfacher möglich als mit vielen Okularauszügen aus dem günstigen Preissegment. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das ist gerade im Hochvergrößerungsbereich ein echter Vorteil.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Thu, 01 Feb 2024 19:49:12 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>100/600er Refraktor</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/147-100-600er-refraktor</link>
			<guid isPermaLink="true">https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/147-100-600er-refraktor</guid>
			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">Ich habe ihn schon lange, den 100/600er mit dem BW-Objektiv, welches aufgrund seiner guten Qualität vor Jahrzehnten von vielen Selbstbauern eingesetzt wurde.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Vor bestimmt 20 Jahren erwarb ich diesen Selbstbau-Refraktor, weil er eine deutlich bessere Abbildungsleistung brachte als mehrere 102/500er Skywatcher Achromate nach Fraunhofer, schärfer und auch deutlich farbreiner war und ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Lange ist es her, das Teleskop fristete in den letzten Jahren ein Schattendasein, stand einsatzbereit aber größtenteils ungenutzt bei meinen Eltern im Haus. Ich hatte es auf die alte, defekte AZ-GoTo montiert, von der nur noch die Handsteuerung für die Bewegung in beiden Achsen funktioniert.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Richy_1.jpg" alt="" width="751" height="1002" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Eigentlich nur hervor- und abgeholt, um ihn einem Freund zu übergeben, der ihn eventuell besser nutzt, stand der alte, zu Zeiten durchaus geschätzte Kerl dann doch längere Zeit im Weg rum und wie das so ist, setzt sich doch die Idee durch, noch einmal zu schauen, was geht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bei Deepsky macht er ein schönes Bild mit feinen Sternchen, Deepsky im Rahmen der Öffnung ist okay. Das 38er WA ist gut, 16fach mit 6,3 mm AP und fast 4,5 Grad Feld, das ist stark, auch das 28er UWA kommt bei 21fach noch auf 4 Grad Feld. Das Bild zeigt mein 22er LVW im Okularauszug, das harmoniert gut. Heftig ist das 20er UWA mit 100° Eigengesichtsfeld bei 30fach, das hebt sich schon sehr deutlich vom Fernglas ab. Spätestens hier wird es dann am Gesichtsfeldrand merklich etwas unschön, mit aufgeblähten und verzogenen Sternen, aber da muss man schon hingucken, ansonsten ist das für die Übersicht einfach prima. Höhere Vergrößerungen als 100fach soll er nicht, sollte er nie, kann er auch nur in Grenzen, obwohl ich mich nun wieder erinnere, dass das übervergrößerte Sternscheibchen im Sterntest beim Erwerb tadellos aussah. Intra-wie extrafokal rund, kein Asti, keine auffälligen Zonen.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Interessant wird es am Mond und den Planeten, denn am Mond ist der Gesichtsfeldrand an der Feldblende, nicht nur im 22er LVW (da aber besonders), schon sehr bunt, auch harte Kontraste zwischen schwarzen Schatten und sonnenbeschienenen Kraterwänden oder Bergrücken zeigen hauptsächlich grünliche Farbverläufe. Da kann auch atmosphärische Dispersion mitgespielt haben, ansonsten ist das Bild aber knackig.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das BW-Objektiv wurde immer wieder mal diskutiert, unter anderem auch, ob nicht eventuell Glasweg gegen den Farbfehler helfen könnte, wie ihn z.B. ein Zenitprisma bietet. Mein Binoansatz bietet auch Prismen mit Glasweg, also warum nicht versuchen, Die Adaption dauerte etwas und es gelang schließlich, mit etwas weiter gestellter Barlow knapp am inneren Anschlag in den Fokus zu kommen.</span></p>
<p><a href="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Richy2.jpg" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Richy2.jpg" alt="" width="751" height="1002" /></a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Säume werden schwächer, sind aber nicht weg. Extrem wirkungsvoll erweist sich ein einfacher Grünfilter 500nm von Baader. Keine Farbsäume mehr und ein zwar grünliches, aber knackiges Bild, das sich auch bei 60 oder 80fach noch prima anschauen lässt. Binokular ist das schon erstaunlich detailreich, weil scheinbar um Faktor 1,4 größer. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auch monokular bringt der Grünfilter eine starke Verbesserung, gelb oder Orange sind nicht so wirkungsvoll, aber merklich besser als nichts.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">An der Sonne dann ein ähnliches Bild hinter dem pflichtgemäßen Objektivschutzfilter Baader Astro Solar visuell. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Weilicht_22_09_24_10_30_Richy.png" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Weilicht_22_09_24_10_30_Richy.png" alt="" width="750" height="553" /></a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ohne Filter leichte grünliche Säume und nur in der Umbra, also im tiefen Schwarz der Flecken auch ein leicher Saum in Magenta. Schon der Orangefilter löscht das nahezu aus, mit dem Grünfilter wird es gestochen scharf und bleibt auch bis 60 oder (wenn das Seeing es zu lässt) 80fach so.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Weilicht_29_09_24_11_30_Richy.png" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Weilicht_29_09_24_11_30_Richy.png" alt="" width="750" height="553" /></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das sind richtig gute Ergebnisse und damit lag für mich nahe, die kleine Linse doch mal mit meinem 114/66er Selbstbau-Newton-Dobson direkt zu vergleichen. Das ist ein 114er Newton, wie man ihn in dieser Qualität und mit so wenig Obstruktion, bei Ausnutzung der vollen Öffnung, heute nicht fertig zu kaufen bekommt, so wie es diesen Refraktor nicht zu kaufen gibt. Allerdings sind die heutigen Newtons dieser Öffnungsklasse durch die Bank deutlich schlechter und die heutigen Refraktoren, bei Bedarf,&nbsp; in deutlich besserer Qualität zu bekommen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ich habe den Vergleich an der Sonne gemacht und ja, der Newton ist schon ein klein wenig besser. Allen Obstruktionsphobien zum Trotz wirkt sich die größere Öffnung, vor allem aber die Farbreinheit des Spiegels positiv aus.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><a href="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Weilicht_Richy_114er_6_10_24.png" class="jcepopup" data-mediabox="1"><img src="https://localhost/astrozoom/images/27_10_24/Weilicht_Richy_114er_6_10_24.png" alt="" width="751" height="801" /></a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Ganze ist zeichnerisch schwierig zu erfassen, aber auch wenn der Grünfilter den Farbfehler des Refraktors quasi unsichtbar macht, bleibt er in den feinsten Strukturen, der Sichtbarkeit kleinster Flecken und Helligkeitsunterschiede sichtbar hinter dem Newton zurück. Ich denke, ein farbreiner 100er APO wird da besser aussehen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Egal, hätte ich den 114er Dobson nicht, wäre der kleine Refraktor in der Öffnungsklasse durchaus noch eine Wahl für mich, aber weil der 150/739er Dobson und damit deutlich mehr Auflösung, genau so schnell auf dem Balkon ist wie der kleinere Bruder bleibt er schon meistens in Reserve, außer es geht mal um noch mehr Feld als der 6 -Zöller bieten kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<category>Equipment</category>
			<pubDate>Sun, 27 Oct 2024 15:14:37 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>70/700er Fraunhofer Refraktor</title>
			<link>https://localhost/astrozoom/index.php/equipment/148-70-700er-fraunhofer-refraktor</link>
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			<description><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Celestron 22450 Star Sense Explorer LT 70AZ Refraktor</strong> </span><br /><span style="font-size: 12pt;"> über Amazon Prime und Prime Day 15% Rabatt und versandkostenfreie Lieferung für</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"><strong> 155 Euro</strong>. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ein Hammer Preis, alleine schon nur für das Starsense Paket hätte ich das bezahlt, aber</span> <span style="font-size: 12pt;">sogar der Refraktor findet noch Verwendung, mein Vater hätte ihn gerne, um bei seinen Mondbeobachtungen, von seiner Terrasse aus, mehr zu sehen als mit dem Fernglas.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> 3,35 kg Komplettgewicht und auch die Maße, komplett mit Stativ sind kein Problem. Nur für den Mond, helle Sterne (Planeten anpeilen) und eventuell mal ins Feld nach Kühen und Rehen schauen, sollte das gut ausreichen.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Nebenbei las man schon, dass das billige Refraktörchen mit 70/700, also f/10, so übel gar nicht ist.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Nach Papierform kann da was gehen, aber bei dem Preis, mal sehen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/Aufloesung/CA-ratio-chart-achro.jpg" alt="" width="751" height="401" /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Okay, für 155 Euro habe ich die dürftige Gabel, das Spagetti Stativ, das viele Plastik am Refraktor in Kauf genommen, zumal ich den sicher für die Mond Guckerei von meinem Vater hin gedengelt kriege. 22fach und 70fach mit den Beilagen reicht doch und wird schon mehr hermachen als ein 7x50 Fernglas. Ich vermehre also noch nicht mal unnötigen Müll mit dem Kauf. So weit der Plan und er geht, nach einigen Problemen, am Ende auch recht gut auf, aber der Reihe nach:</span><br /><br /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Am 12.07.2025, Nachmittags, kam das Ding zu hause an.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Auspacken.jpg" alt="" width="370" height="370" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Zenitprisma.jpg" alt="" width="370" height="370" /></span></p>
<p><br /><span style="font-size: 12pt;"> Immerhin, super und original verpackt, alles sicher, Anleitung, Starsense Code, alles da. Der Zenitspiegel (da kommt noch was) hatte schwarze Stellen, ein mal Pusten, alles blank.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Von Toni, einem Bekannten, schon seit den Astro Anfangstagen weiß ich, dass mein Galaxy A 51 mit Starsense Zicken macht, also muss ich das zurückstellen, es scheint ohnehin besser zu sein, sich ein altes Handy nur dafür zu besorgen.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Also erst mal nur das Teleskop.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Gabel.jpg" alt="" width="370" height="370" />&nbsp;&nbsp; <img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Okularauszug.jpg" alt="" width="370" height="370" /></span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Die Aufstellung ist besser als ich vermutet hatte, das leichte Teleskop zittert nicht so sehr wie vermutet, die Gabel schwingt weniger als erwartet, für niedrige Vergrößerung ist das okay, auch wenn man am Fokussier Rad des stramm laufenden Okularauszugs dreht.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Ich habe diesen Fein Bewegungsstift an der Gabel einfach locker in die Führung gesteckt und die Schrauben der Gabel so weit angezogen, dass das Ding steht, wenn man es los lässt und sich bewegt, wenn man will. Passt.<br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_2.jpg" alt="" width="751" height="751" /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das brauchbare Handling ist durchaus eine kleine positive Überraschung.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Dann bin ich auf meinen Test Strommast los. Der dunkelgrüne Gittermast vor hellem Himmel ist böse zu Optiken und hat viele kleine Details bis hin zu Nieten und Schrauben.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Das 25er Okular rein, fokussiert, das Bild, nach dem Fokussieren und auf die Mitte geschaut, ist gut, okay, scharf. Dann das Auge wandern lassen und die dunkelgrünen Streben des Gittermasts werden grell Magenta...... huch.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Okay, das kann ich nach fokussieren und wenn ich dann zwei Streben weiter gucke, ist die wieder lila. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mit meinen beiden Plössls das gleich Spiel, am Okular liegt dass nicht, das hat sogar gleiches ansprechendes Feld und die Schärfe ist auch gut, außer man guckt sich was genauer an, dann kommt Magenta TV.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Zwar ist das in Richtung Feldrand extremer als im Mittelfeld, aber es geht sogar auf der Achse. Die grünen Baumwipfel verwischen den Eindruck ein wenig, die kahlen Äste einer abgestorbenen Buche ragen hingegen schwarz lila grau in den Himmel, eindeutig falsche Farbe.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Da stimmt was mit dem Objektiv und/oder dem Zenitspiegel nicht, Keine Ahnung. Das kenne ich von anderen langen Fraunhofer Teleskopen besser, z.B. von den 70/700er Lidls. </span><br /><span style="font-size: 12pt;"> So was kenne ich gar nicht, nicht mal von meinen 100/600er BW.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der zeigt diesen Farbsaum, Magenta mehr ins bläuliche gehend. allerdings eng begrenzt und nur am Feldrand bzw an ganz harten Kontrasten eher im hellen Bereich. also Mondkrater, heller, Sonnen beschienener Kraterrand, dann da eher im Hellen Übergang als im schwarzen Kraterboden. Grünfilter rein und weg ist das.&nbsp; &nbsp;</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Das mitgelieferte 10er Okular ist deutlich schlechter als das 25er, auch viel schlechter als mein 12,5er Ortho, hat irgendwie Tunnelblick aber in beiden Okularen, also dem Beipack und dem Ortho das gleiche Spiel mit dem Magenta Stich, nun aber schon eher als Farbsaum und nicht mehr soooo flächig.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Immerhin lassen sich nun die Isolatoren an den Kabeln mit ihrer Rillenstruktur erkennen. Die kleineren Gefache der Gitterkonstruktion zur Spitze hin haben aber irgendwie einen gelblich/grauen Himmelshintergrund,&nbsp;rundum ist da Weiß-Blau sichtbar.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Okay, gehe ich nach unten, der Mast vor dem dunklen Waldrand und im trocken gelben Gras, sieht das mit allen Okularen wesentlich besser aus, das kann man sich ansehen.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Auch die weißgraue Borke einer alten, großen Kiefer, ganz unten am Stamm, im Schatten, kam gut raus, wieder schwächelte das 10er Beipackokular in der Schärfe.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Die beiliegende Plastikbarlow (Linsen sind Glas)packe ich jetzt erst aus, viel taugt sie nicht, aber das Bild des 25er Beipacks mit der 2fach Barlow ist besser als das des 10mm Beipack Okulars solo.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Ich hab dann noch ein altes 12er WA mit 60° Feld probiert, das funktioniert sehr gut. </span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Logischer Weise ist hier heute alles Dicht, 8/8 Bewölkung.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Ich bin sehr gespannt auf erste Mondbeobachtungen. Den Sonnenfilter des 114ers hab ich schon angepasst, da gibt es morgen eventuell eine Chance, auch das wird spannend.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Dann wird auch mal gelb, orange und grün gefiltert.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Sonne.jpg" alt="" width="751" height="751" /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Am 13.07.2025 war es dann so weit, gegen Mittag taten sich Wolkenlücken auf und am frühen Nachmittag war die <span style="font-size: 14pt;"><strong>erste Sonnenbeobachtung</strong></span> sehr gut möglich.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So geschah es, dass der Refraktor an der Sonne nicht ganz so schlecht abschnitt, wie befürchtet.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Mit dem 25er Kellner ist das Bild okay, den Magenta Farbrand bekommt man mit ein wenig Kopfbewegung auch in gelb und blau, aber die Flecken kann man sich ansehen, auch die Umbren und Penumbren sind, trotz leichtem Farbstich, sauber zu trennen, ein besseres Teleskop mit dieser Öffnung, um zu schauen, ob da ein paar kleine Sachen fehlen habe ich nicht.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Schon mit meinem 12er WA ändert sich das, da ist dann richtig Farbe drin, breite Ränder und auch in den Flecken kommt das durch, hier eindeutig ein lila Stich.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Das 10er Kellner ist gruselig, mit der Barlow wird das sehr schön, künstlerisch wertvoll, aber mit Sonne beobachten hat das nix zu tun. Also die Barlow aus der Beilage wird nicht mehr erwähnt. </span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Sodann Gelbfilter drauf und jou, das ist okay, sowohl mit dem 25er, als auch sehr gut mit dem 12er WA. Orangefilter ist hier beinahe zu orange und der Grünfilter bringt zwar den besten Kontrast, ist aber unnötig. Der Gelbfilter wischt die Ränder weg, das Bild ist scharf.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> In Summe liegt es wohl am Objektiv, denke ich, das ist einfach nur schlecht und hat mit der Rechnung von Fraunhofer außer der Anordnung der Linsen eher nix zu tun.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Was will man erwarten? 155 Euro, das ist nicht mal ein Euro für die wichtigsten Teile an den Ding.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Wenn jetzt noch den Mond passabel geht, wird mein Vater Freude haben, er war gestern schon mal hier, hat in den Wald geschaut und fand gut, was er sah....."das ist ja nah"...!</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/Weilicht_13_7_25_70_700.png" alt="" width="750" height="552" /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im Ausstausch über die Sache mit Sven Wienstein stellt der dann die entscheidende Frage:</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">"Sag mal, ist das denn auch ein Spiegel? Oder ein 90° Amici?</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Hihi... jau, da steht es auf der Kiste "Erecting prism diagonal". Du hast die Sonne quasi verkehrtrum gezeichnet!"</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">"Ich hab sie doch so auf dem Block, genau so.....Moment!</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Aber du hast recht, wenn ich reinschaue sehe ich die Prismenstruktur und das Bild im Refraktor ist seitenrichtig. </span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Kann das Prisma schuld sein?"</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">Oh ja, das kann. Nur steht das auf einigen Händlerseiten eben falsch, da steht definitiv Zenitspiegel und darauf war ich reingefallen.<br /></span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">Okay, dann habe ich also doch noch kleine Investitionen vor. Einen 1 1/4 Zoll Gelbfilter und einen 1 1/4 Zoll Zenitspiegel.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Mal sehen, eventuell hat ja auch jemand in der Familie war rumliegen.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Die eigentliche Frage ist dann mal wieder, warum zur Hölle legen die Firmen so einen Mist bei, macht ja die Leistung ihres Teleskops extrem schlechter als möglich ohne was zu sparen.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Und warum hören sie nicht allmählich mal auf, so was zu produzieren, von wegen Ressourcen und so.</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">Okay, der Fundus bei Rolf, Dennis und mir gibt dann schnell so Einiges her, das wichtigste Teil sicher ein alter, aber brauchbarer 1 1/4 Zoll Zenitspiegel von Rolf.</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/Zubehrfundus.jpg" alt="" width="750" height="750" /></span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">Dazu noch ein 40er und ein 32er Meade Plössl, mein 12er WA und ein Gelbfilter.</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">Das uralte 15er LEITZ Mikroskop Okular (links) läuft erst mal außer Konkurrenz, das soll ich für sich testen.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Natürlich Regen am Morgen, dann trocken und doch noch eine Lücke um auch mal Sonne zu schauen.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Da ich ja gerade mal wieder ein paar Tage Schäfer und Hausmeister auf dem Hof meiner Tochter bin, fehlt mein ultimativer Gittermast, aber ein paar nähere Baumkronen und kahle Äste gegen den hellen Himmel, sowie weiße Flächen und Weide Abspannungen vor grünem Hintergrund signalisierten schon.......das ist um Längen besser.</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">Es lässt sich ein zarter Magenta Strich an harten Kontrasten finden, wer sucht, der findet.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Dann näherte sich eine große Wolkenlücke, Sonne ging also doch noch.</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;">Sehr schön, wieder der Lila Strich am Rand man kann auch grün und gelb provozieren, wenn man die Sonne zum Gesichtsfeldrand wandern lässt oder den Einblick schräg nimmt. Immer nur eine feine Randlinie.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Will man das beim Beobachten machen? Nein, ich nicht.</span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Gleiches Ergebnis mit dem 40er, mit dem 25er und mit dem 12er Okular, dann war die Lücke wieder zu.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Gelbfilter habe ich nicht probiert, weil ich nicht mehr dazu kam und er ist auch unnötig für eine saubere Abbildung.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Sicher kann er den Kontrast hier und da steigern, aber das hat so gut wie nichts mehr mit Farbfehlerunterdrückung zu tun.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p align="left"><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/Weilicht_17_7_25_70_700.png" alt="" width="750" height="551" /></span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Ich bin jetzt einerseits sehr erleichtert und zufrieden, nochmal danke Sven für den Wink mit dem Zaunpfahl, dass das Gehäuse ein Prisma enthalten dürfte, auch wenn beim Händler Spiegel geschrieben steht. </span><br /> <br /><span style="font-size: 12pt;"> Andererseits stehe ich absolut verständnislos vor der Tatsache, dass durch solche Beilagen (das Prisma ist eher teurer als so ein billiger Spiegel) ein gut brauchbares Teleskop für die potenziellen Käufer solcher Pakete derart entwertet wird.</span><br /><span style="font-size: 12pt;"> Natürlich sind die 70 mm Öffnung für das Star Sense extrem wenig, auch das ist Unfug, aber hey, das wenige was gehen könnte, auch noch zu verderben, was soll das?</span></p>
<p align="left"><br /><span style="font-size: 12pt;"> Nun warte ich mal auf Gelegenheiten am Mond und ein wenig Ringnebel, M 13 und Co. versuche ich auch. <br /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Dazu bleibe ich auf meinem Balkon, weil ich dort einfach sehr schnell am Start bin und weil es geht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Balkon_4.jpg" alt="" width="749" height="554" /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Das Bild zeigt zwar, dass ich nicht hinter dem Teleskop stehen oder sitzen kann, um zu beobachten, aber ich kann ja, wie am im Hintergrund stehenden 150/739er Dobson, mit leicht seitlich geneigtem Okular, also in Einblickrichtung gedrehtem Zenitspiegel beobachten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Bleibt festzustellen:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auf diesem nur 110 cm breiten Balkon geben sich der 70 mm Refraktor und der 150 mm Dobson, vom Handling und der Bedienungsfreundlichkeit her, absolut nichts.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Mondbeobachtung&nbsp;</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nachdem schon anlässlich der Sonnenbeobachtung das absolut untauglich Prisma sowie das 10 mm Okular aussortiert und durch einen Zenit Spiegel und einige Austausch Okulare ersetzt wurden gestaltete sich die am 30.07.25, bereits gegen 20.00 Uhr, in der Dämmerung beginnende Mondbeobachtung sehr viel entspannter. Jetzt wird es also interessant, denn der kleine Refraktor soll meinem Vater für Mondbeobachtungen dienen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_Balkon.jpg" alt="" width="750" height="750" />&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Farbsäume findet man, von grünlich bis Magenta,wenn man sie sucht oder durch Stellung des Mondes an den Gesichtsfeldrand der Okulare provoziert, auch mit schrägem Einblick kriegt man das hin.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Muss man aber nicht tun, man kann sich auch mit normalem Einblick und Konzentration auf das Wesentliche an der wirklich guten, am Preis gemessen erstaunlich guten Abbildungsleistung erfreuen.</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_Okus.jpg" alt="" width="367" height="367" />&nbsp; &nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_15er.jpg" alt="" width="367" height="367" />&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Im einzelnen kam das mitgelieferte 25er Kellner im Vergleich zu einem 32er und einem 26er Marken Plössl an dem f/10 Refraktor so gut, dass es bleiben darf.Gut 4 mal passt der Mond über oder nebeneinander bei 24fach und 3 mm AP ins Feld.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Hinzu kommt ein etwas aufgemotztes 15er Mikroskopokular mit sehr einfachem, aber gutem Aufbau, kein Tunnelblick, eher etwas Weitfeld Gefühl und sogar ziemlich scharf. Gut drei Monde passen nebeneinander ins Feld, bei 40fach und 1,75 mm AP.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Dann mein 12er WA mit 60° Feld, eine altbewährte Erfle Serie. Klares Bild, mehr als zweieinhalb Monde würden nebeneinander ins Feld passen, 50fach bei 1,4 mm AP sind schon ganz nett, da kommen schon ordentlich Details raus und dass die Dämmerung inzwischen weiter fortgeschritten ist, passt jetzt, denn das Bild bleibt hell genug.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ganz zum Schluss dann noch das gute alte 6,4er Meade Plössl, jawohl, das geht immer noch mit scharfem Bild. Zwar grenzwertig, zumindest in der späten Dämmerung noch/schon etwas wenig Licht/Kontrast. Immerhin 94fach bei 0,75 mm AP und die Mondscheibe passt gerade so ins Feld, wenn man mit der Retina fast die Augenlinse kontaktiert. Nichts für Feiglinge, aber geht.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">So weit so gut, was habe ich mir angesehen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Zunächst mal steht bei 24fach die Mondsichel schön im Feld und die Details heben sich schon sehr deutlich von Fernglas Anblicken ab, zumal das leichte Teleskop von der etwas staksig aussehenden Stativ/Gabelmonti/Kombi doch recht gut getragen wird, das geht also auch mit den höheren Vergrößerungen noch.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auffällig in der Übersicht präsentieren sich die drei benachbarten Krater Theophilus, Cyrillus und Catharina (erkennbar ein Doppelkrater) am Terminator und das dunkle Mare Nectaris. Folgt man dem Terminator fällt im Mare Serenitatis eine dunkle, gewundene Verwerfungslinie auf,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Dorsa Smirnov. Sie beginnt am den Rand des Meeres begrenzenden, gebirgigen Kap und gabelt sich am Ende. Dort, in der Nachbarschaft, liegt hell und klar der knapp 100 km große, runde Krater Posidonius.&nbsp;</span></p>
<p><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_30_07_25_fin_.jpg" alt="" width="360" height="256" />&nbsp; &nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_30_07_25_inv_1.jpg" alt="" width="359" height="255" /></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Betrachtet man sich das alle näher, mit 40fach und 50fach so kommen bei den drei Kratern Wälle, Kleinkrater und schöne, also kontrastreiche Schattenspiele zur Geltung. Theophilius zeigt sein Zentralgebirge und im Mare Nectaris kommen zahlreiche Kleinkrater hinzu.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auch das Kap am Rand des Mare Serenitatis gewinnt an Vielfalt der Strukturen und Dorsa Smirnov zackt. Posidonius zeigt im inneren P. A und am Wall P.B, sowie den geteilten Ringwall auf der dem Terminator abgewandten Seite sehr klar, hier war ich dann auch noch kurz mit dem 6,4er Plössl bei 94fach unterwegs, Posidonius B war nun eindeutig und da waren auch noch mehr Details, aber die Wolken waren dann doch schneller.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Als Fazit bleibt festzuhalten, der kleine Refraktor tut jetzt, was er soll.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die Abbildungsleistung entspricht, mit dem besseren Zubehör, am Mond und auch bei der Sonnenbeobachtung im Weißlicht, durchaus den zunächst gehegten Erwartungen. Daher habe ich noch schnell einen passenden Sonnenfilter aus zwei Versandröhrenabschnitten (90 mm Durchmesser) mit einer dazwischen gesetzten "Baader Astro Solar Folie visuell" gebaut, sodass mein Vater auch mal gefahrlos die Sonne beobachten kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Sonnenfilter_neu.jpg" alt="" width="240" height="240" />&nbsp; &nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Sonnenfilter_2.jpg" alt="" width="240" height="240" />&nbsp; &nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Sonnenfilter_3.jpg" alt="" width="241" height="241" /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mit einer Lage Vorlegeband (Schaumfolie oder auch oder einer Wicklung Filz) Komme ich so auf den passenden Einsteckdurchmesser für die Taukappe des Refraktors und der Deckel passt auch noch. so ist der sonnenfilter geschutzt und immer dabei.&nbsp;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Auch das 15 mm Mikroskopokulat machte seinen Job so gut, dass ich es ein klein wenig aufgemozt und mit einer Gummiaugenmuschel versehen habe.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_15er_2.jpg" alt="" width="364" height="364" />&nbsp; &nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_15er_3.jpg" alt="" width="365" height="365" />&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_15er_4.jpg" alt="" width="364" height="364" />&nbsp; &nbsp;<img src="https://localhost/astrozoom/images/70_700/70_700_Mond_15er_5.jpg" alt="" width="363" height="363" /></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Der Umbau auf Astro erfolgte seinerzeit sehr einfach, mit steckbaren Teilen und ich konnte sogar mit einem Abstandring die Fokuslage an die beiden Okulare anpassen. Okay, die Steckhülse war etwas zu klein im Durchmesser, da hilft dann eine Wicklung Klebeband.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Nun gut, an Deepsky sind keine großen Hoffnungen geḱnüpft, da ist die Öffnung doch unter heutigen Bedingungen etwas zu klein, aber das soll auch&nbsp; nicht zum Beobachtungsschwerpunkt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Eventuell kommt nochmal ein Nachtrag, wenn die weißen Nächte vorbei sind, auch Jupiter und Saturn werden nochmal aufs Korn genommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
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			<pubDate>Sat, 19 Jul 2025 20:51:54 +0000</pubDate>
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